Keine Messer in den Küchen dieser Stadt
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Khaled Khalifa erzählt in einer poetischen Sprache mit überraschenden Bildern eine ergreifende Familiengeschichte aus Aleppo. Ein berührendes Buch über eine verlorene Stadt und Kultur. Ein Lehrstück darüber, wie Populismus und Fanatismus eine einst offene Gesellschaft vollkommen zerstörten.
In Syrien, von den achtziger Jahren bis heute: Als der Vater einer fünfköpfigen Familie mit einer jüngeren Frau nach Amerika verschwindet, zieht die Mutter mit den drei Kindern vom Land nach Aleppo, wo sie groß geworden ist. Die einst blühende liberale Stadt hat sich durch das Assad-Regime verändert. Die Nachbarn singen jetzt seine Lieder, die Kolleginnen an der Schule, an der die Mutter als Lehrerin arbeitet, treten der Partei bei. Über Außenseiter werden Berichte verfasst. Misstrauen und Angst machen sich breit. Zu Hause versucht die Mutter, die Erinnerung an das alte Aleppo mit seiner Musik, Literatur, dem bunten Basar wachzuhalten. Doch die Wirklichkeit dringt immer tiefer in die häusliche Welt ein …
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Khaled Khalifa wurde 1964 in Aleppo, Syrien geboren. Er studierte Jura an der Universität Aleppo und war Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Alif". Mitglied des zu Beginn der achtziger Jahre gegründeten "Literarischen Forums" an der Universität Aleppo. Er war Autor von zahlreichen Romanen und Drehbüchern für Kinofilme, war für den International Prize for Arabic Fiction und den National Book Award nominiert und wurde mit der Naguib Mahfouz Medal for Literature ausgezeichnet. Am 30. September 2023 ist Khaled Khalifa gestorben.
Beiträge
Aus der Perspektive des jüngsten Sohnes einer syrischen Familie wird ein Generationenroman erzählt, der an unterschiedlichen Orten, aber hauptsächlich in Aleppo, Syrien, spielt. Nachdem der Vater der Familie für eine andere Frau und ein besseres Leben nach Amerika abgehauen ist, zieht die Mutter voller Groll und Schwierigkeiten, die ihr in den Weg gelegt werden, mit ihren Kindern vom Land nach Aleppo. Der Roman bespielt mehrere Ebenen: zum einen erfährt man viel über Aleppo vor und während des Assad-Regimes, dabei übt der Autor sehr deutliche Systemkritik - was mich sehr beeindruckt hat, insbesondere, da er bis zu seinem Tod 2023 selbst in Syrien gelebt hat und trotz eines Verbots seiner Bücher nie aufgehört hat zu schreiben. Viel Raum nehmen die Konflikte zwischen den Geschwistern und Eltern ein - sowohl in der Generation des Erzählers, als auch in der Generation seiner Mutter, und teilweise noch in der darüber. Es wird viel zwischen Jahren, Personen und Orten gesprungen, mit fließenden Übergängen, sodass ich leider mehrfach die Orientierung verloren habe. Es ist ein Generationenroman, in denen die zwei Haupt-Generationen sehr ähnlich aufgebaut sind und viel Verwechslungspotential herrscht. Meinem Eindruck nach erfordert der Roman viel Konzentration, um nicht den Faden zu verlieren. Während ich die Konflikte und auch die individuellen Entwicklungen sowie den individuellen Umgang mit der politischen Situation sehr spannend fand, fehlte mir bei manchen Personen die Tiefe. Es waren insgesamt so viele Figuren , dass viele nur angerissen werden, bevor schon zur nächsten gesprungen wurde. Auch der Erzähler selbst blieb nahezu komplett unsichtbar und ungreifbar. Darüber hinaus hat mich der male gaze sehr gestört, der sehr deutlich wurde, wenn weibliche Körper oder weibliche Sexualität beschrieben wurde. Grundsätzlich ist das meiner Meinung nach ein interessanter Roman mit spannenden Figuren, der aufgrund der Begebenheiten eine sehr triste Stimmung beinhaltet. Die meisten, wenn nicht alle Figuren, haben strukturell oder individuell Grausamkeiten erlebt und lassen ihre eigene Grausamkeit wiederum an anderen aus. Es ist auffallend, wie schlecht sich die meisten gegenseitig behandeln, vor allem die Ablehnung der Mutter gegenüber ihrer behinderten Tochter macht sehr betroffen. Doch in dieser Tristesse gibt es immer wieder Figuren, die mit Güte oder Widerstandskraft aufleuchten, manchmal auch nur temporär. Übersetzt von Hartmut Fähndrich. CN: T0d, F0lter, Able1smus, Homof3indlichkeit, Transf3indlichkeit, Verg3waltigung, Kindesmis$brauch, M1sogynie, häusliche G3walt, Fem1zid
Beschreibung
Khaled Khalifa erzählt in einer poetischen Sprache mit überraschenden Bildern eine ergreifende Familiengeschichte aus Aleppo. Ein berührendes Buch über eine verlorene Stadt und Kultur. Ein Lehrstück darüber, wie Populismus und Fanatismus eine einst offene Gesellschaft vollkommen zerstörten.
