Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

grazer partituren

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Über das Buch

„Musik weckt Erwartungen, die von Musik nicht mehr erfüllt werden können“, schreibt Martin Walser. Helwig Brunner, selbst gelernter Musiker, komponiert Gedichte, um einige dieser Erwartungen mit den Mitteln der Sprache zugänglich zu machen. Die partituren seines neuen Bandes fügen sorgfältig intonierte Sprachmelodien zu Textgebilden, die auf herkömmliche Lyrik-Attribute weitgehend verzichten und sich allein in ihrer klanglichen und inhaltlichen Verdichtung als – nomen est omen – Gedichte zu erkennen geben. Trotz ihrer Verortung an bestimmten Lokalitäten der steirischen Landeshauptstadt leisten die grazer partituren keine Fremdenführerdienste. Schon gar nicht beziehen sie Position auf stadtpolitischem Terrain – auch dafür gibt es wohl probatere Mittel als das Gedicht. Sehr wohl aber üben sich die Verse in leiser Opposition, indem sie manche Gewohnheiten des Auffassens, Denkens und Sprechens gründlich durchkreuzen und damit zur Tiefenschärfe der Wahrnehmung in Graz und anderswo beitragen. Helwig Brunner findet als Lyriker zunehmend internationale Beachtung. Schon bisher lobte die Kritik vor allem die Musikalität seiner Gedichte. Umso mehr gilt dies für die neuen Arbeiten des Grazers, die noch stärker als bisher die klanglichen und rhythmischen Qualitäten der Sprache erlebbar machen. „Vor allem aber seine Nähe zu den Worten und ihren Rhythmen macht diesen Band zu einem sinnlichen Erlebnis.“ (Sonja Harter in der „Kleinen Zeitung“ über den 2002 erschienenen Gedichtband „Gehen, schauen, sagen“)
ISBN9783854891048
VerlagSteirische Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum31.03.04
Seitenzahl112

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