Gott und die Welt

Gott und die Welt

Hardcover
3.76

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Beschreibung

Marie Luise Kaschnitz erzählt in »Gott und die Welt« von ihrem Leben im Frankfurt der 60er-Jahre. Die anstehenden Stürme der Studentenrevolution und der außerparlamentarischen Oppositionen sind in ihren Gedanken präsent. In einer durch die drohende Kündigung ihrer Wohnung im Westend ausgelösten existenzielle Beunruhigung berichtet sie fasziniert von einer sich verändernden Stadt, die trotz aller Sorgen ihr Lebensmittelpunkt bleibt. Und sie beleuchtet Themen, die uns heute noch und wieder beschäftigen: die Zukunft der Arbeit, die Bedrohung durch technische Entwicklungen, die Veränderungen in der Natur. Nicht zuletzt hinterließ uns Marie Luise Kaschnitz wunderbare erhellende Aufzeichnungen, die uns ein Frankfurt zeichnen, in dem man gerne zu Hause ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
200
Preis
20.70 €

Autorenbeschreibung

Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 im badischen Karlsruhe, machte nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin in Weimar, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. 1933 erschien ihr erstes Buch, "Liebe beginnt", ein Roman, ihre bekanntesten Werke sind "Beschreibung eines Dorfes", "Tage, Tage, Jahre" und "Orte". Sie wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet.

Beiträge

2
Alle
3.5

Diese Zusammenstellung den Texten von Kaschnitz wurde eigensinnig für die Veranstaltungsreihe Frankfurt liest ein Buch ausgewählt und neu veröffentlicht. Die Passagen sind also aus verschiedenen Büchern und Tagebüchern von ihr neu sortiert und auf Frankfurt bezogen. Es gab sehr gute Passagen und Gedankenspiele, die mich auch zum Nachdenken angeregt haben. Allerdings merkt man das zusammengestellte sehr und ein Fluss beim Lesen kommt so leider nicht auf. Allerdings ist es zum Stöbern und Kennenlernen des alten Frankfurt und der Autorin sehr gut geeignet.

3.5

“Ich bin oft genug gefragt worden, warum ich diese hässliche Stadt nicht verlasse…”

Anlässlich des 125. Geburtstags von Marie Luise Kaschnitz und im Rahmen der Veranstaltungsreihe Frankfurt liest ein Buch wurde diese Textsammlung neu veröffentlicht. Sie versammelt vor allem tagebuchartige Aufzeichnungen aus den Jahren 1966–67 (erstmals 1968 unter dem Titel Tage, Tage, Jahre erschienen), ergänzt durch ausgewählte Texte aus dem Werk Orte (1973). Die Aufzeichnungen lassen sich als vielschichtiges Zeitdokument der 1960er-Jahre lesen. Der Blick richtet sich dabei nicht nur zurück auf die Schrecken der Bombennächte und die Zerstörung, sondern ebenso nach vorn: Themen wie Städtebau, fortschreitende Automatisierung und gesellschaftliche Entfremdung werden eindrücklich reflektiert. Für mich als Frankfurter sind die Texte teilweise durchaus interessant, zudem besticht der Band durch seine oft sehr schöne Prosa. Dennoch hat mich die Lektüre hin und wieder etwas verloren zurückgelassen, was vermutlich auch an der fragmentierten Zusammenstellung liegt.

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