Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mieze Medusa, geboren 1975, heißt im bürgerlichen Leben Doris Mitterbacher und lebt in Wien. Sie steht als Rapperin und Spoken-Word-Performerin seit 2002 auf internationalen Bühnen und hat ihren MC-Namen in die Prosa mitgenommen. Ihr Debütroman „Freischnorcheln“ erschien 2008, seitdem hat sie Prosatexte, aber auch Sammlungen von Poetry-Slam-Texten und Tonträger des Hip-Hop-Duos „mieze medusa & tenderboy“ publiziert sowie Theaterarbeiten und musikalischexperimentelle Projekte realisiert. Zuletzt erschienen: „Du bist dran“ (2021), „Was über Frauen geredet wird“ (2022) und "Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht" (2025).
Beiträge
Bis Melanie beim titelgebenden Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht ankommt, vergehen über 300 unterhaltsame Seiten, in denen Melanie manchmal an ihren Lebensentscheidungen zweifelt. Am meisten quält sie die Sehnsucht nach ihrer Teenagertochter Adele, die mit Melanies Ex in Neuseeland lebt, während Melanie in Wien zuhause ist. Hier ist nicht alles gut, aber doch ganz okay: Zu Geldsorgen und Sehnsucht nach Adele gesellen sich zwei gute Freundinnen, ein Job in einem feministischen Hotelprojekt und eine steirische Almhütte im Familienbesitz. Wie es Leser*innen von Mieze Medusa gewohnt sind, zeigt sie auch in ihrem neuen Buch vielschichtige Frauenrollen und deren Selbst- und Fremdwahrnehmung auf. Mit einem genauen Blick für Details und einer wertschätzenden Sprache lädt dieser Roman die Leser*innen zum Eintauchen in Melanies Welt ein, die sich um die Frage dreht, wann sich Melanie und Adele wiedersehen werden. Leseempfehlung!
Mieze Medusas Roman erzählt von einer Frau, die nach der Trennung von ihrem Mann und dem Weggang ihrer Tochter ihr Leben neu zusammensetzt - und sich dabei in einem feministischen Hotelprojekt wiederfindet. Unterstützt wird sie von einem warmherzigen Freundeskreis, der sie durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Trotz einiger Fehltritte blickt sie am Ende versöhnlich auf ihr Leben zurück - mit dem Wiedersehen ihrer Tochter fest im Blick. Der Stil ist leicht, pointiert und von einem feinen Sprachwitz getragen. Die kurzen Kapitel lassen sich gut zwischendurch lesen, und der Ton bleibt angenehm lebendig. Inhaltlich ist die Geschichte eher ruhig und bodenständig - das Leben, wie es eben oft ist: unspektakulär, manchmal chaotisch, aber trotzdem berührend. Rundherum begegnen einem viele Figuren und Themen: zwei beste Freundinnen, ein reisefreudiger Cousin, eine Mutter auf dem Jakobsweg, eine Almhütte, eine Drag Parade in Schottland - und dazu große Schlagworte wie Corona, Inflation, Umweltkrise und Klassismus. Für mich war das gelegentlich etwas zu viel auf einmal; manche Fäden wirkten zu schnell angerissen, um wirklich Wirkung zu entfalten. Trotzdem hat mich Mieze Medusas Art zu erzählen überzeugt. Ihre Sprache ist quirlig, lebendig und transportiert eine Energie, die man beim Lesen spürt. Vielleicht ist das genau der Punkt - das Buch zeigt, wie viel Tempo, Unordnung und gleichzeitige Leichtigkeit das Leben in der Mitte ausmachen können. Ein kurzweiliger, kluger und sprachlich starker Roman über das Chaos des Alltags, das trotzdem Sinn ergibt. Für alle, die Geschichten über Neuanfänge, Selbstfindung und das kleine Glück zwischendurch mögen, eine klare Leseempfehlung. Herzlichen Dank an NetGalley und den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Mieze Medusa, geboren 1975, heißt im bürgerlichen Leben Doris Mitterbacher und lebt in Wien. Sie steht als Rapperin und Spoken-Word-Performerin seit 2002 auf internationalen Bühnen und hat ihren MC-Namen in die Prosa mitgenommen. Ihr Debütroman „Freischnorcheln“ erschien 2008, seitdem hat sie Prosatexte, aber auch Sammlungen von Poetry-Slam-Texten und Tonträger des Hip-Hop-Duos „mieze medusa & tenderboy“ publiziert sowie Theaterarbeiten und musikalischexperimentelle Projekte realisiert. Zuletzt erschienen: „Du bist dran“ (2021), „Was über Frauen geredet wird“ (2022) und "Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht" (2025).
