Im September sterben die Wespen

Im September sterben die Wespen

Heft
5.01

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Beschreibung

Immer war sie es, die ankam. Heute ist sie 36 und wartet auf ihre Mutter. Sie steht gegen die Wand gelehnt und rätselt lustlos an einem Sudoku. Ab und zu lugt sie zur Anzeige hoch. Die Maschine wird mit einer halben Stunde Verspätung angekündigt. Eine Wespe fliegt so langsam an ihr vorbei, dass Martha deren Existenz für einen Moment anzweifelt und sich die Augen reibt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Heft
Seitenzahl
20
Preis
2.10 €

Beiträge

1
Alle
5

Die Kurzgeschichte beginnt mit Martha, die einmal jährlich Besuch von ihrer Mutter aus Polen erhält, um mit ihr Ärzt*innen jeglicher Fachrichtung zu besuchen für einen umfassenden Gesundheitscheck. Dabei drängt sich für Martha immer wieder der Gedanke der Sterblichkeit auf - die eigene, aber vor allem die der Eltern. Wie so oft bei guten Kurzgeschichten geht es weniger um das, was tatsächlich passiert, als viel mehr darum, was zwischen den Zeilen steht oder nicht voll auserzählt wird. Mir hat das Büchlein von Kaśka Bryla sehr gefallen, die Geschichte liest sich wie ein Kurzfilm in gedeckten Farben, der genau das richtige Maß an Wehmut und Unterhaltung mit sich bringt. Illustration von Janna Nehls.

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