Blick ins Buch
Über das Buch
Von der konstruierenden Vernunft
Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war einer der bedeutendsten Philosophen und Universalgelehrten der Neuzeit. Sein Wirken reicht von der Erfindung der Infinitesimalrechnung über die ganze Breite der Philosophie, Natur- und Gesellschaftswissenschaften seiner Zeit bis hin zu Projekten zur Verbesserung der Bergbautechnik.
Seine Philosophie ist geprägt von der konstruierenden Vernunft. Ausgehend von seiner Idee der Weltharmonie versucht er, das Verhältnis von Einheit und Vielfalt zu bestimmen und die komplizierte Struktur des ganzheitlichen Wirkungszusammenhangs zu erhellen. Recht modern erscheint der Gedanke, dass die Einzigartigkeit, die Individualität jedes einzelnen Teils gerade in seiner Unvollkommenheit besteht.
Thomas Leinkauf erläutert die Grundkonzeption der Leibnizschen Philosophie, führt anschaulich durch das vielschichtige Werk und macht deutlich, in welcher Weise wir heute von Leibnitz profitieren können.
Zu lesen sind u. a. Auszüge aus ›Metaphysische Abhandlung‹, ›Über die Natur an sich‹, ›Theodizee‹, ›Neue Abhandlung über den menschlichen Verstand‹ und ›Die Prinzipien der Philosophie oder die Monadologie‹.
Editionen (1)
Autorin / Autor
Über Thomas Leinkauf
Thomas Leinkauf, geboren 1954, studierte in Freiburg und München und war Heisenberg-Stipendiat am Institut für Geschichte der Philosophie der Freien Universität Berlin. Seit 1996 ist er Professor für Philosophie an der Universität Münster und Leiter der dortigen Leibniz-Forschungsstelle. Er veröffentlichte u.a. Arbeiten zu Nicolaus Cusanus, Marsilio Ficino und Francesco Patrizi da Cherso. 1993 erschien seine Studie ›Mundus combinatus‹, in der er sich mit dem Thema Universalwissenschaft befasst.
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