Blick ins Buch

Biografien

J. Robert Oppenheimer

4,1(68)
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Über das Buch

J. Robert Oppenheimer (1904-1967), der 'Vater der Atombombe', zählt zu den schillerndsten Figuren der jüngeren Zeitgeschichte. Für ihre glänzende Biographie des 'amerikanischen Prometheus' erhielten der Journalist Kai Bird und der Historiker Martin J. Sherwin den Pulitzer-Preis. Exemplarisch lassen sie das Drama eines Forschers lebendig werden, der sich zwischen Erkenntnisdrang und ethischer Verantwortung entscheiden muss. Oppenheimer leitete das streng geheime Manhattan-Projekt in der Wüste von New Mexico, wo am 16. Juli 1945 die erste Atombombe gezündet wurde. Kurz darauf starben in Hiroshima und Nagasaki mehr als 200 000 Menschen durch die neue 'Wunderwaffe' - die Menschheit war ins Atomzeitalter eingetreten. Erschüttert von der Zerstörungskraft seiner Schöpfung, engagierte sich Oppenheimer fortan gegen den Einsatz nuklearer Waffen. Das machte ihn im Amerika der McCarthy-Ära verdächtig. Er geriet ins Visier des FBI, wurde als Spion der Sowjetunion verleumdet und musste den Staatsdienst quittieren. Sein Privatleben wurde an die Öffentlichkeit gezerrt, seine Wohnung verwanzt, sein Telefon abgehört. Erst 1963 rehabilitierte ihn Präsident Kennedy. Über dreißig Jahre hinweg haben die Autoren Interviews mit Oppenheimers Angehörigen, Freunden und Kollegen geführt, FBI-Akten gesichtet, Tonbänder von Reden und Verhören ausgewertet und Oppenheimers private Aufzeichnungen eingesehen. Ihre beeindruckend gründliche Biographie gewährt intimen Einblick in diese charismatische Persönlichkeit, bei der Triumph und Tragik so nahe beieinander lagen.

Editionen (2)

ISBN9783549073582
VerlagPropyläen Verlag
Erscheinungsdatum09.09.09
Seitenzahl672

Rezensionen & Bewertungen

68 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

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  • seitenoscar
    seitenoscar

    134 Follower

    3,5

    „Sein Verständnis der Dinge war umfassend, seine Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, gewachsen, seine Begeisterung für die Sache wirkte ansteckend. In knapp fünfzehn Jahren hatte Oppenheimer durch seine Arbeit und in seinem sozialen Leben vom schüchternen wissenschaftlichen Wunderlind zu einem charismatischen Intellektuellen gewandelt.“ (S. 184) Dass der Junge Oppenheimer in seinem Privatleben ebenfalls ein von Zerrissenheit erfasster Suchender war, deutet sich aus Oppenheimer’s Brief an seinen Bruder im Jahr 1929 an: „Zu versuchen, glücklich zu sein, ist wie eine Maschine zu bauen, die keinen anderen Zweck hat, als geräuschlos zu laufen.“ (S.103) Interessante Einblicke in die McCarthy-Ära geben die sehr detaillierten Darstellungen der FBI-Ermittlungen und der Anhörung Oppenheimers. Mir war es an manchen Stellen jedoch zu langatmig geschrieben.

    29. Juni 2024

  • svenjas.books
    svenjas.books

    57 Follower

    Beeindruckend recherchierte Biografie über eine spannende Persönlichkeit

    20. Juni 2025

  • the_bookcrow
    the_bookcrow

    42 Follower

    5,0

    "Now I am become death, the destroyer of worlds."

    Uffff.... ich bin sprachlos! Was für ein Buch. Es fällt mir schwer überhaupt anzufangen so sehr hat es mich von den Socken gerissen! (Man könnte auch sagen, es hätte bei mir eingeschlagen wie eine Bombe 😉😅) Worum geht es? Das Buch ist eine Biographie über J. Robert Oppenheimer, dem "Vater der Atombombe". Meine Meinung: Nachdem ich den Film Oppenheimer geschaut habe führte an diesem Buch für mich kein Weg vorbei. Die Biographie an sich umfasst 580 Seiten.... darauf kommen dann noch mal gut 200 Seiten an Verweisen, Quellen und anderen Fußnoten. Man kann also mit Recht behaupten, das Buch ist gut recherchiert! Natürlich machen genau diese Fußnoten es allerdings auch schwer das Buch zu lesen. Dennoch habe ich mich da mal durchgewühlt. Oppenheimer war ein extrem komplexer Mensch, so viel steht fest! Sein Leben ist wirklich interessant gewesen. Und obwohl ich kaum non-fiction Bücher lese, hat mich dieses in seinen Bann gezogen. Es behandelt ein extrem aktuelles und ernstes Thema und es ist schade, dass damals niemand auf den guten 'Oppie' gehört hat. Dann würden wir jetzt nicht in ganz so einer Angst vor diesen Waffen leben. Fazit auf alle Fälle: Wer den Film gesehen hat und noch mehr erfahren will kommt hier auf alle Fälle auf seine Kosten! Ein sehr wichtiges Buch das ich gerne weiterempfehle - besonders in diesen Zeiten! 5/5⭐️

    "Now I am become death, the destroyer of worlds."

    4. Sept. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Kai Bird

Kai Bird (im Bild links), geboren 1951, arbeitet weltweilt als Journalist. Er ist Kolumnist und Mitherausgeber von The Nation und Autor zahlreicher biographischer Bücher.

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