Heißer Frühling

Heißer Frühling

Taschenbuch
3.82

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Beschreibung

Madschids Jugendtraum war eigentlich, als Sänger berühmt zu werden. Aber auch sein jüngerer Bruder Ahmed wird durch die Ereignisse aus der Bahn geworfen. Linkisch und verträumt, interessierte er sich nur fürs Malen und Fotografieren. Nun arbeitet er als Sanitäter beim Roten Halbmond. Während die Frauen den immer schwierigeren Alltag meistern und sich um die Notleidenden kümmern, ist der sensible Ahmed zutiefst verstört. Er verschließt sich seiner Familie und seinen Freunden, wird immer radikaler in seinen Ansichten - bis er schließlich handelt. Ein Verzweiflungs- oder ein Terrorakt?

Für diesen Roman hat Sahar Khalifa Tagebuchaufzeichnungen eines Presseberaters von Jassir Arafat verwendet, die während der Belagerung von Arafats Regierungssitz entstanden sind. Zudem hat sie viele Gespräche mit Frauen aus der Altstadt von Nablus geführt. Der Roman vermittelt dadurch ein authentisches Bild des Lebens im Westjordanland in den letzten Jahren.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
288
Preis
9.90 €

Autorenbeschreibung

Sahar Khalifa, geboren 1941 in Nablus, Palästina, ging mit achtzehn Jahren eine traditionelle Ehe ein, die dreizehn Jahre dauerte. Nach der Scheidung begann sie sich verstärkt dem Schreiben zu widmen, studierte in den USA und arbeitete als Dozentin an der Universität Bir Zeit. In Nablus gründete sie ein palästinensisches Frauenzentrum, das sie neben ihrer schriftstellerischen Arbeit leitet. Sie lebt in Nablus und Amman.

Beiträge

1
Alle
2.5

Gute Charaktere, schlechte Story

"Heißer Frühling" beginnt mit Fokus auf die Brüder Ahmed und Madschid, die als Individuen und in ihrem Familiengefüge stark und glaubwürdig beschrieben sind. Sobald die Operation Schutzschild beginnt (die nie benannt wird, aber vermutlich waren zum Zeitpunkt des Erscheinens die damals erst kürzlich vergangenen Ereignisse der Zweiten Intifada den Lesern präsenter) zerfastert der Roman völlig. Es könnte vielleicht ein Bild für das Chaos und die Sinnlosigkeit von Krieg sein, aber es liest sich eben nur chaotisch und sinnlos, ohne ein Ganzes zu ergeben. Ständig neue Charaktere, deren Entwicklung wir nur noch in schlaglichtartigen Sprüngen sehen. Ein paar poetische Sätze retten das Schlamassel leider nicht.

Gute Charaktere, schlechte Story
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