Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen

Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen

Taschenbuch
4.83

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Beschreibung

Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen entfaltet die Lebensbahn des Polizeiministers, Revolutionärs, Intriganten und Überlebenskünstlers als präzise Studie politischer Anpassung. Zweig verbindet biographische Erzählkunst mit psychologischer Analyse und historiographischer Verdichtung: Vom Oratorianer über den jakobinischen Terroristen bis zum Minister Napoleons erscheint Fouché als Prototyp des modernen Machttechnikers. Stilistisch steht das Werk zwischen historischer Biographie, moralischem Essay und dramatischer Charakterstudie; sein Kontext ist die Zwischenkriegszeit, in der Fragen nach Opportunismus, Gewalt und Staatsraison besondere Schärfe gewannen. Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, war ein europäisch gesinnter Schriftsteller, Essayist und Biograph, dessen Werk immer wieder die verborgenen Triebkräfte historischer Persönlichkeiten untersucht. Seine Erfahrungen mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie, dem Aufstieg autoritärer Bewegungen und der politischen Fragilität Europas erklären sein Interesse an Fouché: einer Figur, die nicht durch Überzeugung, sondern durch Instinkt, Kälte und Anpassungsfähigkeit herrscht. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Geschichte nicht als bloße Chronik, sondern als Analyse menschlicher Machtmechanismen verstehen wollen. Zweigs Porträt ist literarisch brillant, historisch kundig und bis heute beunruhigend aktuell.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Historische Persönlichkeiten
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
128
Preis
11.10 €

Beiträge

1
Alle
5

Ein brillanter Politiker & Napoleon!

Zur Zeit der Französischen Revolution war Joseph Fouché gefürchtet und gehasst: geborener Verräter, armseliger Intrigant. Joseph Fouché (1759-1820) war ein französischer Politiker während der Zeit der Revolution und Polizeiminister im Kaiserreich und in der Restauration. Am 27. Juli 1794 wirkte er am Sturz und der anschließenden Hinrichtung Robespierres mit. Fouché war auch am Staatsstreich des 4. September 1797 beteiligt, aufgrund dessen der bisherige Meinungsführer des Direktoriums, Carnot, fliehen musste und Paul de Barras die Macht übernehmen konnte. Wohl aus Dankbarkeit verschaffte Barras ihm daraufhin die Ernennung zum Gesandten bei der Cisalpinischen Republik. Weiter unterstützte er Napoleon Bonaparte beim Staatsstreich des 9. November 1799 und machte sich in der Folgezeit für den Ersten Konsul Bonaparte unentbehrlich. Ein tolles Buch über einen Mann der die Geschichte Frankreichs geprägt hat. Der aktiv die französischen Revolution, wie auch die napoleonische Zeit mit seiner Politik gestaltet hat. Der nicht so im Vordergrund steht, wie Robespierre, Talleyrand oder Napoleon. Sondern die Fäden im Hintergrund zieht. Stefan Zweig stellt ihn sehr nüchtern da finde ich. Aber er beschönigt oder verklärt auch die Person nicht. Ein tolles Buch um in diese Zeit an der Seite einer Persönlichkeit einzutauchen. Ein Muss für jemanden der sich für Geschichte & Politik interessiert.

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