Hundertsiebenundachtzig Tage

Hundertsiebenundachtzig Tage

Softcover14,00 €E-Book10,99 €
4.312

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Beschreibung

Angst vor dem Morgen und davor, dass es kein Morgen geben wird »Die Hand an die Türklinke legen, die Tür aufmachen die Schwelle überschreiten den Garten durchqueren durch das kleine Tor gehen auf die Straße treten ... Dann werde ich es geschafft haben. Ich werde draußen gewesen sein, werde ein paar Meter zurückgelegt haben. Zum ersten Mal seit sechs Monaten.« – Auszug aus dem Buch "187 Tage" von Ludovic Lecomte Ein starker Roman über ein sensibles Thema: Was ist, wenn man der Welt nicht mehr begegnen will, nicht mehr kann, aber gar nicht weiß, wie das plötzlich gekommen ist? Dem 16-jährigen Ich-Erzähler ergeht es so, und er spürt alle Augen auf sich. Seine Eltern, seine besten Freunde, seine Therapeutin – sie warten. Darauf, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes, »normales« Leben macht. Nur eine Laune? Depressionen? Oder simuliert der Teenager, um nicht in die Schule zu müssen? Der junge Erzähler muss sich vielen Fragen stellen, aber seine eigenen sind die drängendsten. »Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?« Stück für Stück findet er Hilfe und Antworten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
Weitere Themen
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
112
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Ludovic Lecomte ist Grundschullehrer und Autor. Gerade befindet er sich in einem einjährigen Sabbatical und konzentriert sich vollständig aufs Schreiben. Er lebt im idyllischen Sablons sur Huisne in der Normandie. Nach einer Reihe an Kinderromanen ist "Hundertsiebenundachtzig Tage" sein erstes Buch für Jugendliche.

Beiträge

5
Alle
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Ein großartiger Jugendroman, der einem Depressionen bei Jugendlichen näherbringt.

Inhalt: Was tun, wenn man einfach nicht mehr rausgehen kann? Was tun, wenn man bei jeder Überlastung eine Panikattacke bekommt? Was tun, wenn sogar schon das Aufstehen zu Überlastung führt? Was tun, wenn man nicht mehr zur Schule gehen kann und seine Freunde nicht mehr treffen kann? Schreibstil: Das Buch ist mir unter die Haut gegangen. Es bespricht für Jugendliche die Themen Depression, Klimawandel und Überforderung. Durch verschiedene Darstellungen von Chatnachrichten und Listeneinträgen, die vom Blog kopiert wurden, bekommt das Buch noch einen gewissen Touch. Protagonist: Wir wissen vom Anfang bis Ende des Buches nicht den Namen des Protagonisten, und trotzdem schafft es der Autor, dass man ihm sehr nahekommt. Man spürt von der ersten bis zur letzten Seite die Angst und die Überforderung. Man spürt auch, dass es ihn belastet. Die Erwartungshaltung seiner Eltern, die auch unbewusst den Druck verstärken, ist so gut rübergebracht worden. Fazit: Dieses Buch sollte man in Schulen lesen, da es die Themen richtig beschreibt und auch zeigt, wie schwer es Jugendliche in der heutigen Zeit haben. Von mir eine klare Empfehlung.

Ein großartiger Jugendroman, der einem Depressionen bei Jugendlichen näherbringt.
4.5

