Gleis 4

Gleis 4

Taschenbuch
3.414
TodGegenwartsliteraturChaosPolizei

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Beschreibung

Manchmal kommt alles anders. Und das muss noch nicht einmal schlecht sein.

Eigentlich will Isabelle nur für ein paar unbeschwerte Tage in den Urlaub nach Italien fliegen. Doch dann bricht der ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen freundlicherweise den Koffer zu den Gleisen hinaufträgt, plötzlich tot zusammen. An Urlaub ist daraufhin für Isabelle nicht mehr zu denken. Denn nicht nur fühlt sie sich unschuldig schuldig an dem Tod des Unbekannten, sondern sie möchte auch unbedingt herausfinden, wer der Verstorbene gewesen ist. Und damit gerät sie in eine ebenso ungeheuerliche wie geheimnisvolle Geschichte, die ihr gewohntes Leben völlig durcheinander rüttelt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
224
Preis
12.40 €

Autorenbeschreibung

Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren. Er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Hohler ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Alice-Salomon-Preis und dem Johann-Peter-Hebel-Preis. Sein Werk erscheint seit über fünfzig Jahren im Luchterhand Literaturverlag.

Beiträge

3
Alle
5

Interessante Erzählung

Eigentlich wollte Isabelle nur nach Stromboli reisen und ihre Freundin dort treffen. Aber am Bahnhof hilft ihr ein ältere Herr, ihren Koffer die Treppe hinauf zu tragen und dieser Herr bricht oben am Gleis 4 zusammen. Tot! Hier ändert sich für Isabelle alles. Was ist da passiert? Unaufgeregt und mit der Stimme eines lockeren Erzählers, wird die Geschichte von Marcel durch Isabelle aufgeklärt! Für mich ehr eine Erzählung als Roman. Stromboli ist vergessen. Sie lernt bei dieser kurzen Begegnung neue Menschen kennen, aber scheint sie auch in Gefahr zu sein? Oder ist doch alles ganz anders. Super! So weg gelesen!

1

Was hätte man daraus alles machen können....!

Der Klappentext las sich so gut: Isabelle, Pflegeleiterin einer Senioreneinrichtung, will nach überstandener Gallen-OP zu ihrer Freundin nach Italien reisen, um dort auszuruhen. Als sie am Bahnhof die Treppe zum Gleis hochgehen will, bietet ein älterer Mann ihr an, ihren Koffer hochzutragen. Völlig überrumpelt nimmt sie das Angebot an, der Mann trägt den Koffer hoch und - bricht tot zusammen. Das, was danach folgt, lässt sich mit "An den Haaren herbeigezogen" gar nicht genug beschreiben. ACHTUNG, AB HIER SPOILER-GEFAHR! Isabelle behält Handy und Unterlagen des Toten, beantwortet sogar Anrufe für ihn und ermittelt locker-flockig, warum der Tote überhaupt aus Kanada in die Schweiz gekommen ist. Über die Polizei nimmt die Witwe des Toten Kontakt zu ihr auf, Isabelle lässt sie natürlich sofort bei sich wohnen und hilft weiter bei der Spurensuche, das alles in einem nervigen deutsch-französisch-englisch-Mix. Auch Isabelles Tochter mischt plötzlich mit, findet bei ihrer Recherche eine Vodoopuppe (!!!) und trifft danach - rein zufällig - eine Frau, deren Vater als Stammesvater weiß, wie man den Fluch der Vodoopuppe beendet. Und das alles mitten in der Schweiz! Zum Ende hin soll dann der Verstorbene am Vortag das Heim, in dem Isabelle arbeitet, besucht haben. Und da er sie dort nicht antreffen konnte, hat man ihm einfach so Isabelles Privatadresse gegeben, Datenschutz gibt es in der Schweiz wohl nicht. Und als wäre das alles noch nicht genug: in diesem Buch aus 2014 wird das N-Wort genutzt, was ich einfach unmöglich finde. Wie gesagt, die Ausgangssituation war richtig toll, leider wurde nichts draus gemacht.

2

Der sozialkritische Aspekt war das Einzige, was mich an diesem Buch interessiert hat. Die Problematik der Verdingbuben war mir neu und hat mich erschüttert. Nach einer kurzen Recherche, habe ich auch einen Film gefunden, der das Thema behandelt: "Der Verdingbub" Max Hubacher (Darsteller, Hauptdarsteller), Katja Riemann (Darsteller, Hauptdarsteller), Markus Imboden (Regisseur) Ansonsten fand ich das Buch voller Klischees (die fotografierenden Japaner, Kunstlehrer mit Pferdeschawnz usw), gegen Ende fast kitschig (siehe die Freundschaft der beiden Frauen). Mir hat insgesamt auch die Atmosphäre gefehlt, ich habe das Buch einfach zur Kenntnis genommen. Stilistisch gab es für mich auch keinen Reiz. Schade, ich habe mir das erste Treffen mit Franz Holhler anders vorgestellt ...

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