Blick ins Buch
Über das Buch
Im Deutschen Kaiserreich endete das Jugendalter für die meisten Heranwachsenden mit dem Abschluss der Schul- und dem Beginn der Berufsausbildung. Freizeit gab es kaum. Gehorsam bestimmte die Erziehung im Heim, in der Schule und am Ausbildungsplatz. Indes wurde Jugendlichen aber auch zunehmend Aufmerksamkeit zuteil. Verbände und Parteien warben um sie. Jugendschutz und Jugendfürsorge gewannen an Bedeutung. Heranwachsende hätten ein Recht auf »Selbstbestimmung«, hieß es. Jugendliche wünschten sich ihrerseits vor allem Freiräume für Unternehmungen mit Gleichaltrigen, eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit und den Anspruch auf Bildung. Darüber hinaus begannen sie, sich als gesellschaftspolitische Akteure zu begreifen und emanzipatorische Forderungen zu stellen. Die Anfänge jugendlicher Selbstorganisation um 1900 – im »Wandervogel« und in proletarischen Verbänden – sind vor dem Hintergrund einer Fülle hieraus resultierender Reformideen zu betrachten. Das Buch beleuchtet den demokratiegeschichtlichen Prozess der Selbstbehauptung junger Menschen im Kaiserreich von 1871 bis 1918 und fragt nach den Kontinuitäten, die sich bis in die Gegenwart fortsetzen. Band 2 der Schriftenreihe der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte, herausgegeben von Christian Faludi.
Editionen (1)
ISBN9783843807340
VerlagWeimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum20.09.22
Seitenzahl128
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreGeschichte & Archäologie
FormatE-Book
SpracheDeutsch
Preis15.50 €
Autorin / Autor
Über Barbara Stambolis
Barbara Stambolis ist Historikerin für Neuere und Neueste Geschichte. Sie forscht zur Kultur- und Sozialgeschichtliche, Jugend- und Generationengeschichte im 20. Jahrhundert sowie zu Kriegskindheiten und deren Folgen.
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