Kalubs End

Kalubs End

Taschenbuch
4.47

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Beschreibung

Verfolgungsjagden im All, aufregende Coups und knallharte Verhandlungen – für Ex-Schmuggler Leyo gehört dieses Leben der Vergangenheit an. Seiner Familie zuliebe verdingt er sich auf dem heruntergekommenen Planeten Ranun als Barmann und träumt von der guten alten Zeit. Doch dann geht ein allerletzter Coup sagenhaft schief und auf einmal stecken Leyo und seine Familie mitten in einem Machtkampf um Politik und Ressourcen, bei dem nicht weniger auf dem Spiel steht als die Rettung ihres Planeten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Sci-Fi
Sub-Genre
Weltraumoper
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
473
Preis
16.40 €

Autorenbeschreibung

Elea Brandt, geboren 1989 im nebligen Passau, ist Fantasyautorin und Vollzeitgeek. Als promovierte Psychologin bewundert sie seit jeher die Komplexität der menschlichen Psyche und liebt es, vielfältigen Charakteren Leben einzuhauchen. Inspiriert von vielen Jahren Tisch- und Live-Rollenspiel veröffentlicht sie seit 2017 phantastische Romane und Kurzgeschichten. Sie engagiert sich aktiv für mehr Diversität und Inklusion in der Phantastik, schreibt Essays und Artikel zu psychologischen bzw. literarischen Themen und ist seit 2019 Co-Host im Nerdkultur-Podcast „Der nerdige Trashtalk“. Sie lebt mit ihrem Mann, „dem Juristen“, in Nürnberg.

Beiträge

4
Alle
5

Eigentlich wollte Leyo seinem Schmugglerdasein absagen und in Kalubs End ein ruhiges Leben mit seiner Familie führen. Doch ein Auftrag, dem er nicht widerstehen kann führt ihn in ein Abenteuer, bei dem einige schmutzige Geschäfte aufgedeckt werden. Elea Brandt führt in „Kalubs End“, dem ersten Band der Outlaws in Space-Reihe zwei Genres zusammen, die man so eigentlich nicht zusammenführen würde, die aber erstaunlich gut zusammen passen: Science Fiction und Western. Raumschiffe gibt es hier also genauso wie Wüste und Saloons. Und ja, auch Schießereien gibt es, die halten sich aber Gott sei Dank in Grenzen. Denn es wird, wie ich es von der Autorin gewohnt bin, auch hier eine spannende, thrillerartige Geschichte erzählt, bei der man aufgrund der lebhaften Darstellung regelrecht hineingesogen wird. Jeder Charakter bekommt den Raum, den er braucht, um sich zu entfalten und niemand ist nur gut oder nur böse, sondern in seinen Zügen extrem vielschichtig und mehrdimensional. Zudem schätze ich es, wie selbstverständlich hier auch alternative, queere Lebensmodelle eingeflochten werden. So lebt Leyo in einer polyamourösen Beziehung mit seiner Frau und seinem nonbinären Partner. Zusätzlich zur Handlung, die aufgrund ihres Bezuges zu aktuellen politischen Themen auch erschreckend reell erscheint, hat der Roman so auch eine gesellschaftlich relevante Metaebene, über die man auch gut nachdenken kann. Ich bin mal wieder voll des Lobes über Elea Brandt und diesen Roman. Jeder, der Affinitäten zu gut erzählten Geschichten hat, die offen sind für gesellschaftlich relevante Themen, sollte sich nicht nur „Kalubs End“, sondern ganz allgemein Bücher dieser Autorin ansehen. Mal wieder Daumen hoch, ich freue mich auf Band 2!

