Blick ins Buch

Krimis

Im Bann der Fledermausinsel

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Über das Buch

Die Highlands 1889. Als der junge Erbe der betuchten Familie Koloman eine Todesdrohung erhält, reisen Inspector Frey und sein Kollege McGray unverzüglich zum nebelverhangenen nördlichen Zipfel des Landes. Dort, am abgelegenen Loch Maree, kommen sie im unheimlichen Herrenhaus der Kolomans unter. Die nahegelegene Insel ist von Fledermäusen befallen, und jeder der Bewohner scheint etwas zu verbergen. Als kurz darauf ein grausamer Mord im Wald geschieht, ist den Ermittlern klar: Um die Geheimnisse des mysteriösen Loch Maree zu wahren, geht jemand über Leichen …

Editionen (2)

ISBN9783442488872
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum16.12.19
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

12 Rezensionen

4,4

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  • siralexfelixson
    siralexfelixson

    323 Follower

    5,0

    Düster, schaurig und blutig.

    Der einzige Grund, warum ich diesen Fall angenommen habe, ist, um meiner Schwester zu helfen. Denn die Kolomans lockten mich mit einem Heilmittel, der meine Schwester von ihrem Wahnsinn befreien soll, in dieses gottlose Nest im hintersten Winkel der Highlands. Genau genommen an den Loch Maree. Ein malerisches Fleckchen Erde, werden Sie sagen - und ja, man könnte es durchaus so nennen ... bis man wie mein versnobter Kollege Frey über hunderte von Schädeln und Knochen stolpert ... Wenn Sie keine Angst im Dunkeln haben, nicht beim kleinsten Geräusch zusammenzucken oder beim Anblick des Blutes in Ohnmacht fallen, erzähle ich Ihnen diese Geschichte gern. "Im Bann der Fledermausinsel" heißt es im vierten Fall von Oscar de Muriels mysteriösen Fällen rund um das Ermittlerduo Frey und McGray. Dieser vierte Band der viktorianischen Krimireihe hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Frey und McGray haben sich mittlerweile aufeinander eingespielt und außer ein paar Frotzeleien, könnte man ihre Zusammenarbeit ja schon fast harmonisch nennen. De Muriel hat die Geschichte wirklich sehr schlau aufgezogen und erzählt sie wieder sehr atmosphärisch, dabei führt er uns hier und da ein wenig an der Nase herum, und ich gebe zu, ein paar Mal schwankte ich auch hin und her, was meine Vermutungen der Auflösung anging. Besonders interessant sind auch hier wieder die Anmerkungen des Autors am Ende. Und ich möchte euch auch nahelegen diese zu lesen. Für mich war das wieder ein großer Spaß, mit einer großartigen Idee und einer tollen Auflösung. Ich freue mich auf den nächsten Fall des Duos.

    Düster, schaurig und blutig.

    15. Aug. 2025

  • gunda.burgunder
    gunda.burgunder

    18 Follower

    5,0

    Mit Gruselfaktor

    Frey und McGray bekommen es mit einer geheimnisumwitterten Familie zu tun. Sehr düster, auch wenn sich der Autor gerne ein bisschen kürzer hätte fassen dürfen.

    28. März 2025

  • fraumarsupilami
    fraumarsupilami

    187 Follower

    2,0

    Schottischer Schauer? Eher schaurig langatmig … 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿🦇

