Gig Economy

Gig Economy

Taschenbuch
4.01

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Beschreibung

Ob Foodora, Deliveroo oder Uber – die Unternehmen der Plattformökonomie bieten denen, die für sie arbeiten, oft das Schlechteste aus beiden Welten: die Unfreiheit von Angestellten gepaart mit der Unsicherheit von Freelancern. Die sogenannte Gig Economy ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs.

Längst ist auch das Standard-Beschäftigungsmodell in die Krise geraten: Minijobs und aufgeweichter Kündigungsschutz, unfreiwillige Teilzeit und Zeitarbeit sind allesamt Facetten einer Entwicklung, die den Arbeitsmarkt des globalen Nordens seit den späten siebziger Jahren erschüttert. Colin Crouch liefert eine differenzierte Analyse und bietet Vorschläge für zeitgemäße Reformen, mit denen die Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt abgefedert werden könnten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
136
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Colin Crouch, geboren 1944, lehrte bis zu seiner Emeritierung Governance and Public Management an der Warwick Business School. Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhielt Crouch 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Beiträge

1
Alle
4

Arbeit, Unsicherheit und die Grenzen neoliberaler Flexibilität

In „Gig Economy – Prekäre Arbeit im Zeitalter von Uber, Minijobs & Co.” analysiert Colin Crouch die Veränderungen der Arbeitswelt im Zeitalter digitaler Plattformen. Er beschreibt präzise, wie Unternehmen wie beispielsweise Uber die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und Anstellung zunehmend verwischen, mit weitreichenden Folgen für soziale Sicherheit, Arbeitnehmer:innenrechte und gesellschaftliche Teilhabe. Besonders stark sind die ersten Kapitel, in denen Crouch eine fundierte Bestandsaufnahme der aktuellen Situation liefert. Zahlreiche Grafiken und empirische Daten machen die Entwicklungen nachvollziehbar und veranschaulichen die Mechanismen der neuen Prekarität. Im zweiten Teil widmet sich Crouch den möglichen politischen und wirtschaftlichen Antworten auf diese Entwicklungen. Seine Vorschläge bleiben jedoch eher reformistisch und vorsichtig, solide durchdacht, aber weniger radikal, als der Titel vielleicht erwarten lässt. Etwas mehr Mut zu revolutionären Ansätzen hätte der Analyse zusätzliche Tiefe verliehen. „Gig Economy” ist ein klar strukturiertes Buch, das ein komplexes Thema verständlich aufbereitet und wichtige Denkanstöße liefert. Mit einer Bewertung von 4/5 ist es ein informativer und relevanter Beitrag zur Debatte über Arbeit, Macht und soziale Gerechtigkeit im Kapitalismus.

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