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Rache wird am besten kalt serviert - diese hier ist leider nur lauwarm.
Dania ist seit einem Jahr im Gefängnis eingekerkert. Der Mann, dem Sie am meisten vertraut hat, hat dafür gesorgt, dass sie hier seit 364 Tagen gefoltert und gequält wird. Nun versucht sie zum wiederholten Male aus den Gefängnis zu entkommen, um an all den Menschen Rache zu nehmen, die Schuld an ihrem Schicksal sind. Zunächst dachte ich, dass wird eine Geschichte à la Game of Thrones, da Dania genauso wie Arya Stark ständig die Namen ihrer Peiniger, an denen sie Rache nehmen will, aufzählt. Doch wo am Anfang kalte Rache, konsequente Brutalität und schonungslose Abrechnung geteasert wird, bleibt am Ende eine lauwarme Liebesgeschichte, die mich als Leserin eher enttäuscht als erfreut zurückgelassen hat. Das Wüstensetting und die Magie der Dschinn haben mir gut gefallen. In einigen Rezensionen konnte ich lesen, dass manchen das Worldbuilding und das Magiesystem zu wenig erklärt wurde, das fand ich nicht. Es war einfach gehalten und nicht so kompliziert und ich finde die Informationen, die ich bekommen habe, haben völlig ausgereicht. Vor allem wenn man bedenkt dass das Buch an Stand-Alone ist. Die Protagonistin Dania, die von Rachegelüsten quasi durchflutet wird, hat mir zunächst gut gefallen. Sie schreckt nicht davor zurück Gewalt anzuwenden und bis ans äußerste zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Was wie ich fand passend zu ihrer Charakterdarstellung war und zu dem, was sie erlebt hat und ihr angetan wurde. SPOILER ALERT Was mir nicht so gefallen hat war, dass sich manche Situationen so leicht ergeben haben, wie zum Beispiel, dass sie die richtige Person für die Flucht trifft, dass diese Person über magische Ressourcen verfügt, dass sie auf dem Weg Menschen trifft, die ihnen immer wohlgesonnen sind und dass sie leichten Zugang zu den Personen bekommt, an, denen sie sich rächen will. Ich finde das Buch hat einige Längen und plätschert vor allen Dingen im Mittelteil manchmal so vor sich hin, da hätte für mich auch gern ein paar Seiten gekürzt werden können oder die Geschichte hätte mehr Action und Spannung vertragen. Dafür passierte mir am Ende viel zu viel und zu schnell aufeinander. Ein Twist weniger hätte es für mich auch sein dürfen. Die Liebesgeschichte, die sich anbahnt oder besser gesagt der Wandel von Enemies to Lovers, war total vorhersehbar und hat mich völlig genervt. Da hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass die Autorin konsequenter geschrieben hätte und wäre dem Titel ihres Buches treu geblieben. Sie hätte die Protagonistin wirklich mal eiskalt Rache üben lassen sollen. Ach ja, der Titel des Buches ist auch so eine Sache. Mal ganz ehrlich, ich versteh es nicht, wenn ein Buch einen englischen Titel hat und dieses Buch bei uns mit einem anderen englischen Titel auf den Verkaufstresen kommt. Vor allem wenn die Titel sich im Grunde ähneln. Im Englischen heißt dieser "For She Is Wrath" - Denn sie ist der Zorn - im deutschen "I Am Fury" - Ich bin wütend oder Ich bin die Wut. Sinngemäß steckt in beiden das Gleiche. Das muss mir mal einer erklären, wie dieser neue Titel zustande gekommen ist. Ich find es totalen Quatsch. Zurück zum Buch. Im Grunde beschäftigt sich das Buch mit Fragen wie: wie wichtig ist Rache, wie kann man Rache üben, was richtet Rache bei einem Selber an und sollte man seine Rache über alles andere stellen? Ist Rache wirklich sinnvoll und bringt sie einem Seelenfrieden, ist man dadurch ein Stück geheilt von den Dingen, die einem geschehen sind. Das Buch gibt Antworten auf diese Fragen, aber mir haben die Antworten nicht so gut gefallen. Im Grunde habe ich ein Verständnis davon, was Rache anrichten und wie sie sich auswirken kann. Ich hätte mir hier mehr Tragik gewünscht, ich hätte mir hier kein FriedeFreudeEierkuchen Happy End gewünscht. Ich hatte mir wirklich erhofft, die Protagonistin zieht ihren Plan durch und muss dann mit den Konsequenzen leben. Ich hätte so einen moralischen und ethischen Zeigefinger im Buch viel wichtiger gefunden. Die Geschichte wäre mir so viel mehr im Gedächtnis geblieben und ich hätte bestimmt auch noch etwas Länger darüber nachgedacht. So muss ich leider sagen, hake ich die Story ab und gehe zum nächsten Buch über und die Handlung wird bei mir bald vergessen sein. Die Geschichte hatte Potential für ein gutes Buch, dass bei mir seinen Platz in meinem Bücherregal bekommen hätte. Jetzt wandert es leider auf den Rebuystapel und wird aus meiner Welt verschwinden.
