»Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in
deiner Nachbarschaft - aber eines, in dem auch Menschen sind! - und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt.
Du hast nur heute Nacht Zeit!
Und vergiss nicht: Ich sehe alles.
DAS AUGE.«
Spannender erster Teil um eine grenzüberschreitend im skandinavische Raum arbeitende Sonderermittlungseinheit.
Im ersten Fall werden Tom Skaden und eine Chefin nach Dänemark geschickt, um zu untersuchen, ob eine junge Frau freiwillig aus dem Leben geschieden ist oder ermordet wurde. Daraus entsteht ein ziemlich großer, sehr spannender Fall.
Man lernt die Protagonisten gut kennen, Landschaften und Situationen werden anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Man rätselt mit und wird doch ständig überrascht und hat mit diesem Ende nicht gerechnet.
Das Hörbuch ist super gesprochen, so dass ich kaum unterbrechen wollte. Allerdings ist die Geschichte ziemlich brutal, aber der Grundgedanke, der als Motivation für die Verbrechen diente, hat mir viel zu denken gegeben.
10. Aug. 2025
4,0
Spannender erster Teil um eine grenzüberschreitend im skandinavische Raum arbeitende Sonderermittlungseinheit.
Im ersten Fall werden Tom Skaden und eine Chefin nach Dänemark geschickt, um zu untersuchen, ob eine junge Frau freiwillig aus dem Leben geschieden ist oder ermordet wurde. Daraus entsteht ein ziemlich großer, sehr spannender Fall.
Man lernt die Protagonisten gut kennen, Landschaften und Situationen werden anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Man rätselt mit und wird doch ständig überrascht und hat mit diesem Ende nicht gerechnet.
Das Hörbuch ist super gesprochen, so dass ich kaum unterbrechen wollte. Allerdings ist die Geschichte ziemlich brutal, aber der Grundgedanke, der als Motivation für die Verbrechen diente, hat mir viel zu denken gegeben.
Ein fesselnder, atmosphärisch dichter Krimi mit nordischem Flair. Perfekt für Leserinnen und Leser, die Spannung, starke Charaktere und das raue Küstenmilieu mögen.
In „Kalter Strand“ wird an einem dänischen Strand die Leiche einer jungen Frau gefunden – nackt, mit Spuren eines Rituals. Die Ermittlerin Kirsten Vinther, die nach Jahren in Kopenhagen in ihre Heimat zurückkehrt, wird mit dem Fall betraut. Zusammen mit ihrem Kollegen Jesper versucht sie, die grausame Tat aufzuklären. Dabei stößt sie auf dunkle Geheimnisse in der kleinen Küstengemeinde und muss sich gleichzeitig ihren eigenen inneren Dämonen stellen.
Anne Nordby gelingt es, eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre zu schaffen, die typisch für skandinavische Krimis ist. Besonders überzeugend sind die lebendige Beschreibung der winterlichen Küste und die psychologisch glaubwürdigen Figuren. Die Geschichte entwickelt sich langsam, aber stetig, mit einigen unerwarteten Wendungen.
19. Okt. 2025
4,0
Ein fesselnder, atmosphärisch dichter Krimi mit nordischem Flair. Perfekt für Leserinnen und Leser, die Spannung, starke Charaktere und das raue Küstenmilieu mögen.
In „Kalter Strand“ wird an einem dänischen Strand die Leiche einer jungen Frau gefunden – nackt, mit Spuren eines Rituals. Die Ermittlerin Kirsten Vinther, die nach Jahren in Kopenhagen in ihre Heimat zurückkehrt, wird mit dem Fall betraut. Zusammen mit ihrem Kollegen Jesper versucht sie, die grausame Tat aufzuklären. Dabei stößt sie auf dunkle Geheimnisse in der kleinen Küstengemeinde und muss sich gleichzeitig ihren eigenen inneren Dämonen stellen.
Anne Nordby gelingt es, eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre zu schaffen, die typisch für skandinavische Krimis ist. Besonders überzeugend sind die lebendige Beschreibung der winterlichen Küste und die psychologisch glaubwürdigen Figuren. Die Geschichte entwickelt sich langsam, aber stetig, mit einigen unerwarteten Wendungen.