    Die schottischen Highlands, 1889: Inspector Frey und sein Kollege McGray reisen an den nebligen Loch Maree, um der Familie Koloman zu helfen. Anlass ist eine Todesdrohung gegen den 16-jährigen Erben der Familie. Untergebracht im düsteren Herrenhaus der Kolomans, wird schnell klar, dass hier mehr im Verborgenen liegt als zunächst angenommen. Die nahegelegene Fledermausinsel scheint nicht nur Zufluchtsort für die flatternden Tiere zu sein, sondern auch ein Hort für dunkle Geheimnisse. Als ein grausamer Mord im nahegelegenen Wald geschieht, spitzt sich die Lage zu. Frey und McGray müssen die Puzzleteile zusammenfügen, aber zwischen keltischen Ritualen, Fledermausschwärmen und mysteriösen Hausherren scheint niemand die Wahrheit zu sagen – und die Ermittler werden auf einmal selbst zur Beute. Ich mag die viktorianische Zeit, ich mag Schottland, ich mag unheimliche Herrenhäuser, ich mag ungewöhnliche Protagonisten – die Voraussetzungen für „Im Bann der Fledermausinsel“ waren also eigentlich ideal. Doch nach diesem Band muss ich leider sagen: Die Reihe verliert unglaublich an Reiz. Das Setting am Loch Maree klingt auf dem Papier perfekt, aber es wird leider nie so atmosphärisch und gruselig, wie es sein könnte. Statt mysteriöser Gänsehautstimmung gibt es viele klischeehafte „Schockmomente“ und Cliffhanger, die eher nach Schultheater als nach literarischem Grusel wirken. Das größte Problem ist aber das Pacing. Das Buch zieht sich – und zwar ordentlich. Gefühlt laufen Frey und McGray stundenlang durch die Gegend, diskutieren jede Theorie in Überlänge und kehren dann mit denselben Fragen zurück, mit denen sie losgezogen sind. Zwischendurch fahren sie noch Boot und Nine-Nails Seekranheit wird jedes Mal ausführlich beschrieben. Er kotzt andauernd in den schottischen Loch. Das hätte alles locker um ein Drittel gekürzt werden können, ohne an Substanz zu verlieren. Stattdessen wird die Handlung mit unnötigen Dialogen und überflüssigen Gedankengängen der Protagonisten in die Länge gezogen. Das war in den vorherigen Bänden der Reihe auch schon so, aber diesmal ist meine Geduld am Ende. Die Figuren, die eigentlich das Herzstück solcher Geschichten sein sollten, bleiben überraschend blass. Klar, ich kenne Frey und McGray schon aus den vorherigen Bänden, aber hier wirken sie eher wie Nebenfiguren im eigenen Buch. Es gibt keine spürbare Entwicklung oder emotionale Tiefe – und die neuen Charaktere? Das klassische Repertoire: arroganter Adliger, naives Dienstmädchen, im dunkeln tappender Cop. Es ist, als hätte der Autor einmal die Schablone für viktorianische Gruselgeschichten durchgezogen und alle Klischees mitgenommen, die nicht bei drei auf den Bäumen waren. Das Finale? Ja, auch das ist so eine Sache. Nach all dem Hin und Her bekommt man einen überhasteten Showdown mit allen Beteiligten, aber keine echte, klare Auflösung. Man bleibt mit dem Gefühl zurück, dass der Autor das Ende irgendwie noch „zu Ende bringen“ wollte, aber keine Lust mehr hatte, die losen Fäden ordentlich zu verknüpfen. Alles passiert plötzlich, schnell und – zack – Buch fertig. Fazit: „Im Bann der Fledermausinsel“ hat eine Menge Potenzial verschenkt. Was wie eine spannende Mischung aus Grusel, viktorianischem Krimi und Schottland-Mystery klingt, verläuft sich in Klischees, Längen und einem enttäuschenden Ende. Die Figuren bleiben zu flach, die Handlung verliert sich im Nebel, und der Showdown wirkt gehetzt und unbefriedigend. Nach diesem Band muss ich leider sagen: Ich bin raus aus der Reihe. Schade. ⭐️⭐️

    8. Dez. 2024

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Oscar de Muriel

Oscar de Muriel wurde in Mexico City geboren und zog nach England, um seinen Doktor zu machen. Er ist Chemiker, Übersetzer und Violinist und lebt heute in Cheshire. Mit seiner viktorianischen Krimireihe um das brillante Ermittlerduo Frey und McGray feiert er in seiner neuen Heimat und darüber hinaus große Erfolge.

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