Himmel der Träume 02
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Mmmh, Band 2 konnte mich irgendwie nicht ganz so überzeugen. Nach dem ersten war ich ja schon recht zwiegespalten und hatte Hoffnung, dass der Abschluss mich nochmal umstimmt. War leider nicht so. Das Cover ist ein Traum und das restliche Artwork ist schön. Der Plot ist weiterhin sehr realistisch und es tut auch weh, die beiden so zu sehen. Aber die Charaktere konnten mich einfach nicht so ganz abholen. Zwar wirkt alles sehr echt und nicht sonderlich fiktiv, aber trotzdem konnte ich den Gedankengängen nicht richtig folgen. Wenn einen der Plot interessiert, dann sollte man dem Titel auf jeden Fall eine Chance geben. Aber vielleicht im Hinterkopf behalten, dass es nicht unbedingt für jeden etwas ist. Aber das muss man meiner Meinung nach selbst herausfinden.. 😬

Tolle Kurzreihe
Auch dieser Band thematisiert eindrucksvoll die systematische Aneignung weiblicher Kreativität durch Männer und zeigt auf, wie tief patriarchale Strukturen wirken. 💔 Gleichzeitig feiert die Geschichte weibliche Freundschaft und Selbstermächtigung. ❤️ Wenn ich etwas aus dem 2. Band mitgenommen habe, dann das die von Männern vereinnahmten Träume und Ideen kein Fundament haben, wenn sie auf Unterdrückung beruhen. 🌸 Fazit: Für mich war es eine bewegende Reihe, die durch ihre Poesie, Bildgewalt und Gesellschaftskritik zum Nachdenken anregt. 💕
„Ich bin nur das Luftschiff seiner Träume.“ Der zweite kund finale Band der Mangareihe ging mir unter die Haut. „Himmel der Träume“ spielt im historischen Belgien, in einer Zeit des Aufbruchs, der Seefahrer und Entdeckungsreisen und großen wissenschaftlichen Durchbrüchen. Im zweiten Band geht es um geistigen Diebstahl einerseits und andererseits um das Beziehungsgeflecht zweier Frauen, Amelie, der Frau des treulosen Händlers Hans, und Sahara, der Sklavin, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hat. Spannend für mich war die Dynamik beider Frauen, wie sie sich immer wieder zwischen Zu- und Abneigung begegnen, im selben Boot sitzen und dann doch wieder nicht. Generell die Darstellung der Frauenbilder und der Frauenrollen, die zu der Zeit eng gesteckt waren und aus der die Frauen nur schwer ausbrechen konnten, war für mich sehr eindrucksvoll und detailliert. Anhand von Sahara, Amelie und einer Dienerin in Hans Haushalt konnte ich Treue und Abhängigkeit, Zwang und Hass deutlich verfolgen. Hans selbst hat für mich an Tiefe gewonnen - er ist immer noch unerträglich, keine Sorge, aber ich konnte sehen für wen sein Herz schlägt - und die Herausarbeitung dieses Charakterzuges war für mich allein schon großes Kino. Der Artstyle ist außergewöhnlich - allein das Cover zieht meinen Blick an - die Farben, die Details und die Pose der beiden Protagonistinnen machen sehr neugierig auf den Inhalt. Der Manga wird von einer klaren Linienführung bestimmt, durchbrochen von ganzseitigen Panels, die den Lesenden zum Verweilen animieren. Viele Details haben hier versteckte Bedeutungen. Der Text korrespondiert gut mit den Bildern, die so aussagekräftig sind, dass nichts zweimal erklärt werden muss. Ich habe viele Alltagssituationen und Szenen, in denen beide an ihre emotionalen Grenzen kamen, miterlebt. Das Stück Geschichte in zwei Mangabänden zu komprimieren erfordert einen sehr guten Plot - der wirklich geglückt ist. Die historischen Vibes wurden genauso transportiert wie die Emotionen der Figuren. Für mich sind die beiden Bände ein Highlight, das ich jedem Histo-Fan ans Herz legen möchte.
Gelungener Abschluss
Der zweite Band gefiel mir ähnlich gut wie der erste. Gerade die ungeschönte historische Richtung gefiel mir weiterhin sehr. Auch die Entwicklung der einen Magd, die sie am liebsten mit Hans zusammengekommen wäre, fand ich echt gut gemacht. Die Geschichte von Amelie wiederum ist eine tragische, aber gerade in der Zeit und vielen anderen Frauen muss es so ähnlich ergangen sein. Hans ist und bleibt ein Pisser, auch wenn ich zwischendurch kurz dachte, er fängt sich. Und Sahara als Charakter finde, hätte ruhig noch etwas ausgebaut werden können. Das wäre auch so meine einzige Kritik. Wer mal was Historisches lesen will, sollte den Titel mal ausprobieren.

Ich mag die Darstellung der Lebensrealitäten von Frauen zu dieser Zeit, aber ansonsten konnte mich der Manga nicht überzeugen. Das Ende ist etwas offen, gerade was die Gefühle zwischen den Protagonistinnen angeht. Man sollte hier keine Liebesgeschichte erwarten. Amelie fand die Sklavin (von der man leider bis zum Ende nicht den richtigen Namen erfährt) anziehend, aber es passiert nichts zwischen ihnen. Insgesamt bin ich leider enttäuscht. Es ist alles recht deprimierend. Hans ist ein schlechter Mensch und alle sind irgendwie unglücklich in ihrer Situation. Auch diese eine Dienerin hat mich aufgeregt mit ihrer Naivität. Mag alles realistisch sein und ich fand einige Aspekte interessant, aber gepackt hat es mich beim Lesen nicht und man bleibt am Ende mit einem Gefühl von "und jetzt?" zurück.
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Mmmh, Band 2 konnte mich irgendwie nicht ganz so überzeugen. Nach dem ersten war ich ja schon recht zwiegespalten und hatte Hoffnung, dass der Abschluss mich nochmal umstimmt. War leider nicht so. Das Cover ist ein Traum und das restliche Artwork ist schön. Der Plot ist weiterhin sehr realistisch und es tut auch weh, die beiden so zu sehen. Aber die Charaktere konnten mich einfach nicht so ganz abholen. Zwar wirkt alles sehr echt und nicht sonderlich fiktiv, aber trotzdem konnte ich den Gedankengängen nicht richtig folgen. Wenn einen der Plot interessiert, dann sollte man dem Titel auf jeden Fall eine Chance geben. Aber vielleicht im Hinterkopf behalten, dass es nicht unbedingt für jeden etwas ist. Aber das muss man meiner Meinung nach selbst herausfinden.. 😬