6. Apr. 2026
Rache wird am besten kalt serviert - diese hier ist leider nur lauwarm.
Dania ist seit einem Jahr im Gefängnis eingekerkert. Der Mann, dem Sie am meisten vertraut hat, hat dafür gesorgt, dass sie hier seit 364 Tagen gefoltert und gequält wird. Nun versucht sie zum wiederholten Male aus den Gefängnis zu entkommen, um an all den Menschen Rache zu nehmen, die Schuld an ihrem Schicksal sind. Zunächst dachte ich, dass wird eine Geschichte à la Game of Thrones, da Dania genauso wie Arya Stark ständig die Namen ihrer Peiniger, an denen sie Rache nehmen will, aufzählt. Doch wo am Anfang kalte Rache, konsequente Brutalität und schonungslose Abrechnung geteasert wird, bleibt am Ende eine lauwarme Liebesgeschichte, die mich als Leserin eher enttäuscht als erfreut zurückgelassen hat. Das Wüstensetting und die Magie der Dschinn haben mir gut gefallen. In einigen Rezensionen konnte ich lesen, dass manchen das Worldbuilding und das Magiesystem zu wenig erklärt wurde, das fand ich nicht. Es war einfach gehalten und nicht so kompliziert und ich finde die Informationen, die ich bekommen habe, haben völlig ausgereicht. Vor allem wenn man bedenkt dass das Buch an Stand-Alone ist. Die Protagonistin Dania, die von Rachegelüsten quasi durchflutet wird, hat mir zunächst gut gefallen. Sie schreckt nicht davor zurück Gewalt anzuwenden und bis ans äußerste zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Was wie ich fand passend zu ihrer Charakterdarstellung war und zu dem, was sie erlebt hat und ihr angetan wurde. SPOILER ALERT Was mir nicht so gefallen hat war, dass sich manche Situationen so leicht ergeben haben, wie zum Beispiel, dass sie die richtige Person für die Flucht trifft, dass diese Person über magische Ressourcen verfügt, dass sie auf dem Weg Menschen trifft, die ihnen immer wohlgesonnen sind und dass sie leichten Zugang zu den Personen bekommt, an, denen sie sich rächen will. Ich finde das Buch hat einige Längen und plätschert vor allen Dingen im Mittelteil manchmal so vor sich hin, da hätte für mich auch gern ein paar Seiten gekürzt werden können oder die Geschichte hätte mehr Action und Spannung vertragen. Dafür passierte mir am Ende viel zu viel und zu schnell aufeinander. Ein Twist weniger hätte es für mich auch sein dürfen. Die Liebesgeschichte, die sich anbahnt oder besser gesagt der Wandel von Enemies to Lovers, war total vorhersehbar und hat mich völlig genervt. Da hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass die Autorin konsequenter geschrieben hätte und wäre dem Titel ihres Buches treu geblieben. Sie hätte die Protagonistin wirklich mal eiskalt Rache üben lassen sollen. Ach ja, der Titel des Buches ist auch so eine Sache. Mal ganz ehrlich, ich versteh es nicht, wenn ein Buch einen englischen Titel hat und dieses Buch bei uns mit einem anderen englischen Titel auf den Verkaufstresen kommt. Vor allem wenn die Titel sich im Grunde ähneln. Im Englischen heißt dieser "For She Is Wrath" - Denn sie ist der Zorn - im deutschen "I Am Fury" - Ich bin wütend oder Ich bin die Wut. Sinngemäß steckt in beiden das Gleiche. Das muss mir mal einer erklären, wie dieser neue Titel zustande gekommen ist. Ich find es totalen Quatsch. Zurück zum Buch. Im Grunde beschäftigt sich das Buch mit Fragen wie: wie wichtig ist Rache, wie kann man Rache üben, was richtet Rache bei einem Selber an und sollte man seine Rache über alles andere stellen? Ist Rache wirklich sinnvoll und bringt sie einem Seelenfrieden, ist man dadurch ein Stück geheilt von den Dingen, die einem geschehen sind. Das Buch gibt Antworten auf diese Fragen, aber mir haben die Antworten nicht so gut gefallen. Im Grunde habe ich ein Verständnis davon, was Rache anrichten und wie sie sich auswirken kann. Ich hätte mir hier mehr Tragik gewünscht, ich hätte mir hier kein FriedeFreudeEierkuchen Happy End gewünscht. Ich hatte mir wirklich erhofft, die Protagonistin zieht ihren Plan durch und muss dann mit den Konsequenzen leben. Ich hätte so einen moralischen und ethischen Zeigefinger im Buch viel wichtiger gefunden. Die Geschichte wäre mir so viel mehr im Gedächtnis geblieben und ich hätte bestimmt auch noch etwas Länger darüber nachgedacht. So muss ich leider sagen, hake ich die Story ab und gehe zum nächsten Buch über und die Handlung wird bei mir bald vergessen sein. Die Geschichte hatte Potential für ein gutes Buch, dass bei mir seinen Platz in meinem Bücherregal bekommen hätte. Jetzt wandert es leider auf den Rebuystapel und wird aus meiner Welt verschwinden.
6. Apr. 2026







