Leben und Schicksal
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Beschreibung
"Wassili Grossmans Jahrhundertepos Leben und Schicksal gilt mit gutem Recht als Krieg und Frieden der Stalin-Hitler-Ära."
Der Spiegel
"Wer die Wahrheit sucht im Lesen, Lebendigkeit, Liebe und Geschichte, der muss dieses Buch lesen."
FAS
Als Anfang Februar 1943 die 6. deutsche Armee in StalingÌad kapituliert, bedeutet dies nicht nur die Wende im Zweiten Weltkrieg, für die Sowjets ist Stalingrad auch ein Wendepunkt in ihrem Verhältnis zu Diktatur und Terror. Mit großer Anteilnahme beschwört Wassili Grossman Episoden aus dem Kampf an der Wolga, erzählt vom Häftlingsleben und -sterben in deutschen KZ, Gefangenenlagern und in den sowjetischen Gulags, wobei die frappierende Verwandtschaft von Nationalsozialismus und Sowjetregime offengelegt wird. Ob der Physiker Strum, die weitverzweigte Stalingrader Familie Schapownikow und der in einem deutschen Lager inhaftierte Michail Mostoskoi, oder die deutschen und sowjetischen Militärs, Wissenschaftler und Bürger - Wassili Grossman hat die vielen Einzelschicksale zu einem groß angelegten Erzählkosmos verwoben, der trotz der Schrecken des Totalitarismus von der einen Hoffnung nicht lässt: der einfachen menschliche Güte, die selbst dann ihre Wirkung zeigt, wenn die äußeren Ereignisse gleichgültig und brutal über sie hinweggehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Wassili Semionowitsch Grossman (1905-1964) war zunächst einer der anerkanntesten linientreuen Schriftsteller der Sowjetunion. Die Erfahrungen während des Krieges, die Katastrophe der europäischen Juden, die auch ihn unmittelbar traf, sowie die vielen Schicksale, denen er als Korrespondent der Armeezeitung Roter Stern begegnete, veränderten sein Leben jedoch von Grund auf und er wurde zu einem der unbeugsamsten Chronisten seiner Zeit. Sein großes Stalingrad-Epos, dessen zweiter Band Leben und Schicksal 1961 beschlagnahmt wurde, erschien erst 16 Jahre nach seinem Tod in einem russischen Exilverlag in der Schweiz und wurde von dort aus in 20 Sprachen übersetzt. Dieser als Meisterwerk der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts geltende Roman erschien 2007 in einer vollständig überarbeiteten und ergänzten Neuausgabe und wurde von der Presse wie von den Lesern als Wiederentdeckung gefeiert. Inzwischen liegen unter dem Titel Tiergarten außerdem einige Erzählungen auf Deutsch vor.
Beiträge
Leben und Schicksal ist ein großer russischer Roman in der Tradition von Krieg und Frieden. Beides sind monumentale Werke mit einer Unmenge an Charakteren. Trotz Personenverzeichnis ist es oft schwierig, den Überblick über alle Charaktere zu behalten, insbesondere, da alle paar Kapitel die Erzählperspektive wechselt. Auf über 1000 Seiten wird das Schicksal Dutzender Personen in Russland und Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Es gibt Handlungsstränge, die in deutschen Gefangenenlagern spielen. Andere berichten über über Familien, die in den Wirren des Krieges und durch Stalins Gewaltherrschaft auseinandergerissen wurden. Politik, Geschichte, Philosophie, Literatur sind Themen, die häufig besprochen werden. Es ist offensichtlich, wieso dieses Werk bei der russischen Obrigkeit keinen Zuspruch fand. Die Kritik an den Zustanden in Russland ist an vielen Stellen allzu offensichtlich. Daran können auch viele Charaktere, die diesem System positiv gegenüberstehen nichts ändern.
Beschreibung
"Wassili Grossmans Jahrhundertepos Leben und Schicksal gilt mit gutem Recht als Krieg und Frieden der Stalin-Hitler-Ära."
Der Spiegel
"Wer die Wahrheit sucht im Lesen, Lebendigkeit, Liebe und Geschichte, der muss dieses Buch lesen."
FAS
Als Anfang Februar 1943 die 6. deutsche Armee in StalingÌad kapituliert, bedeutet dies nicht nur die Wende im Zweiten Weltkrieg, für die Sowjets ist Stalingrad auch ein Wendepunkt in ihrem Verhältnis zu Diktatur und Terror. Mit großer Anteilnahme beschwört Wassili Grossman Episoden aus dem Kampf an der Wolga, erzählt vom Häftlingsleben und -sterben in deutschen KZ, Gefangenenlagern und in den sowjetischen Gulags, wobei die frappierende Verwandtschaft von Nationalsozialismus und Sowjetregime offengelegt wird. Ob der Physiker Strum, die weitverzweigte Stalingrader Familie Schapownikow und der in einem deutschen Lager inhaftierte Michail Mostoskoi, oder die deutschen und sowjetischen Militärs, Wissenschaftler und Bürger - Wassili Grossman hat die vielen Einzelschicksale zu einem groß angelegten Erzählkosmos verwoben, der trotz der Schrecken des Totalitarismus von der einen Hoffnung nicht lässt: der einfachen menschliche Güte, die selbst dann ihre Wirkung zeigt, wenn die äußeren Ereignisse gleichgültig und brutal über sie hinweggehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Wassili Semionowitsch Grossman (1905-1964) war zunächst einer der anerkanntesten linientreuen Schriftsteller der Sowjetunion. Die Erfahrungen während des Krieges, die Katastrophe der europäischen Juden, die auch ihn unmittelbar traf, sowie die vielen Schicksale, denen er als Korrespondent der Armeezeitung Roter Stern begegnete, veränderten sein Leben jedoch von Grund auf und er wurde zu einem der unbeugsamsten Chronisten seiner Zeit. Sein großes Stalingrad-Epos, dessen zweiter Band Leben und Schicksal 1961 beschlagnahmt wurde, erschien erst 16 Jahre nach seinem Tod in einem russischen Exilverlag in der Schweiz und wurde von dort aus in 20 Sprachen übersetzt. Dieser als Meisterwerk der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts geltende Roman erschien 2007 in einer vollständig überarbeiteten und ergänzten Neuausgabe und wurde von der Presse wie von den Lesern als Wiederentdeckung gefeiert. Inzwischen liegen unter dem Titel Tiergarten außerdem einige Erzählungen auf Deutsch vor.
Beiträge
Leben und Schicksal ist ein großer russischer Roman in der Tradition von Krieg und Frieden. Beides sind monumentale Werke mit einer Unmenge an Charakteren. Trotz Personenverzeichnis ist es oft schwierig, den Überblick über alle Charaktere zu behalten, insbesondere, da alle paar Kapitel die Erzählperspektive wechselt. Auf über 1000 Seiten wird das Schicksal Dutzender Personen in Russland und Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Es gibt Handlungsstränge, die in deutschen Gefangenenlagern spielen. Andere berichten über über Familien, die in den Wirren des Krieges und durch Stalins Gewaltherrschaft auseinandergerissen wurden. Politik, Geschichte, Philosophie, Literatur sind Themen, die häufig besprochen werden. Es ist offensichtlich, wieso dieses Werk bei der russischen Obrigkeit keinen Zuspruch fand. Die Kritik an den Zustanden in Russland ist an vielen Stellen allzu offensichtlich. Daran können auch viele Charaktere, die diesem System positiv gegenüberstehen nichts ändern.