Anne Nørdby ist das Pseudonym der deutschen Autorin Anette Strohmeyer, die in Kopenhagen wohnhaft ist. Der Thriller „Kalter Strand“ ist der Auftakt einer Reihe über das Skanpol-Team, einer grenzübergreifenden Einheit für Verbrechen in Skandinavien.
Dieses besteht aus Tom Skagen und seiner Chefin Jette Jensen. Sie werden nach Dänemark gerufen, da an der dänischen Atlantikküste eine Frauenleiche gefunden wurde. Im Städtchen Ringkøbind unterstützen sie die dortigen Polizeibeamten bei der Aufklärung des Falls.
Parallel zu den Ermittlungen begleitet man eine deutsche Familie in den Urlaub in einem dänischen Ferienhaus und wird immer mehr in eine Geschichte hineingezogen, in der ein Stalker unfassbare Dinge von Urlauberfamilien verlangt.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sachlich, klar und gut beschreibend. Man merkt die Ortskenntnisse der Autorin und erfährt einiges über die Region. Sie erzeugt gute Bilder, verzettelt sich in ihrer mehrschichtigen Handlung nie, sondern behält den roten Faden. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der sehr gut recherchiert sowie sachlich-planend denkt und schreibt.
Die Charaktere haben in mir zwiespältige Gefühle ausgelöst. Den sympathischen, aber etwas sturen Protagonisten Tom mochte ich sehr gern. Auch sein Trauma wurde sehr gut beschrieben, es ist klar nachvollziehbar, was in ihm vorging, als er am Meer stand. Es wurde nicht zu „überfallsartig“, sondern in leichten Happen zuerst nur angedeutet, was mit ihm los war, sodass man neugierig auf seine Geschichte wurde, was ich sehr geschickt fand. Es war auch nie „zuviel“ oder zu übertrieben, sondern exakt so, wie es Menschen mit einer PTBS erleben können.
Seine Chefin Jette zeigt sich als moderne, arbeitende Frau, während ihr Mann zuhause auf die Kinder aufpasst. Auch die diesbezüglichen zwischenmenschlichen Problematiken wurden sehr realitätsgetreu beschrieben. Mir gefällt es sehr, dass hier eben nicht das typische Klischee und Rollenbild zur Anwendung kam. Auch, dass sie eine Affäre hat, trägt durchaus dazu bei, dass man darüber nachdenkt, warum sich der Spieß nicht mal umdrehen kann, und sich eine Frau nimmt, was sie möchte. Gerade deshalb kommt hier die einzige Anregung, die ich zu machen habe: Wie gesagt, die Umkehrung des Rollenklischees ist klasse. Hier ist die Chance groß, dass man etwas zur Auflösung alter Strukturen beitragen kann. Warum wurde Jette dann ausgerechnet als "hormongesteuertes" Weibchen beschrieben, das Beruf und Privates nicht zu trennen schien? Etwas in der Hinsicht sachlicher denkend, etwas tougher hätte mir das Bild von Jette noch besser gefallen, denn die Figur hat großes Potential. Das ist aber auch der einzige, kleine Punkt, den ich schade fand, denn das Buch ist ansonsten wirklich gut.
Der Plot ist vielschichtig, gut durchdacht, toll recherchiert und auch glaubhaft. Es enthält viele psychologische Aspekte, über die ich gut nachdenken kann, was ich sehr mag.
Die Geschichte hat durchaus Potential, eine längere Reihe zu werden und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Fazit: Ein toller Auftakt mit guten Charakteren. Eine Geschichte, die zu keiner Zeit langweilig war. Es hat mir gut gefallen.
Ich danke dem #Gmeiner-Verlag und #NetGalley für das Rezensionsexemplar.
28. Jan. 2025
5,0
Anne Nørdby ist das Pseudonym der deutschen Autorin Anette Strohmeyer, die in Kopenhagen wohnhaft ist. Der Thriller „Kalter Strand“ ist der Auftakt einer Reihe über das Skanpol-Team, einer grenzübergreifenden Einheit für Verbrechen in Skandinavien.
