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Mehr Krimi als Thriller
"Kaltes Versprechen" trägt zwar die Bezeichnung Thriller, ich würde dennoch sagen, dass es eher unter die Kategorie Krimi fällt. Es gibt einen zentralen Mordfall, der im Vordergrund der Ermittlungen der Protagonisten Krolle und Rebecca liegt. Sie versuchen gemeinsam das Lügen-Konstrukt aufzudecken, dass sich um diesen Mordfall webt und herauszufinden, wer die Schuldigen sind. Dieses Buch lebt von den Dialogen und den Ermittlungen, es gibt wenig Handlung drumherum. Neben diesem vordergründigen Mordfall werden aber auch ältere Fälle ausgegraben, die wieder an Relevanz gewinnen und daran beteiligte Personen näher beleuchtet. Daraus ergibt sich relativ schnell ein sehr kompliziertes Konstrukt mit so vielen Namen, die sich kein Mensch merken kann. Ich würde hier zukünftigen Leser:innen dringend empfehlen, sich nebenbei Notizen zu den Figuren, deren Beziehungen und den älteren Mordfällen zu machen. Sonst geht es ihnen vielleicht wie mir - ich habe irgendwann komplett den Überblick verloren. Man springt gemeinsam mit den Figuren ständig gedanklich hin und her - Gegenwart und Zukunft, alte Fälle und aktueller Fall, Ort A und wieder Ort B. Das war mir einfach alles zu viel. Ich rätsle eigentlich gerne mit und versuche so herauszufinden, wer der Täter bzw. die Täter sind und versuche den Tathergang zu konstruieren aber das hätte ich hier niemals geschafft anhand der Fülle an Informationen, die auf einen einprasseln. Es gibt recht viele Perspektivwechsel, meist bewegen sie sich zwischen Krolle und rebecca hin und her, manchmal aber auch zu anderen Figuren, das hat zwar weitere Unruhe reingebracht, hat aber stellenweise auch interessante neue Hintergründe zu den Figuren zu Tage gefördert. Am besten hat mir ingesamt die Figur Krolle gefallen, er war wirklich interessant und tiefgründig dargestellt. Er vereint Witz und Ernsthaftigkeit auf eine sehr clevere Weise und seine Dialoge habe ich sehr gefeiert. Generell muss ich aber sagen, dass ich Respekt vor der Autorin habe, dass sie so ein komplexes Gefüge dennoch am Ende zu einem stimmigen Ganzen zusammengepuzzelt hat. Aber der Weg dahin war mir als Leserin einfach zu beschwerlich und ich war am Ende einfach froh, dass ich es hinter mir habe, weil mir dermaßen der Kopf geraucht hat.

2 Stunden vor
Mehr Krimi als Thriller
"Kaltes Versprechen" trägt zwar die Bezeichnung Thriller, ich würde dennoch sagen, dass es eher unter die Kategorie Krimi fällt. Es gibt einen zentralen Mordfall, der im Vordergrund der Ermittlungen der Protagonisten Krolle und Rebecca liegt. Sie versuchen gemeinsam das Lügen-Konstrukt aufzudecken, dass sich um diesen Mordfall webt und herauszufinden, wer die Schuldigen sind. Dieses Buch lebt von den Dialogen und den Ermittlungen, es gibt wenig Handlung drumherum. Neben diesem vordergründigen Mordfall werden aber auch ältere Fälle ausgegraben, die wieder an Relevanz gewinnen und daran beteiligte Personen näher beleuchtet. Daraus ergibt sich relativ schnell ein sehr kompliziertes Konstrukt mit so vielen Namen, die sich kein Mensch merken kann. Ich würde hier zukünftigen Leser:innen dringend empfehlen, sich nebenbei Notizen zu den Figuren, deren Beziehungen und den älteren Mordfällen zu machen. Sonst geht es ihnen vielleicht wie mir - ich habe irgendwann komplett den Überblick verloren. Man springt gemeinsam mit den Figuren ständig gedanklich hin und her - Gegenwart und Zukunft, alte Fälle und aktueller Fall, Ort A und wieder Ort B. Das war mir einfach alles zu viel. Ich rätsle eigentlich gerne mit und versuche so herauszufinden, wer der Täter bzw. die Täter sind und versuche den Tathergang zu konstruieren aber das hätte ich hier niemals geschafft anhand der Fülle an Informationen, die auf einen einprasseln. Es gibt recht viele Perspektivwechsel, meist bewegen sie sich zwischen Krolle und rebecca hin und her, manchmal aber auch zu anderen Figuren, das hat zwar weitere Unruhe reingebracht, hat aber stellenweise auch interessante neue Hintergründe zu den Figuren zu Tage gefördert. Am besten hat mir ingesamt die Figur Krolle gefallen, er war wirklich interessant und tiefgründig dargestellt. Er vereint Witz und Ernsthaftigkeit auf eine sehr clevere Weise und seine Dialoge habe ich sehr gefeiert. Generell muss ich aber sagen, dass ich Respekt vor der Autorin habe, dass sie so ein komplexes Gefüge dennoch am Ende zu einem stimmigen Ganzen zusammengepuzzelt hat. Aber der Weg dahin war mir als Leserin einfach zu beschwerlich und ich war am Ende einfach froh, dass ich es hinter mir habe, weil mir dermaßen der Kopf geraucht hat.
2 Stunden vor





