Jura not alone

Jura not alone

Taschenbuch
4.419

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Beschreibung

Mit Recht wird Politik gemacht. Mit Gesetzen und Urteilen werden gesellschaftliche Hierarchien befestigt, werden Menschen beherrscht. Aber Recht ist zugleich auch ein Mittel zur Befreiung von Herrschaft, zur Emanzipation für Minderheiten, die sich damit gegenüber einer Mehrheit behaupten. Es ist ein Instrument, mit dem sich auch für Verbesserungen kämpfen lässt – wenn man weiß wie. Die Juraprofessorin Nora Markard und der Jurist und Journalist Ronen Steinke zeigen anhand von Beispielen aus zwölf zentralen Rechtsgebieten, wie Veränderungen mit den Mitteln des Rechts gemeinsam erkämpft werden können – vom Klimaschutz über die Geschlechterverhältnisse bis hin zu den Menschenrechten. Leicht verständlich und anschaulich geschrieben, laden sie damit alle, die sich für Politik interessieren, zur Einmischung ein. Denn Jura geht uns alle an. In zwölf Kapiteln behandelte Rechtsbereiche: Klimaschutzrecht – Können wir mit Jura den Planeten retten? Grundrechte – Wer kommt mit nach Karlsruhe? Demokratie – Wie stabil sind wir gegen eine Übernahme von rechts? Polizeirecht – Wie setzen wir der Staatsgewalt Grenzen? Strafrecht – Was hilft gegen sexistische Paragrafen? Eigentum – Was steht wem zu? Familienrecht – Wie ermöglichen wir Vielfalt? Arbeitsrecht – Wie kämpfen wir gegen Ausbeutung? Asylrecht – Was soll das mit den Grenzen? Sozialrecht – Wie geht Solidarität? Völkerrecht – Kann Recht gegen Macht gewinnen? Menschenrechte – Wie verteidigen wir einander weltweit?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Politik
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
282
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Nora Markard, geb. 1978, ist eine deutsche Juristin, die auf den Gebieten Völkerrecht, Verfassungsrecht und Legal Gender Studies arbeitet. Sie ist Professorin an der Universität Münster und hat dort einen Lehrstuhl für Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz. Sie studierte Rechtswissenschaft an der FU Berlin, Master of Arts am King's Kollege London, Promotion an der HU Berlin. Nora Markard ist Mitgründerin und Mitglied im Vorstand der Organisation »Gesellschaft für Freiheitsrechte«, die bereits mehrere Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen hat.

Merkmale

2 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
41%
9%
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78%
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Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
N/A
N/A
N/A
N/A

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam100%
Mittel0%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach50%
Komplex50%
Mittel0%

Beiträge

4
Alle
4.5

Wirklich informativ, Leseempfehlung ✨️

Jura Not Alone ist meines Erachtens ein sehr gelungenes Buch, welches in 12 spannenden Kapiteln die Bedeutung des Rechts in verschiedenen Gebieten darstellt. Jedes einzelne Kapitel wirkt ausgiebig recherchiert und hat mir neue wichtige Punkte aufgezeigt, die mich zum Nachdenken anregen konnten. Von mir gibt es daher eine große Leseempfehlung. Der einzige Kritikpunkt des Buches für mich: Das Buch besteht aus ca. 40 Seiten Fußnoten, welches zwar für eine gute Recherche sprechen, aber dem Lesefluss beim Nachschlagen der einzelnen Fußnoten schadet. Zudem reduziert sich dadurch die Länge das Buches auf knapp 210 Seiten, wofür der Preis dann mehr als happig erscheint.

4

In „Jura not alone“ (2024) zeigen Nora Markard und Ronen Steinke auf, dass Recht immer politisch ist. In verschiedenen Kapiteln werden die unterschiedlichsten Rechtsgebiete beleuchtet - vom Familien-, Arbeits- und Polizeirecht über das Klimaschutzrecht bis hin zum Völkerrecht und den Menschenrechten. Anhand vieler Beispiele zeigen die Autor*innen, wie Recht das Leben der Menschen strukturiert und zugleich gesellschaftliche Normen widerspiegelt. Wenn an Universitäten und Gerichten Recht als objektiv dargestellt wird, wird ausgeblendet, dass auch die „herrschende Meinung“ Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse ist. Im Fokus der Buchpremiere stand das Kapitel zur (wehrhaften) Demokratie. Aufgrund der Erfahrungen in der Weimarer Republik wurden in das Grundgesetz Sicherungsmechanismen aufgenommen, die verhindern sollen, dass die Demokratie mit ihren eigenen Mitteln ausgehebelt werden kann (z.B. das Parteiverbot nach Art. 21 GG und die Grundrechtsverwirkung nach Art. 18 GG). In einem demokratischen Rechtsstaat setzt jedoch selbst das beste Rechtssystem voraus, dass sich Politiker*innen und Bürger*innen an demokratischen Werten orientieren. Hier gilt das Böckenförde-Diktum: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Vor diesem Hintergrund liest sich das Buch weniger als Beschwerde über die aufgezeigten Mängel, sondern vielmehr als Einladung, sich an den notwendigen Aushandlungsprozessen zu beteiligen und demokratische Rechte wahrzunehmen. Das Buch zeigt auf, wie mit rechtlichen Mitteln für eine gerechtere Welt gekämpft werden kann. Aufgrund der Vielzahl der behandelten Themen handelt es sich eher um einen Überblick als um eine vertiefte Auseinandersetzung. Zielgruppe sind wohl interessierte Laien und Jurastudierende zu Beginn ihres Studiums - oder auch desillusionierte Jurist*innen, die sich daran erinnern wollen, warum sie ihren Job eigentlich machen. Das Buch zeigt auf, wie praxisnah Jura ist und wie wichtig es ist, dass sich auch progressive und idealistische Menschen - Jurist*innen und Nichtjurist*innen - mit dem Recht beschäftigen.

5

Großartig, Mut machend, informativ, toll geschrieben.

Und noch ein netter Bonus: Nach der Lektüre dieses Buches ist man dank der positiven Beispiele und gut verständlichen Erklärungen gewappnet für die nächste Diskussion mit Menschen, die meinen sie könnten ja eh nichts bewirken gegen ‚die da oben‘ und sich deshalb gar nicht erst für irgendwas engagieren.

5

Mega Interessant

Absolute Empfehlung!

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