Im Spiegel des Kosmos

Im Spiegel des Kosmos

Hardcover
3.811

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Beschreibung

»Das Gute an der Wissenschaft ist, dass sie wahr ist, ob Sie daran glauben oder nicht.« Neil deGrasse Tyson

Der berühmte Astrophysiker und Bestsellerautor Neil deGrasse Tyson wirft ein neues Licht auf die brennenden Themen unserer Zeit – Krieg, Politik, Religion, Wahrheit, Ästhetik, Gender, Race – und verdeutlicht, wie uns Wissenschaft in der Tradition der Aufklärung Lösungen bieten kann. So tiefsinnig, verständlich und witzig wurde Kosmologie seit Stephen Hawking nicht mehr erzählt.

Wir leben in einer Zeit, in der uns politische und kulturelle Sichtweisen zunehmend trennen. Doch wir äußern meist nur, was wir für wahr halten oder wahr halten wollen, ohne Rücksicht darauf, was wahr ist. Wir haben den Blick dafür verloren, was Fakten von Meinungen unterscheidet, und üben schließlich Gewalt aus, wo wir friedlich zusammenleben könnten. Neil deGrasse Tyson vollzieht in seinem neuesten Werk einen spannenden Perspektivenwechsel: So wie Galileo Galileis Erkenntnisse über das Universum die Menschen veranlasste, ihre Überzeugungen zu hinterfragen, plädiert er für ein Nachdenken über das Leben in seinem größtmöglichen Kontext – aus Sicht des Kosmos, der Sterne und Planeten. Unterhaltsam und anschaulich entwirft er Lösungen für die globalen Konflikte und leitet daraus brillante Wahrheiten über unser Dasein ab.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Mathematik & Naturwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Neil deGrasse Tyson, geboren 1958 in New York City, ist ein US-amerikanischer Astrophysiker und vielen aus Serien wie den Simpsons und The Big Bang Theory bekannt. Darüber hinaus ist er Direktor des Hayden-Planetariums, Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und hostet den Emmy-nominierten Podcast StarTalk. Mit 21 Ehrendoktorwürden ausgezeichnet und einem eigens nach ihm benannten Asteroiden zählt er zu den einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Zeit.

Beiträge

4
Alle
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Eine Ode an die Wissenschaft •lehrreich •humorvoll •originell

„Sobald man sich einmal eingehend mit der Frage beschäftigt hat, wie ein Wissenschaftler die Welt sieht, wie die Erde vom Weltall aus betrachtet aussieht und welche Größe dem kosmischen Zeitalter und dem unendlichen Weltraum innewohnt, verändert sich jedes irdische Denken. Das Gehirn ordnet die Prioritäten des Lebens neu ein und bewertet auch das Handeln neu, das man als Reaktion darauf in Angriff nimmt.“ (Seite 22)  Das Buch behandelt eine breite Palette von Themen, von der Wissenschaft und Kosmologie bis hin zu politischen, sozialen und kulturellen Fragen. Dabei nähert sich der Autor diesen Fragen aus der Sicht eines Wissenschaftlers und schafft somit einen Perspektivenwechsel der unheimlich spannend und nachvollziehbar ist.   „Ein Schuss Wissenschaft und rationales Denken kann diesen Ansichten zumindest eine tiefere und solidere Grundlage geben.“ (Seite 16-17) Neil deGrasse Tyson stellt dabei Fakten über Emotionen und plädiert für eine rationale und evidente Betrachtungsweise. Gerade mit dieser Herangehensweise fordert er kritisches und objektives Denken in einer Zeit, in der Meinungen mehr Aufmerksamkeit bekommen, als Fakten. Dadurch wird dieses Buch so unglaublich aktuell sowie relevant und hilft den Blickwinkel zu erweitern. „Man nimmt das Leben gewissermaßen durch die Brille einer kosmischen Perspektive wahr.“ (Seite 22) Mir gefiel die Integration der Wissenschaft in Bezug auf die Anschauung von gesellschaftlichen Fragen. Die originelle Perspektive, die Welt aus der Sicht des Kosmos war eine interessante Leseerfahrung und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Man spürt förmlich die Leidenschaft Tysons zur Wissenschaft, nur leider wirkt der Inhalt sehr amerikanisiert da die Anschauung und der Fokus auf Amerika liegen und durch die Fakten basierte Wissenschaft, welche manchen Lesern nicht so geläufig ist, könnten Verständnisprobleme auftauchen. Deshalb ziehe ich ein Stern in der Bewertung ab, welche aber keineswegs ein so gutes Buch schmälern sollte. Es sind Kritikpunkte auf hohem Niveau, welche sich eine solche Lektüre aber nun mal stellen muss. Das Buch bietet einen interessanten Ansatz, in dem der Leser dazu ermutigt wird, die Welt aus der Kosmossicht zu betrachten. Außerdem gefiel mir die Idee von Tyson, wie ein Außerirdischer uns Menschen betrachten würde, hätte er die Welt entdeckt. Damit wurde ein beachtenswertes Gedankenkonstrukt geschaffen, welches die Vorstellungskraft auf eine erheiternde Reise schickte. Insgesamt gefiel mir „Im Spiegel des Kosmos“ richtig gut. Ich mochte die Anekdoten, Zitate und wissenschaftlichen Fakten, welche mit in den Text einflossen. Ein besonders schöner Schnipsel von John Keats ist mir in Erinnerung geblieben und an dieser Stelle möchte ich ihn nicht vorenthalten, sondern zitieren: „Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit schön, mehr weißt Du nicht – Und mehr musst du nicht wissen.“ (Seite 23) Das Buch ist lehrreich und vielseitig, zudem ist sehr humorvoll und leicht geschrieben, trotz der anspruchsvollen Inhalte. Die Kombination aus Wissenschaft und sozialen Themen machte es zu einer runden und anregenden Lektüre. Für mich war dieses Buch eine Bereicherung, die mich neugierig gemacht hat einige Themen weiterzuverfolgen und mein Horizont zu erweitern.   Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass mir das Buch als Ode an die Wissenschaft in Erinnerung geblieben ist. „Mathematik kann einfach schön sein.“  (Seite 36) Randnotiz: Dieses Buch hat mir wieder einmal klar gemacht, dass wir eigentlich nur ein Staubkorn in diesem Universum sind und unsere Zeit viel wertvoller nutzen sollten, als uns Gedanken über die Meinung anderer zu machen.  ⭐️⭐️⭐️⭐️