Dieses besteht aus Tom Skagen und seiner Chefin Jette Jensen. Sie werden nach Dänemark gerufen, da an der dänischen Atlantikküste eine Frauenleiche gefunden wurde. Im Städtchen Ringkøbind unterstützen sie die dortigen Polizeibeamten bei der Aufklärung des Falls.
Parallel zu den Ermittlungen begleitet man eine deutsche Familie in den Urlaub in einem dänischen Ferienhaus und wird immer mehr in eine Geschichte hineingezogen, in der ein Stalker unfassbare Dinge von Urlauberfamilien verlangt.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sachlich, klar und gut beschreibend. Man merkt die Ortskenntnisse der Autorin und erfährt einiges über die Region. Sie erzeugt gute Bilder, verzettelt sich in ihrer mehrschichtigen Handlung nie, sondern behält den roten Faden. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der sehr gut recherchiert sowie sachlich-planend denkt und schreibt.
Die Charaktere haben in mir zwiespältige Gefühle ausgelöst. Den sympathischen, aber etwas sturen Protagonisten Tom mochte ich sehr gern. Auch sein Trauma wurde sehr gut beschrieben, es ist klar nachvollziehbar, was in ihm vorging, als er am Meer stand. Es wurde nicht zu „überfallsartig“, sondern in leichten Happen zuerst nur angedeutet, was mit ihm los war, sodass man neugierig auf seine Geschichte wurde, was ich sehr geschickt fand. Es war auch nie „zuviel“ oder zu übertrieben, sondern exakt so, wie es Menschen mit einer PTBS erleben können.
Seine Chefin Jette zeigt sich als moderne, arbeitende Frau, während ihr Mann zuhause auf die Kinder aufpasst. Auch die diesbezüglichen zwischenmenschlichen Problematiken wurden sehr realitätsgetreu beschrieben. Mir gefällt es sehr, dass hier eben nicht das typische Klischee und Rollenbild zur Anwendung kam. Auch, dass sie eine Affäre hat, trägt durchaus dazu bei, dass man darüber nachdenkt, warum sich der Spieß nicht mal umdrehen kann, und sich eine Frau nimmt, was sie möchte. Gerade deshalb kommt hier die einzige Anregung, die ich zu machen habe: Wie gesagt, die Umkehrung des Rollenklischees ist klasse. Hier ist die Chance groß, dass man etwas zur Auflösung alter Strukturen beitragen kann. Warum wurde Jette dann ausgerechnet als "hormongesteuertes" Weibchen beschrieben, das Beruf und Privates nicht zu trennen schien? Etwas in der Hinsicht sachlicher denkend, etwas tougher hätte mir das Bild von Jette noch besser gefallen, denn die Figur hat großes Potential. Das ist aber auch der einzige, kleine Punkt, den ich schade fand, denn das Buch ist ansonsten wirklich gut.
Der Plot ist vielschichtig, gut durchdacht, toll recherchiert und auch glaubhaft. Es enthält viele psychologische Aspekte, über die ich gut nachdenken kann, was ich sehr mag.
Die Geschichte hat durchaus Potential, eine längere Reihe zu werden und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Fazit: Ein toller Auftakt mit guten Charakteren. Eine Geschichte, die zu keiner Zeit langweilig war. Es hat mir gut gefallen.
Ich danke dem #Gmeiner-Verlag und #NetGalley für das Rezensionsexemplar.
28. Jan. 2025
3 von 14 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Anne Nordby
Hinter dem Pseudonym Anne Nordby verbirgt sich Anette Strohmeyer. Die 1975 in Göttingen geborene Autorin lebt und arbeitet in Kopenhagen. Sie schreibt Krimis, Thriller und Hörspiele. Viele Jahre verbrachte sie in Skandinavien, Neuseeland und den USA. Ihre Erfahrungen verarbeitet sie in den internationalen Settings ihrer Romane. Auch nahm die Autorin an verschiedenen Writers‘ Rooms teil, in denen sie gemeinsam mit anderen Autoren Serienstoffe und -konzepte entwickelte.