Über das Buch
Ins neue Land entfaltet die Geschichte eines Aufbruchs aus den engen Ordnungen der bürgerlichen Welt in eine noch ungesicherte Moderne. Reuter verbindet gesellschaftliche Beobachtung mit psychologischer Genauigkeit: Fragen nach Ehe, Beruf, Erziehung und weiblicher Selbstbestimmung erscheinen nicht als Thesen, sondern als innere Konflikte lebendiger Figuren. Ihr nüchterner, zugleich fein nuancierter Stil steht zwischen Naturalismus, frühem psychologischem Roman und der Literatur der Frauenbewegung um 1900. Gabriele Reuter, 1859 geboren und durch Aus guter Familie berühmt geworden, gehörte zu den schärfsten Analytikerinnen weiblicher Lebensbedingungen im Kaiserreich. Eigene Erfahrungen ökonomischer Unsicherheit, journalistischer Arbeit und intellektueller Selbstbehauptung schärften ihren Blick für jene Spannungen, die Frauen zwischen Konvention und persönlichem Anspruch auszutragen hatten. Ins neue Land lässt sich daher als Fortführung ihres zentralen Projekts lesen: die unsichtbaren Kosten gesellschaftlicher Anpassung literarisch sichtbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die an der Vorgeschichte moderner Emanzipationsdebatten interessiert sind. Reuter bietet keine einfache Befreiungserzählung, sondern eine kluge, historisch aufschlussreiche und bis heute berührende Untersuchung darüber, was es bedeutet, ein eigenes Leben zu wagen.
Editionen (7)
ISBN9788028351823
VerlagSharp Ink
Erscheinungsdatum05.12.23
Seitenzahl64
Haupt-GenreRomane
Sub-GenreKlassiker
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis8.40 €
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