Jemand anders

Jemand anders

Hardcover
4.01
HantelGedächtnislückeAmnesieIntensivstation

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Beschreibung

ZWEI TOTE, EINE MORDSTÄTTE UND DIE FEHLENDE ERINNERUNG Was haben die beiden Toten Otto Bell und Johannes Reichert gemeinsam, außer dass sie innerhalb eines Monats während des Trainings in einem Fitnesscenter tragisch verunglückten? Und was haben die Sprachmemos auf dem verloren geglaubten Handy zu bedeuten? Edgar, ehemaliger Franziskanerpater und nunmehriger Betreiber des Fitnessstudios, bereiten die Todesfälle Kopfzerbrechen - buchstäblich, denn in einer stürmischen Nacht stürzt Edgar und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Nun kann er sich ausgerechnet an die Zeit, in der die zwei Unfälle passierten, nicht mehr erinnern. Erst allmählich beginnt er zu ahnen, dass die Antworten auf seine Fragen an seiner früheren Wirkungsstätte, dem Konvikt Rosenkranz, zu suchen sind. LESERSTIMME: "Komplexe Zusammenhänge und die fehlende Erinnerung bauen einen Spannungsbogen auf, der aufmerksame Leser fordert. Ein Psycho-Krimi der sich zu lesen lohnt, interessant, außergewöhnlich, sozialkritisch."

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Roman Noir
Format
Hardcover
Seitenzahl
232
Preis
22.90 €

Beiträge

1
Alle
4

Kurzbeschreibung: Edgar, ehemaliger Franziskanerpater und nunmehriger Fitnesscenterbetreiber, hat innerhalb kurzer Zeit gleich zwei tödliche Unfälle in seinem Studio zu beklagen. Die noch dazu in jenen drei Wochen passierten, an die er sich nach einem Schädel-Hirn-Trauma nicht mehr erinnern kann. Erst allmählich beginnt er zu ahnen, dass des Rätsels Lösung an seiner früheren Wirkungsstätte, dem Konvikt Rosenkranz, zu suchen ist. Zum Autor: Franz Kabelka, geboren 1954 in Linz, lebt und arbeitet in Feldkirch. Er studierte Germanistik und Anglistik in Salzburg und veröffentlicht seit 1975 Lyrik, Kurzprosa, Essays sowie Theaterstücke in Literaturzeitschriften, Zeitungen und Anthologien. Bei Haymon erschien die Tone-Hagen-Trilogie: Heimkehr. Kriminalroman (2004), Letzte Herberge. Kriminalroman (2006), Dünne Haut. Kriminalroman (2008). Rezension: Edgar betreibt seit seiner Abkehr als Franziskanerpater ein Fitnessstudio, in dem binnen weniger Wochen zwei seiner Klienten zu Tode kommen. Doch ausgerechnet in dieser Zeit erleidet Edgar ein Schädel-Hirn-Trauma, das er sich aufgrund eines Unfalls bei einem Waldspaziergang zuzieht, und somit kann er sich an die Hergänge im Studio nicht mehr erinnern. Nur eines ist ihm klar: Die Unfälle müssen irgendetwas mit seiner Vergangenheit zu tun haben. Edgar war seinerzeit Franziskanerpater im Konvikt Rosenkranz und nannte sich Pater Fidelis. Zwar hat er mit dieser Zeit für immer abgeschlossen, doch reist er aufgrund der Vorfälle im Fitnessstudio dorthin. Und langsam aber sicher fügen sich einzelne Puzzleteile, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben scheinen, zu einem Großen und Ganzen zusammen, mit dem Edgar wohl nie gerechnet hätte... Franz Kabelka kann durchaus mit seinem Aufbau der Geschichte um Edgar punkten. Jedes einzelne Kapitel spielt in einer anderen Zeit, was allerdings jeweils am Anfang gekennzeichnet wird, sodass man nicht zu sehr den Überblick verliert. Edgar ist der Hauptcharakter, um den sich alles dreht. Franz Kabelka widmet sich der Gegenwart, in der Edgar versucht, seine Erinnerungen wiederzuerlangen, schwenkt um in Edgars Vergangenheit als Pater Fidelis, wobei man als Leser sehr viel über seine Zeit im Konvikt erfährt. Durchzogen werden diese Kapitel von protokollierten Tonbandaufnahmen, auf die man sich zu anfangs keinen wirklichen Reim machen kann, die sich aber im Nachhinein als recht wichtig in der Geschichte herausstellen. Auch lernt der Leser die beiden verunfallten Klienten des Fitnessstudios, Otto Bell und Johannes Reichert, zu Lebzeiten näher kennen. Viele Perspektivwechsel machen diese Geschichte richtig interessant und noch das kleinste, vermeintlich unwichtige Detail fügt sich in die Lösung mit ein. Sehr gelungen fand ich auch, dass es keinen direkten Mord zu geben scheint. Beide Unfälle lassen auf körperliches "Versagen" schließen und somit ermittelt auch keine Polizei in diesen beiden Fällen. Edgar allein steht es zu, dieses Rätsel zu lösen und das schafft er auf seine ganz eigene ruhige Art und Weise. "Jemand anders" ist kein typischer Kriminalroman, sondern ein Vertreter der leiseren Sorte, der durch seinen ansprechenden und auch komplexen Aufbau der Geschichte zu überzeugen vermag. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover, im Hintergrund ganz in schwarz gehalten, zeigt einen dicken weißen Strick, der wohl auf den Krimiaspekt des Buches anspielen soll. Fazit: "Jemand anders" ist ein Krimi der leisen Töne, der aber durch seinen geschickten Aufbau, gespickt mit Perspektiv- und Zeitenwechseln, zu überzeugen vermag.

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