Hurricane Season
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
La Matosa, eine gottverlassene Gegend in der mexikanischen Provinz. In der brütenden Hitze bewegt sich eine Gruppe von Kindern durchs Zuckerrohrdickicht. Zwischen Plastiktüten und Schilf stoßen sie auf eine Tote, ihr Gesicht ist zu einer grausig lächelnden Grimasse entstellt: La Bruja, die Hexe, eine von den Dorfbewohnern so gefürchtete wie fasziniert umkreiste Heilerin. Manche sagen, in ihrer schwefligen Küche braue sie Tränke gegen Krankheit und Leid, andere sagen, die Alte treibe es mit dem Teufel. An Mordmotiven fehlt es nicht: Eifersucht, Drogenhandel, Leidenschaften, die besser nicht ruchbar werden und hat die Hexe nicht doch einen Schatz versteckt? Selbst die Polizei sucht nach dem Geld ...
Das ist kein Buch, das man „mal eben“ liest. Das ist ein Schlag ins Gesicht – mehrmals. Fernanda Melchor erzählt brutal, dreckig und gnadenlos von einer Welt, in der Gewalt, Drogen und Hoffnungslosigkeit ganz normaler Alltag sind. Nichts wird geschönt, niemand wird gerettet. Alle Figuren wirken innerlich schon lange kaputt. Liebe? Fehlanzeige. Hoffnung? Schon vor Jahren verprügelt. Stattdessen Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung. Alles ist dunkel, stickig, hoffnungslos – und genau so fühlt sich das Lesen auch an. Dazu kommt: Der Stil ist eine echte Geduldsprobe. Absätze? Luxus. Kurze Sätze? Träum weiter. Manche Sätze fühlen sich an wie ein Marathon ohne Luft holen. Am Anfang nervig, später irgendwie… hypnotisch. Man liest weiter, nicht weil es schön ist, sondern weil man endlich wissen will, wie schlimm es noch wird – und wann man aus dieser Welt wieder rauskommt. Fazit: Beeindruckend in seiner Schonungslosigkeit, aber kein Buch für schwache Nerven oder kurze Aufmerksamkeitsspannen. Stark gemacht, aber nichts, was ich nochmal lesen müsste.

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La Matosa, eine gottverlassene Gegend in der mexikanischen Provinz. In der brütenden Hitze bewegt sich eine Gruppe von Kindern durchs Zuckerrohrdickicht. Zwischen Plastiktüten und Schilf stoßen sie auf eine Tote, ihr Gesicht ist zu einer grausig lächelnden Grimasse entstellt: La Bruja, die Hexe, eine von den Dorfbewohnern so gefürchtete wie fasziniert umkreiste Heilerin. Manche sagen, in ihrer schwefligen Küche braue sie Tränke gegen Krankheit und Leid, andere sagen, die Alte treibe es mit dem Teufel. An Mordmotiven fehlt es nicht: Eifersucht, Drogenhandel, Leidenschaften, die besser nicht ruchbar werden und hat die Hexe nicht doch einen Schatz versteckt? Selbst die Polizei sucht nach dem Geld ...
Das ist kein Buch, das man „mal eben“ liest. Das ist ein Schlag ins Gesicht – mehrmals. Fernanda Melchor erzählt brutal, dreckig und gnadenlos von einer Welt, in der Gewalt, Drogen und Hoffnungslosigkeit ganz normaler Alltag sind. Nichts wird geschönt, niemand wird gerettet. Alle Figuren wirken innerlich schon lange kaputt. Liebe? Fehlanzeige. Hoffnung? Schon vor Jahren verprügelt. Stattdessen Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung. Alles ist dunkel, stickig, hoffnungslos – und genau so fühlt sich das Lesen auch an. Dazu kommt: Der Stil ist eine echte Geduldsprobe. Absätze? Luxus. Kurze Sätze? Träum weiter. Manche Sätze fühlen sich an wie ein Marathon ohne Luft holen. Am Anfang nervig, später irgendwie… hypnotisch. Man liest weiter, nicht weil es schön ist, sondern weil man endlich wissen will, wie schlimm es noch wird – und wann man aus dieser Welt wieder rauskommt. Fazit: Beeindruckend in seiner Schonungslosigkeit, aber kein Buch für schwache Nerven oder kurze Aufmerksamkeitsspannen. Stark gemacht, aber nichts, was ich nochmal lesen müsste.