3.5

Ein sprunghafter Blick aufs große Ganze

Ich mag Neil de Grasse Tyson natürlich wegen seiner popkulturell-wissenschaftlichen Arbeit (und seiner Stimme) und habe mich super doll auf dieses Buch gefreut, und irgendwie fühle ich mich enttäuscht. Titel und Cover haben mich angefixt und ich habe mir eine wirklich, wortwörtlich "universelle" Sicht auf die Welt gewünscht, dass der Autor sein Steckenpferd der unterhaltsamen Astrophysik im großen Stil auspackt und irgendwie verlief sich das Buch dann doch oft im Mondänen und persönlichen Meinungen. Mit einigen Kapiteln konnte ich mehr anfangen als mit anderen. So hat mir etwa das vierte Kapitel, indem es viel um die politischen Strukturen der USA geht, nicht so viel gegeben wie beispielsweise jene über Leben und Tod oder Schönheit und Wahrheit. Trotzdem gab es in beinahe jedem Kapitel mehrere Fakten und Zitate, die ich mir am liebsten angestrichen und gemerkt hätte. Ich weiß noch nicht, wie nachhaltig der Eindruck des Buchs auf mich sein wird. Für den Moment des Lesens fand ich es größtenteils unterhaltsam und erhellend, aber es hat nicht die große Wirkung auf mich und mein Denken gehabt wie erhofft - muss es aber auch nicht unbedingt, es genügt ja schon, Anstoß zum weiteren Nachdenken zu geben. Alles in allem ist dieses Buch ein hoffnungsvoller Blick auf die Erde und die Menschheit, der sowohl ernüchtert als auch tröstet.

2

Wenig Kosmos, viel Politik und Wirtschaft

Leider nicht das, was ich erwartet habe. Es gab zwar einige interessante Kapitel und einige facts die mir gefallen haben, aber dennoch waren es einfach aneinandergereihte Infobrocken, die sich auch nur auf Amerika und nicht global bezogen haben. Außerdem fehlt mir hier einfach das vorwissen in vielen Dingen. Das Buch ist nichts für Laien, da es kompliziert beschrieben ist. Find ich. Aber wer sich mit den Themen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auseinander setzt und dem es interessiert ist das Buch sicher eine interessante Möglichkeit die Sichtweisen des Autors kennenzulernen.

4

Interessante Sichtweisen

Es geht weniger um Kosmos und ist nicht humorvoll, wie beschrieben. Die Sichtweisen sind aber interessant. Allerdings ist es ziemlich USA-zentriert (was schade ist, wenn man bedenkt, dass der Autor die Denkweisen der Menschen kritisiert) und es ist ein Buch der Rationalität. Auf Moral wird keinen Wert gelegt.

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