Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)

Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)

Taschenbuch
4.117
FlüchtlingeSpiegel-KolumneWas Weiße Menschen Nicht Über Rassismus Hören WollenKulturelle Eigenheiten

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Beschreibung

Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Taschenbuch und mit neuen Kolumnen!

Samer Tannous kam 2015 mit seiner Familie aus Damaskus und lebt seitdem im beschaulichen Städtchen Rotenburg an der Wümme. Dass das Leben in Deutschland deutlich anders sein würde als in der syrischen Heimat, darauf war Tannous vorbereitet. Aber wie vielfältig die kleinen und die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Arabern und Deutschen sind, das erstaunt ihn immer wieder. Anknüpfend an alltägliche Beobachtungen und Begegnungen hat er kurz nach seiner Ankunft begonnen, gemeinsam mit Gerd Hachmöller seine Gedanken über die neue Heimat in Deutschland aufzuschreiben. Die Kolumne, die aus diesen Texten hervorging, hat deutschlandweit viele Fans – auch weil es Tannous und Hachmöller immer wieder gelingt, die mitunter seltsamen Eigenheiten der Deutschen ebenso treffend wie warmherzig einzufangen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
256
Preis
12.40 €

Autorenbeschreibung

Samer Tannous wurde in 1970 in Al-Bayda (Syrien) geboren. Fünf Jahre lang studierte er in Nancy (Frankreich) und Damaskus französische Literatur. Von 2007 bis 2015 arbeitete er als Dozent für französische Sprache und Literatur an den Universitäten Damaskus und Hama. Im Dezember 2015 kam er mit seiner Familie nach Deutschland und lebt seitdem mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im niedersächsischen Rotenburg (Wümme). Nachdem er im Eigenstudium die deutsche Sprache erlernt hat, arbeitet er seit Sommer 2016 als Französischlehrer an verschiedenen Schulen. Seine mit Gerd Hachmöller geschriebenen SPIEGEL-Kolumnen erschienen erstmals 2020 unter dem Titel »Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)« bei DVA. Der zweite Band, »Lebt ein Syrer in Rotenburg (Wümme)« folgte 2022.

Beiträge

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Liebe-und humorvoller, kolumnenartiger Einblick in verschiedene Lebensbereiche von Arabern und Deutschen aus der individuellen Sicht von Samer Tannous

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Obwohl man immer wieder Diskussionen und teilweise sogar Streitigkeiten auf kulturelle Unterschiede zurückführen kann, gelingt es Samer Tannous und Gerd Hachmöller mit einem liebe-und humorvollen Auge auf diese zu schauen. Jede Seite bekommt ein bisschen "ihr Fett weg". (Ich habe mich beim Lesen nie an den Pranger gestellt gefühlt und ich hoffe, dass es syrischen Lesern ebenfalls beim Lesen erging.) Ich habe mich in einigen typisch deutschen Beschreibungen sehr stark wiedererkannt und musste etwas darüber lachen (ich bin definitiv auch ein Mensch, der IMMER ein Buch dabei hat und eine ordentliche Buchsammlung Zuhause), ich lebe auch nur mit meinem Kalender, ich versuche zwar spontan zu bleiben, aber am Ende bleibt man (scheinbar typisch deutsch :D) Geisel seines Kalenders. Ich kenne es auch von mir, dass ich manchmal genervt bin, wenn die Bahn Verspätung hat oder mir die Nachbarschaft zu laut ist. :D Das Buch hat mir persönlich einige Denkanstöße mitgegeben: zu versuchen das Positive an der Situation zu erkennen und wertzuschätzen, statt im Ärger zu versauern (offensichtlich ein arabischer kultureller Wert, den ich gut üben und für ein entspannteres, zufriedeneres Leben übernehmen kann). Bei meiner Bahnverspätung heute konnte ich die Wartezeit mit Lesen überbrücken und es waren recht angenehme Temperaturen. (Ja, ich hätte eine Stunde länger schlafen können, aber ich habe trotzdem alles rechtzeitig geschafft...Es muss ja nicht immer alles nach Plan verlaufen, que sera sera 😃). Ich glaube genau so eine wohlwollende, aufgeschlossenene Kommunikation mit einem liebevollen Blick auf die kulturellen Macken und Eigenheiten (auf beiden Seiten) ist ein guter Weg! Es wäre so schön, wenn sich manche verhärtete Fronten durch so ein Gespräch lockern könnten. Ich werde das Buch definitiv weiterempfehlen. Samer Tannous ist Akademiker und Christ, da mich das Thema aus den verschiedenen Wahrnehmungen und Perspektiven sehr interessiert, habe ich mir das Buch von Faisal Hamdo "Fern von Aleppo-wie ich als Syrer in Deutschland lebe", um etwas über die muslimische Sicht (bzw. eine muslimische Sicht, es sind ja individuelle Erfahrungsberichte) zu erfahren.

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Samer Tannous kam 2015 mit seiner Familie aus Syrien nach Deutschland. Dank seine Bruders fasst er bald Fuß und er beginnt so schnell wie möglich deutsch zu lernen. Bald lernt er Gerd kennen und gemeinsam mit ihm beginnt er für die örtliche Zeitung Kolumnen über seinen Alltag und seine Beobachtungen zu schreiben. Dabei zieht er oft Vergleiche zwischen den Deutschen und den Arabern, die für beide Seiten nicht immer schmeichelhaft ausfallen. Er erklärt aber auch, wie es zu Missverständnissen zwischen den beiden Parteien kommt, etwa was die Ansprüche an den Staat und an die Familie betrifft. Ich fand das Buch sehr interessant und an manchen Ecken auch sehr lehrreich. Wenn man selbst niemanden aus Syrien kennt, weiss man alles über deren Art zu leben ja immer nur aus dem Fernsehen oder anderen Medien. Hier erklärt Samer vieles und manche Verhaltensweisen werden damit auch klarer. Mir haben die Kolumnen gut gefallen, auch weil sie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben sind. Oft merkt man einfach das Staunen über die auf Außenstehende manchmal seltsam wirkenden Angewohnheiten der Deutschen. Ich kann das Buch nur empfehlen, es bietet viele interessante Informationen über das Leben in Syrien und erklärt manche Verhaltensweisen der Flüchtlinge. Damit ebnet es den Weg zu einem besseren Verständnis und Miteinander.

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