Beiträge
Bis Melanie beim titelgebenden Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht ankommt, vergehen über 300 unterhaltsame Seiten, in denen Melanie manchmal an ihren Lebensentscheidungen zweifelt. Am meisten quält sie die Sehnsucht nach ihrer Teenagertochter Adele, die mit Melanies Ex in Neuseeland lebt, während Melanie in Wien zuhause ist. Hier ist nicht alles gut, aber doch ganz okay: Zu Geldsorgen und Sehnsucht nach Adele gesellen sich zwei gute Freundinnen, ein Job in einem feministischen Hotelprojekt und eine steirische Almhütte im Familienbesitz. Wie es Leser*innen von Mieze Medusa gewohnt sind, zeigt sie auch in ihrem neuen Buch vielschichtige Frauenrollen und deren Selbst- und Fremdwahrnehmung auf. Mit einem genauen Blick für Details und einer wertschätzenden Sprache lädt dieser Roman die Leser*innen zum Eintauchen in Melanies Welt ein, die sich um die Frage dreht, wann sich Melanie und Adele wiedersehen werden. Leseempfehlung!
Mieze Medusas Roman erzählt von einer Frau, die nach der Trennung von ihrem Mann und dem Weggang ihrer Tochter ihr Leben neu zusammensetzt - und sich dabei in einem feministischen Hotelprojekt wiederfindet. Unterstützt wird sie von einem warmherzigen Freundeskreis, der sie durch alle Höhen und Tiefen begleitet. Trotz einiger Fehltritte blickt sie am Ende versöhnlich auf ihr Leben zurück - mit dem Wiedersehen ihrer Tochter fest im Blick. Der Stil ist leicht, pointiert und von einem feinen Sprachwitz getragen. Die kurzen Kapitel lassen sich gut zwischendurch lesen, und der Ton bleibt angenehm lebendig. Inhaltlich ist die Geschichte eher ruhig und bodenständig - das Leben, wie es eben oft ist: unspektakulär, manchmal chaotisch, aber trotzdem berührend. Rundherum begegnen einem viele Figuren und Themen: zwei beste Freundinnen, ein reisefreudiger Cousin, eine Mutter auf dem Jakobsweg, eine Almhütte, eine Drag Parade in Schottland - und dazu große Schlagworte wie Corona, Inflation, Umweltkrise und Klassismus. Für mich war das gelegentlich etwas zu viel auf einmal; manche Fäden wirkten zu schnell angerissen, um wirklich Wirkung zu entfalten. Trotzdem hat mich Mieze Medusas Art zu erzählen überzeugt. Ihre Sprache ist quirlig, lebendig und transportiert eine Energie, die man beim Lesen spürt. Vielleicht ist das genau der Punkt - das Buch zeigt, wie viel Tempo, Unordnung und gleichzeitige Leichtigkeit das Leben in der Mitte ausmachen können. Ein kurzweiliger, kluger und sprachlich starker Roman über das Chaos des Alltags, das trotzdem Sinn ergibt. Für alle, die Geschichten über Neuanfänge, Selbstfindung und das kleine Glück zwischendurch mögen, eine klare Leseempfehlung. Herzlichen Dank an NetGalley und den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.





