Kain

Kain

Taschenbuch
3.911
AltesKritikKirchen Und KlösterGott

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Beschreibung

Der bekennende Atheist José Saramago schreibt in seinem letzten Roman kurzerhand die Bibel um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. So trifft Kain, der in der Zeit vor und zurück katapultiert wird, auf die verführerische Lilith, rettet Isaak vor der Opferung durch seinen Vater Abraham, verfolgt fassungslos die Zerstörung von Sodom und Gomorrha und findet sich zum Schluss auf der Arche Noah wieder. Immer wieder stößt er dabei auf die Erkenntnis, dass göttliches Handeln mit rationalem Denken schwerlich nachzuvollziehen ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
176
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

José Saramago, geboren am 16. November 1922 in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, entstammt einer Landarbeiterfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete er als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist bei verschiedenen Lissabonner Tageszeitungen. Seit 1966 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. José Saramago verstarb am 18. Juni 2010 auf Lanzarote.

Beiträge

2
Alle
4.5

"Ja Eifersucht ist sein großer Fehler, anstatt auf seine Kinder stolz zu sein, entscheidet er sich lieber für den Neid, es ist klar, dass der Herr es nicht erträgt, wenn jemand glücklich ist."

José Saramago schreibt mit viel Fantasie, feiner Ironie und einer Prise Boshaftigkeit die Bibel um. Dabei wird der Brudermörder Kain auf eine ganz eigene Reise, durch verschiedene Schauplätze des alten Testaments geschickt. Man könne fast meinen, der bekennende Atheist Saramago habe ein gar nicht mal so gutes Verhältnis zu den Konzepten eines allmächtigen Gottes, sowie des religiösen Glaubens und führt diese gekonnt ad absurdum.😄 Da wird Gott auch schon mal als "abgefeimter Hurensohn" bezeichnet. Ich fands herrlich. Hier wird Gott nicht an seiner vermeintlichen Herrlichkeit gemessen, sondern (so wie der Mensch) an seinen Taten. Ein wie ich finde, würdiges Vermächtnis eines großen Autoren. "Der Leser hat richtig gelesen, der Herr befahl Abraham, den eigenen Sohn zu opfern, er tat es mit der größten Selbstverständlichkeit, so wie man um ein Glas Wasser bittet wenn man Durst hat. Was bedeutet, dass ihm dies eine Gewohnheit war, und zwar eine tief verwurzelte."

4

Kain is a parody on the bible: After killing his brother Abel Cain is sent around the world and also through time. He witnesses the most important scenes in the Old Testament (e.g. Noah building his Arch, Abraham sacrificing Issac, the dance around the Golden Calf etc). But all scenes are seen through the eyes of someone not believing in God's deeds. José Saramago writes really witty dialogues and after having read the first two chapters I thought that this would be the funniest book I had ever read. It didn't quite stay that all the time but was a very enjoyable read anyway. It clearly made me question certain believes.

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