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Körper von Gewicht

3,9(4)
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Über das Buch

In ihrem ersten, vieldiskutierten Buch Das Unbehagen der Geschlechter (es 1722), mit dem sie zum Star der feministischen Debatten anvancierte, hatte Judith Butler die These aufgestellt, daß die Geschlechtsidentität nichts natürlich Gegebenes sei, sondern sozial, kulturell und sprachlich unablässig konstituiert werde. In Körper von Gewicht geht sie noch einen Schritt weiter: Sie entlarvt die liebgewordene Unterscheidung zwischen biologischem und sozialem Geschlecht ihrerseits als kulturell konstruierte Ideologie. Damit geraten scheinbar feststehende Kategorien wie Natur, Kultur und Körper ebenso ins Wanken wie zuvor schon die klaren Zuordnungen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Butler fragt in ihrem »spannenden kämpferischen Werk« (Tages-Anzeiger) nach den subtilen Machtmechanismen, die hinter solchen Kategorien stehen.

Editionen (1)

ISBN9783518117378
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum28.08.97
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

2 Rezensionen

3,9

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  • gedanken_freude
    gedanken_freude

    68 Follower

    3,0

    Ich habe leider mindestens die Hälfte des Buchs nicht verstanden. Fand es sehr schwierig und anstrengend zu lesen. Das ist schade, wenn wichtig Themen so schwer verständlich beschrieben werden und eigentlich nur einer Fachwelt zugänglich sind.

    13. Aug. 2023

  • sand.reads
    sand.reads

    4 Follower

    4,5

    Theorie, die Spuren hinterlässt

    Körper von Gewicht von Judith Butler ist ein sehr spannendes und einflussreiches Werk, das tief in die Fragen von Körper, Geschlecht und gesellschaftlicher Normativität eintaucht. Für die Zeit, in der es geschrieben wurde, ist es unglaublich fortschrittlich. Butler bricht mit alten Vorstellungen darüber, was ein „geschlechtlicher Körper“ ist, wie Identität entsteht und wie stark soziale Machtstrukturen unseren Blick auf Körper prägen. Ich habe beim Lesen viele neue Dinge erfahren und kann nachvollziehen, warum dieses Buch so bedeutend für die Gender Studies wurde. Auch wenn der Text durchaus anspruchsvoll und teilweise schwer zu lesen ist, ging es insgesamt gut und es lohnt sich. Besonders spannend sind Butlers Gedanken darüber, wie Körper durch Sprache, Diskurse und gesellschaftliche Erwartungen „gemacht“ werden und warum bestimmte Körper als legitim gelten, andere jedoch unsichtbar oder abgewertet werden. Trotz der Komplexität mag ich das Buch sehr, weil es Denkweisen öffnet, festgefahrene Kategorien hinterfragt und hilft, gesellschaftliche Strukturen besser zu verstehen. Ein herausforderndes, aber sehr bereicherndes Werk für alle, die sich tiefer mit Gender, Körperpolitik und theoretischen Grundlagen beschäftigen möchten.

    16. Nov. 2025

Autorin / Autor

Über Judith Butler

Judith Butler, geboren 1956, ist Maxine Elliot Professor für Komparatistik, Gender Studies und kritische Theorie an der University of California, Berkeley. 2012 erhielt Butler den Adorno- Preis der Stadt Frankfurt am Main.

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