Als der 16-jährige Ich-Erzähler eines Morgens wie immer zur Schule gehen will, kann er es nicht. Er kann nicht einen Schritt vor die Tür machen, ohne in Panik zu verfallen. Seine Eltern glauben anfangs, er simuliert, merken aber schnell, dass es nicht so ist. Und auch, dass es nicht einfach nur eine "Phase" über ein paar Tage ist. Seine Mutter sicht die Schuld bei sich, er fühlt sich schuldig. Er weiß doch selbst nicht, warum sein Körper, sein Geist nicht mehr wollen, warum er nicht mehr nach draußen gehen kann. Dann beschließt seine Mutter, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Per Telefonat beginnt der Jugendliche eine Therapie. In kurzen und schon geradezu nüchternen Worten erzählt der Teenager, was in ihm vorgeht. Die Panik, die Verzweiflung, die Selbstvorwürfe, die Wut, die Suche nach Antworten. Und trotz dieser nüchternen Worte kommen die Emotionen meiner Meinung nach wirklich gut rüber. Er erzählt, wie sein bester Freund anfangs noch täglich im Garten stand und mit ihm telefonierte, von seinem Tag berichtete, aber keine Fragen stellte. Bis die Besucht weniger wurden und dann ganz aufhören und er das auch verstehen kann, es aber trotzdem schmerzt. Dass seine Therapeutin immer "Wir" sagt - "was wir erreicht haben", "was wir nicht geschafft haben" - setzt ihn anfangs unter Druck. Dass seine Mutter bei jedem noch so kleinen Fortschritt gleich einen Ausflug plant, setzt ihn ebenfalls unter Druck, macht ihn wütend und verzweifelt. Wütend auf seine Mutter, die es nicht verstehr, wütend auf sich selbst. 187 Tage. An diesem 187. Tag benennt er erstmals jemand anderem gegenüber, was diese Panik ihn ihm auslöst. Vorher wusste er nicht was es ist, dann wollte er es nicht wahr haben, denn DAS kann doch nicht der Grund dafür sein. Oder? Die Geschichte ist wie so eine Art Tagebucheinträge aufgebaut, mit eingefügten Chat Nachrichten und Listen. Immer, wenn die Angst, die Verzweiflung größer wird, merkt man das am Schreibstil. Keine Interpunktion, keine Großschreibung. Abgehackte Sätze, oft nur einzelne Wörter. Ich finde, die Angststörung wird hier gut beschrieben, klare, einfache Worte. Das Ende ist ziemlich offen gehalten, was ich gar nichtmal so schlecht finde. Das Thema hätte definitiv noch mehr hergegeben, aber von der Länge her finde ich es eigentlich als Schullektüre gut geeignet. Ich fand die Geschichte auf jeden Fall intensiv und empfehlenswert.

5

Mega gut dargestellt. Ich leide ja unter Agoraphobie und habe mich selber in vielen Punkten wieder erkannt. Für welche die Angststörungen besser verstehen wollen ein absolutes Muss! Klare Empfehlung Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Angst vor dem Morgen und davor, dass es kein Morgen geben wird »Die Hand an die Türklinke legen, die Tür aufmachen die Schwelle überschreiten den Garten durchqueren durch das kleine Tor gehen auf die Straße treten ... Dann werde ich es geschafft haben. Ich werde draußen gewesen sein, werde ein paar Meter zurückgelegt haben. Zum ersten Mal seit sechs Monaten.« – Auszug aus dem Buch "187 Tage" von Ludovic Lecomte Ein starker Roman über ein sensibles Thema: Was ist, wenn man der Welt nicht mehr begegnen will, nicht mehr kann, aber gar nicht weiß, wie das plötzlich gekommen ist? Dem 16-jährigen Ich-Erzähler ergeht es so, und er spürt alle Augen auf sich. Seine Eltern, seine besten Freunde, seine Therapeutin – sie warten. Darauf, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes, »normales« Leben macht. Nur eine Laune? Depressionen? Oder simuliert der Teenager, um nicht in die Schule zu müssen? Der junge Erzähler muss sich vielen Fragen stellen, aber seine eigenen sind die drängendsten. »Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?« Stück für Stück findet er Hilfe und Antworten.

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Hundertsiebenundachtzig Tage

Hundertsiebenundachtzig Tage ist ein stiller, intensiver Roman über Trauer & Hoffnung. Lecomte beweist großes Feingefühl für die Gefühlswelt junger Menschen & zeigt, dass Heilung Zeit benötigt. Mit "Hundertsiebenundachtzig Tage" legte er einen eindringlichen & zugleich sensiblen Jugendroman vor, welches lange nachwirkt. Alleine der Titel, eine Zeitangabe welche andeutet, dass es sich um das Warten, Aushalten und Verarbeiten eines Ereignisses geht. Im Mittelpunkt, ein Jugendlicher Erzähler, der probiert einen Halt im Leben zu finden. Der Titel "187 Tage", markiert dabei eine Zeitspanne zwischen dem Ereignis & einem Wendepunkt. Lecomte erzählt in einer klaren Sprache, die besonders eindrucksvoll wirkt, weil sie Emotionen nicht dramatisiert, sondern nüchtern & diese als ehrlich beschreibt. Gerade diese zurückhaltung, macht die Geschichte berührender. Thematisch behandelt der Roman Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, Angst & den schwierigen Weg zurück ins Leben zu finden. Besonders auffällig ist die authentische Darstellung von denn Gedanken und Gefühle des Jugendlichen. Lecomte schafft es, innere Konflikte Glaubwürdig & Nachvollziehbar zu schildern, ohne belehrend zu wirken. "Hundertsiebenundachtzig Tage" ist ein Buch was in der Schule gelesen werden sollte. Das was der junge Erzähler durchmacht, ist ein aktuelles Thema, was viele Menschen betrifft, viele aber nicht davon wissen.

4

Emotional

Ein sehr emotionaler Roman über Angststörungen und der Kampf zurück ins Leben.

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