In Syrien, von den achtziger Jahren bis heute: Als der Vater einer fünfköpfigen Familie mit einer jüngeren Frau nach Amerika verschwindet, zieht die Mutter mit den drei Kindern vom Land nach Aleppo, wo sie groß geworden ist. Die einst blühende liberale Stadt hat sich durch das Assad-Regime verändert. Die Nachbarn singen jetzt seine Lieder, die Kolleginnen an der Schule, an der die Mutter als Lehrerin arbeitet, treten der Partei bei. Über Außenseiter werden Berichte verfasst. Misstrauen und Angst machen sich breit. Zu Hause versucht die Mutter, die Erinnerung an das alte Aleppo mit seiner Musik, Literatur, dem bunten Basar wachzuhalten. Doch die Wirklichkeit dringt immer tiefer in die häusliche Welt ein …
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Khaled Khalifa wurde 1964 in Aleppo, Syrien geboren. Er studierte Jura an der Universität Aleppo und war Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Alif". Mitglied des zu Beginn der achtziger Jahre gegründeten "Literarischen Forums" an der Universität Aleppo. Er war Autor von zahlreichen Romanen und Drehbüchern für Kinofilme, war für den International Prize for Arabic Fiction und den National Book Award nominiert und wurde mit der Naguib Mahfouz Medal for Literature ausgezeichnet. Am 30. September 2023 ist Khaled Khalifa gestorben.
Beiträge
Aus der Perspektive des jüngsten Sohnes einer syrischen Familie wird ein Generationenroman erzählt, der an unterschiedlichen Orten, aber hauptsächlich in Aleppo, Syrien, spielt. Nachdem der Vater der Familie für eine andere Frau und ein besseres Leben nach Amerika abgehauen ist, zieht die Mutter voller Groll und Schwierigkeiten, die ihr in den Weg gelegt werden, mit ihren Kindern vom Land nach Aleppo. Der Roman bespielt mehrere Ebenen: zum einen erfährt man viel über Aleppo vor und während des Assad-Regimes, dabei übt der Autor sehr deutliche Systemkritik - was mich sehr beeindruckt hat, insbesondere, da er bis zu seinem Tod 2023 selbst in Syrien gelebt hat und trotz eines Verbots seiner Bücher nie aufgehört hat zu schreiben. Viel Raum nehmen die Konflikte zwischen den Geschwistern und Eltern ein - sowohl in der Generation des Erzählers, als auch in der Generation seiner Mutter, und teilweise noch in der darüber. Es wird viel zwischen Jahren, Personen und Orten gesprungen, mit fließenden Übergängen, sodass ich leider mehrfach die Orientierung verloren habe. Es ist ein Generationenroman, in denen die zwei Haupt-Generationen sehr ähnlich aufgebaut sind und viel Verwechslungspotential herrscht. Meinem Eindruck nach erfordert der Roman viel Konzentration, um nicht den Faden zu verlieren. Während ich die Konflikte und auch die individuellen Entwicklungen sowie den individuellen Umgang mit der politischen Situation sehr spannend fand, fehlte mir bei manchen Personen die Tiefe. Es waren insgesamt so viele Figuren , dass viele nur angerissen werden, bevor schon zur nächsten gesprungen wurde. Auch der Erzähler selbst blieb nahezu komplett unsichtbar und ungreifbar. Darüber hinaus hat mich der male gaze sehr gestört, der sehr deutlich wurde, wenn weibliche Körper oder weibliche Sexualität beschrieben wurde. Grundsätzlich ist das meiner Meinung nach ein interessanter Roman mit spannenden Figuren, der aufgrund der Begebenheiten eine sehr triste Stimmung beinhaltet. Die meisten, wenn nicht alle Figuren, haben strukturell oder individuell Grausamkeiten erlebt und lassen ihre eigene Grausamkeit wiederum an anderen aus. Es ist auffallend, wie schlecht sich die meisten gegenseitig behandeln, vor allem die Ablehnung der Mutter gegenüber ihrer behinderten Tochter macht sehr betroffen. Doch in dieser Tristesse gibt es immer wieder Figuren, die mit Güte oder Widerstandskraft aufleuchten, manchmal auch nur temporär. Übersetzt von Hartmut Fähndrich. CN: T0d, F0lter, Able1smus, Homof3indlichkeit, Transf3indlichkeit, Verg3waltigung, Kindesmis$brauch, M1sogynie, häusliche G3walt, Fem1zid




