Kafka kannste knicken!
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Im Jahre 1953 in Heidelberg geboren, ist die eigene Schulzeit des Autors geprägt durch Studentendemos gegen Numerus Clausus, Vietnamkrieg und Notstandsgesetze, an denen er aktiv teilnimmt, um sich gegen Intoleranz und staatliche Willkür aufzulehnen. Er beschließt, Lehramt zu studieren, um es als Pädagoge besser zu machen als die meisten seiner Lehrer. Sein Weg in die Schule scheint schnell zu enden, als er während seines Referendariats als Schlagzeuger der Punkband Spionageabwehr in der Öffentlichkeit gegen das bestehende Bildungssystem wettert. Er wird dennoch verbeamtet, was ihn aber nicht davon abhält, immer wieder auf Missstände im Bildungssystem hinzuweisen. Nach einem Zusatzstudium in Psychologie wird er Ausbildungslehrer und betreut und berät neben seiner Lehrertätigkeit 20 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung zukünftige Lehrer*innen. Außer seiner beruflichen Tätigkeit als Pädagoge ist er auch als Künstler erfolgreich. 1996 bekommt er unter dem Pseudonym TAKE BLACK einen Plattenvertrag mit EMI und hat in Folge mit "There you are" und "Jurassic Park" zwei Airplayhits. 2009 erscheint sein von der Kritik gefeierter gesellschaftskritischer Roman Gassi ohne Hund.
Beiträge
Ein humorvoller Roman, der den Finger mit einem Augenzwinkern in die "Wunde" legt - unser Bildungssystem
Meine Schulzeit liegt schon etwas zurück. Uli Black weckte daher mein Interesse, liefert sein Buch doch eine (mögliche) Zukunftsvision unseres Bildungssystems. Er überzeichnet bewusst und dramatisiert satirisch. Dennoch erkannte ich Parallelen zu meiner Schulzeit und ich erkannte Dinge, die mich schon vor 25 Jahren als Schüler stutzig machten: Feste Vorgaben, welche Hefte mit welchem Einband versehen werden müssen, die Verweigerung neue Medien bewusst und regelmäßig in den Unterricht einzubauen, Lehrer, die so viele Hausaufgaben vergeben, dass die Schüler mindestens 2 Stunden dafür brauchen und statt sinnvolle Dinge zu Finanzmanagement, oder Geldanlage zu lernen, werden lieber Sinuskurven berechnet. Statt eine Sprache sprechen und verstehen zu lernen, werden stur einzelne Vokabeln eingetrichtert. Die Folge von all dem: Unmotivierte Schüler und Lehrer. H.C. Nachtnebel will diesem Trend gegensteuern und stolpert als Quereinsteiger an ein ehemaliges Elitegymnasium. Die anfängliche Unsicherheit ist recht schnell dahin und er findet seinen ganz eigenen Weg Unwissenheit in "innovative" Lehrmethoden zu wandeln. Mit Witz und Geschick bringt er selbst die schwierigsten Klassen auf seine Seite und mausert sich zum Lieblingslehrer. Der Witz kommt garantiert nicht zu kurz in diesem Buch. Ich musste mehrfach herzlich lachen, z.B. als H.C. Nachtnebel das Handyverbot umgeht und sich nebenbei mit ausrangierten Altgeräten an die Spitze der schulinternen Rangliste eingezogener Handys katapultiert. Was es mit P. Immelmann aus der Sackgasse 18 auf sich hat, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, aber das war für mich das Highlight des Buches. Chapeau Uli, großartig! Neben dem ganzen Klamauk den Nachtnebel da veranstaltet, werden kritische Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen. Hier sei beispielshaft auf die Frage an einen Vater während des Elternsprechtags verwiesen, wie oft denn an seiner Arbeitsstelle unangekündigte Tests geschrieben werden. Bei mir jedenfalls gabs das noch nie. In der Schule ist das Alltag. Uli Black liefert ein Feuerwerk an lustigen Aktionen rund um Nachtnebel, die mir alle (mit einer Ausnahme) sehr gefallen haben. Als er mutwillig einen riesigen Sachschaden verursacht, war für mich eine Grenze erreicht. Auch weil dies erstmal ohne Konsequenzen blieb, fand ich es etwas zu konstruiert - für die Geschichte aber vermutlich notwendig. Das Buch ist für mich eine echte Überraschung. Humorvolle Bücher lese ich selten, aber Uli Black schaffte es durch seine lockere Schreibweise, dass ich das Buch in wenigen Tagen durch hatte. Eine klare Leseempfehlung! --- Transparenzhinweis: Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung in dieser Rezension.

Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Im Jahre 1953 in Heidelberg geboren, ist die eigene Schulzeit des Autors geprägt durch Studentendemos gegen Numerus Clausus, Vietnamkrieg und Notstandsgesetze, an denen er aktiv teilnimmt, um sich gegen Intoleranz und staatliche Willkür aufzulehnen. Er beschließt, Lehramt zu studieren, um es als Pädagoge besser zu machen als die meisten seiner Lehrer. Sein Weg in die Schule scheint schnell zu enden, als er während seines Referendariats als Schlagzeuger der Punkband Spionageabwehr in der Öffentlichkeit gegen das bestehende Bildungssystem wettert. Er wird dennoch verbeamtet, was ihn aber nicht davon abhält, immer wieder auf Missstände im Bildungssystem hinzuweisen. Nach einem Zusatzstudium in Psychologie wird er Ausbildungslehrer und betreut und berät neben seiner Lehrertätigkeit 20 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung zukünftige Lehrer*innen. Außer seiner beruflichen Tätigkeit als Pädagoge ist er auch als Künstler erfolgreich. 1996 bekommt er unter dem Pseudonym TAKE BLACK einen Plattenvertrag mit EMI und hat in Folge mit "There you are" und "Jurassic Park" zwei Airplayhits. 2009 erscheint sein von der Kritik gefeierter gesellschaftskritischer Roman Gassi ohne Hund.
Beiträge
Ein humorvoller Roman, der den Finger mit einem Augenzwinkern in die "Wunde" legt - unser Bildungssystem
Meine Schulzeit liegt schon etwas zurück. Uli Black weckte daher mein Interesse, liefert sein Buch doch eine (mögliche) Zukunftsvision unseres Bildungssystems. Er überzeichnet bewusst und dramatisiert satirisch. Dennoch erkannte ich Parallelen zu meiner Schulzeit und ich erkannte Dinge, die mich schon vor 25 Jahren als Schüler stutzig machten: Feste Vorgaben, welche Hefte mit welchem Einband versehen werden müssen, die Verweigerung neue Medien bewusst und regelmäßig in den Unterricht einzubauen, Lehrer, die so viele Hausaufgaben vergeben, dass die Schüler mindestens 2 Stunden dafür brauchen und statt sinnvolle Dinge zu Finanzmanagement, oder Geldanlage zu lernen, werden lieber Sinuskurven berechnet. Statt eine Sprache sprechen und verstehen zu lernen, werden stur einzelne Vokabeln eingetrichtert. Die Folge von all dem: Unmotivierte Schüler und Lehrer. H.C. Nachtnebel will diesem Trend gegensteuern und stolpert als Quereinsteiger an ein ehemaliges Elitegymnasium. Die anfängliche Unsicherheit ist recht schnell dahin und er findet seinen ganz eigenen Weg Unwissenheit in "innovative" Lehrmethoden zu wandeln. Mit Witz und Geschick bringt er selbst die schwierigsten Klassen auf seine Seite und mausert sich zum Lieblingslehrer. Der Witz kommt garantiert nicht zu kurz in diesem Buch. Ich musste mehrfach herzlich lachen, z.B. als H.C. Nachtnebel das Handyverbot umgeht und sich nebenbei mit ausrangierten Altgeräten an die Spitze der schulinternen Rangliste eingezogener Handys katapultiert. Was es mit P. Immelmann aus der Sackgasse 18 auf sich hat, würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, aber das war für mich das Highlight des Buches. Chapeau Uli, großartig! Neben dem ganzen Klamauk den Nachtnebel da veranstaltet, werden kritische Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen. Hier sei beispielshaft auf die Frage an einen Vater während des Elternsprechtags verwiesen, wie oft denn an seiner Arbeitsstelle unangekündigte Tests geschrieben werden. Bei mir jedenfalls gabs das noch nie. In der Schule ist das Alltag. Uli Black liefert ein Feuerwerk an lustigen Aktionen rund um Nachtnebel, die mir alle (mit einer Ausnahme) sehr gefallen haben. Als er mutwillig einen riesigen Sachschaden verursacht, war für mich eine Grenze erreicht. Auch weil dies erstmal ohne Konsequenzen blieb, fand ich es etwas zu konstruiert - für die Geschichte aber vermutlich notwendig. Das Buch ist für mich eine echte Überraschung. Humorvolle Bücher lese ich selten, aber Uli Black schaffte es durch seine lockere Schreibweise, dass ich das Buch in wenigen Tagen durch hatte. Eine klare Leseempfehlung! --- Transparenzhinweis: Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten. Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche Meinung in dieser Rezension.