3

Es hat Spaß gemacht, auch wenn es mir zu oberflächlich geblieben ist. Es war einfach zu 'feel good', um Probleme tiefgehender zu schildern oder sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Durch ein für mich unzureichendes Worldbuilding wurde dieses Gefühl noch verstärkt. Es wird viel als 'ist halt so' verkauft, was sehr unbefriedigend ist. Gefallen hat mir dagegen die Queerness der Figuren und ihre teilweise polyamourösen Beziehungen zueinander. Obwohl diese auch zuuu wholesome dargestellt wurden und durch die fehlenden Konflikte sehr unrealistisch wirkten. Dadurch, dass es oft ziemlich actionreich zugeht, konnte ich die Geschichte trotzdem zügig lesen. Ich kann mir vorstellen, dass Fans von Becky Chambers Wayfarer-Reihe diese Geschichte lieben könnten.

5

"Kalubs End" ist eine starke, abenteuerliche und politische Space Opera mit Feel-good-Lesegenuss, die doch immer wieder dafür sorgt, dass man die Krise kriegt bei den Cliffhangern nach einzelnen Kapiteln. Vor allem Leyo, Ex-Schmuggler mit ADHS, hat ein Talent dafür, falsche Entscheidungen zu treffen und sich ausknocken zu lassen. Seine Kapitel sind am Anfang denn auch ziemlich sprunghaft, man fühlt praktisch, wie schwer es ihm fällt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Obwohl ich ihn für seine Entscheidungen fast jedes Mal schütteln wollte, ist er einem richtig ans Herz gewachsen im Laufe des Buches. Zu Leyos POV-Kapiteln kommt noch seine Partnerperson Amjan (Pronomen ser/sem), Sherif in Kalubs End und eher ruhig und bedächtig, das dringend benötigte Gegengewicht zu Leyo und der Dritten in der Ehe, der abenteuerlustigen und derzeit schwangeren Liska. Eine weitere Storyline führt Erim Sariz, die Umweltministerin ein, die sich politisch für erneuerbare Energie einsetzt und damit eine wesentlich aktuellere Komponente in das Geschehen bringt, als ich anfangs erwartet hatte... gerade am Anfang wollte ich schreien bei ihren Kapiteln, weil sie quasi nur mit Kotzbrocken zu tun hat. Das war noch nicht so feel-good, wie ich mir nach "Sand & Wind" von der Autorin erhofft hatte ;) - aber es bessert sich bzw. ich war irgendwann so in der Handlung, dass ich unbedingt ein Happy End für alle Beteiligten sehen wollte. Einziger kleiner Kritikpunkt: Neopronomen sind noch ungewohnt, mag sein. Vielleicht sind sie deshalb manchmal wild über die Seiten gehuscht und Leyo (eigentlich er/ihm) wurde plötzlich mit "ser" betitelt, sobald Amjan den Raum betritt. Eine sehr gelungene und mitreißende Space Opera mit Cowboy-Feeling, für alle Fans von "Firefly" und viele mehr! Große Leseempfehlung und ich bin sehr happy, dass es irgendwann mit Band 2 weitergehen wird.

4

Spaß und Abenteuer mit Family-Tiefgang

"Kalubs End" ist der mittlerweile fünfte Roman, den ich von Elea Brandt gelesen habe, daher wusste ich, worauf ich mich freuen kann: spaßige Abenteuer mit einem für mich perfekten Mix aus Ernst und Humor, mitunter etwas kaputte Figuren, ein Schreibstil auf den Punkt, den ich absolut lieben gelernt habe. In keinem dieser Punkte hat "Kalubs End" enttäuscht, doch Elea Brandts erster Sci-Fi-Roman hat noch mehr zu bieten: angenehm tiefgründige Familienbeziehungen, welche die Handlungen der Charaktere beständig und glaubhaft vorantreiben, ein angenehm diverser Cast und eine eher kleine, lokal begrenztere Handlung. Man merkt beim Lesen richtig, wie viel Spaß die Autorin beim Schreiben und dem Verlassen bekannterer Fantasy-Pfade war. Dass es der Beginn einer Trilogie ist, macht es da nur perfekt. Wer unterhaltsame Sci-Fi-Abenteuer mit Tiefgang und Humor mag, ohne dass es das große Weltraumschlachten-Drama sein muss, ist hier genau richtig.

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