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Im deutschen Treibhaus

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Über das Buch

In der vorliegenden Veröffentlichung widmet sich Ansgar Fürst mit seinen Essays einer Epoche, die der Vergangenheit anzugehören scheint, aber nichtsdestoweniger ihre unübersehbaren Spuren in der Gegenwart hinterlassen hat. Treibhaus Bonn – das Bild war Generationen von Journalisten geläufig, um jene künstliche Hauptstadt-Welt zu charakterisieren, die einer rheinischen Kleinstadt aufgepfropft worden war. Die meteorologische Metapher der feuchten Schwüle ließ sich leicht übertragen auf das ungesunde Klima in der provinziellen Enge, in der Politiker und Journalisten, Lobbyisten und Verbandsvertreter symbiotisch aufeinanderhockten. Idealer Nährboden für Intrigen und Indiskretionen („Bonn, die indiskreteste Hauptstadt“, hieß es damals), ein künstliches Biotop, weit weg von den Menschen „draußen im Lande“, weswegen manche dann auch gern zu dem Bild der Raumstation Bonn griffen. Doch als der Begriff Treibhaus zum ersten Mal auftauchte, da kam er im Gewand einer literarischen Sensation daher. 1953 veröffentlichte Wolfgang Koeppen seinen Roman „Das Treibhaus“, eine ätzende Kritik an Politik und Gesellschaft der Adenauer-Zeit.
ISBN9783793093565
VerlagRombach Druck- und Verlagshaus
Erscheinungsdatum30.06.03
Seitenzahl143

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