Tolle Kurzreihe
Auch dieser Band thematisiert eindrucksvoll die systematische Aneignung weiblicher Kreativität durch Männer und zeigt auf, wie tief patriarchale Strukturen wirken. 💔 Gleichzeitig feiert die Geschichte weibliche Freundschaft und Selbstermächtigung. ❤️ Wenn ich etwas aus dem 2. Band mitgenommen habe, dann das die von Männern vereinnahmten Träume und Ideen kein Fundament haben, wenn sie auf Unterdrückung beruhen. 🌸 Fazit: Für mich war es eine bewegende Reihe, die durch ihre Poesie, Bildgewalt und Gesellschaftskritik zum Nachdenken anregt. 💕
„Ich bin nur das Luftschiff seiner Träume.“ Der zweite kund finale Band der Mangareihe ging mir unter die Haut. „Himmel der Träume“ spielt im historischen Belgien, in einer Zeit des Aufbruchs, der Seefahrer und Entdeckungsreisen und großen wissenschaftlichen Durchbrüchen. Im zweiten Band geht es um geistigen Diebstahl einerseits und andererseits um das Beziehungsgeflecht zweier Frauen, Amelie, der Frau des treulosen Händlers Hans, und Sahara, der Sklavin, die er von einer seiner Reisen mitgebracht hat. Spannend für mich war die Dynamik beider Frauen, wie sie sich immer wieder zwischen Zu- und Abneigung begegnen, im selben Boot sitzen und dann doch wieder nicht. Generell die Darstellung der Frauenbilder und der Frauenrollen, die zu der Zeit eng gesteckt waren und aus der die Frauen nur schwer ausbrechen konnten, war für mich sehr eindrucksvoll und detailliert. Anhand von Sahara, Amelie und einer Dienerin in Hans Haushalt konnte ich Treue und Abhängigkeit, Zwang und Hass deutlich verfolgen. Hans selbst hat für mich an Tiefe gewonnen - er ist immer noch unerträglich, keine Sorge, aber ich konnte sehen für wen sein Herz schlägt - und die Herausarbeitung dieses Charakterzuges war für mich allein schon großes Kino. Der Artstyle ist außergewöhnlich - allein das Cover zieht meinen Blick an - die Farben, die Details und die Pose der beiden Protagonistinnen machen sehr neugierig auf den Inhalt. Der Manga wird von einer klaren Linienführung bestimmt, durchbrochen von ganzseitigen Panels, die den Lesenden zum Verweilen animieren. Viele Details haben hier versteckte Bedeutungen. Der Text korrespondiert gut mit den Bildern, die so aussagekräftig sind, dass nichts zweimal erklärt werden muss. Ich habe viele Alltagssituationen und Szenen, in denen beide an ihre emotionalen Grenzen kamen, miterlebt. Das Stück Geschichte in zwei Mangabänden zu komprimieren erfordert einen sehr guten Plot - der wirklich geglückt ist. Die historischen Vibes wurden genauso transportiert wie die Emotionen der Figuren. Für mich sind die beiden Bände ein Highlight, das ich jedem Histo-Fan ans Herz legen möchte.
Gelungener Abschluss
Der zweite Band gefiel mir ähnlich gut wie der erste. Gerade die ungeschönte historische Richtung gefiel mir weiterhin sehr. Auch die Entwicklung der einen Magd, die sie am liebsten mit Hans zusammengekommen wäre, fand ich echt gut gemacht. Die Geschichte von Amelie wiederum ist eine tragische, aber gerade in der Zeit und vielen anderen Frauen muss es so ähnlich ergangen sein. Hans ist und bleibt ein Pisser, auch wenn ich zwischendurch kurz dachte, er fängt sich. Und Sahara als Charakter finde, hätte ruhig noch etwas ausgebaut werden können. Das wäre auch so meine einzige Kritik. Wer mal was Historisches lesen will, sollte den Titel mal ausprobieren.

Ich mag die Darstellung der Lebensrealitäten von Frauen zu dieser Zeit, aber ansonsten konnte mich der Manga nicht überzeugen. Das Ende ist etwas offen, gerade was die Gefühle zwischen den Protagonistinnen angeht. Man sollte hier keine Liebesgeschichte erwarten. Amelie fand die Sklavin (von der man leider bis zum Ende nicht den richtigen Namen erfährt) anziehend, aber es passiert nichts zwischen ihnen. Insgesamt bin ich leider enttäuscht. Es ist alles recht deprimierend. Hans ist ein schlechter Mensch und alle sind irgendwie unglücklich in ihrer Situation. Auch diese eine Dienerin hat mich aufgeregt mit ihrer Naivität. Mag alles realistisch sein und ich fand einige Aspekte interessant, aber gepackt hat es mich beim Lesen nicht und man bleibt am Ende mit einem Gefühl von "und jetzt?" zurück.








