Gestaltung innerörtlicher Verkehrswegenetze
von Markus Friedrich
E-Book
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht in der Entwicklung einer konsistenten,
übertragbaren Methode zur Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswegenetze für den
Kfz-Verkehr, den Radverkehr und den Fußverkehr, die die Anforderungen der Netzgestal-
tung und der Straßenraumgestaltung integriert. Die Entwicklung von Liniennetzen für den
öffentlichen Verkehr ist nicht Gegenstand des Projekts. Die Methode soll aber die Belange
des straßengebundenen ÖV berücksichtigen, die sich aus vorhandenen oder geplanten Li-
niennetzen ergeben. Die Methode soll die RIN-Methode zur funktionalen Gliederung (RIN
2008) weiterentwickeln und an zwölf Untersuchungskommunen getestet werden.
Um das Projektziel zu erreichen, wird zunächst der nationale und internationale Stand der
Verkehrswegenetzgestaltung in Forschung und Praxis in einer Literaturanalyse dargestellt
und darauf aufbauend Anforderungen an innergemeindliche Verkehrswegenetze systema-
tisiert. Darauf folgt eine analytische und empirische Untersuchung in der die Ausgangssitu-
ation 12 unterschiedlich großer Untersuchungskommunen in Deutschland betrachtet wird.
Mit Hilfe öffentlich zugänglicher Daten wird eine Datenbasis für die Erstellung digitaler
Netzmodelle für die Untersuchungskommunen geschaffen. Die Modelle werden durch
kommunenspezifische Daten ergänzt. In einer Analyse der Eigenschaften der Netze werden
diese auf Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Besonderheiten untersucht. Um Aussagen
zu den Möglichkeiten und Grenzen der bisherigen RIN-Methode zu erhalten, wird die
RIN-Methode für innergemeindliche Verkehrswegenetze angewendet und die Ergebnisse
mit Planenden aus den Untersuchungskommunen diskutiert. Die Vorgehensweise ent-
spricht dabei einer einheitlichen Operationalisierung der Methode ohne kommunenspezi-
fische Anpassungen. Dadurch soll der Aspekt der Übertragbarkeit berücksichtigt werden.
Die Analyse der RIN-Anwendung ist dann Grundlage für die Entwicklung einer geeigneten
Methode zur Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswegenetze.
Die Methode sieht zunächst die Entwicklung sektoraler Netze für jede Verkehrsart (Kfz,
Rad, ÖV, Fuß) vor. Für den Kfz- und Radverkehr liefert die Methode eine Weiterentwicklung
und Konkretisierung der bisherigen RIN-Methode. Wesentliche Änderungen ergeben sich
bei der
• Abgrenzung und dem Detailgrad des Untersuchungsraums,
• Ermittlung einer geeigneten Anzahl, räumlichen Verteilung und verkehrlichen Bedeu-
tung von Schwerpunkten als innergemeindliche Quellen und Ziele relevanter Verbin-
dungen,
• Auswahl geeigneter Zugangspunkte zum Verkehrswegenetz.
Zur Konkretisierung dieser Änderungen werden verschiedene Ansätze getestet, um dann
möglichst allgemeingültige Regeln daraus ableiten zu können. Die Netze für den Kfz- und
Radverkehr werden schließlich über die Auswahl relevanter innergemeindlicher und zwi-
schengemeindlicher Verbindungen unter Berücksichtigung der vorhandenen und geplan-
ten Verkehrswegeinfrastruktur abgeleitet.
Für den Fußverkehr wird ein gänzlich neuer und von den RIN abweichender Ansatz vor-
geschlagen, der standortbasiert die Bedeutung des Fußverkehrs aus den unmittelbaren
Umfeldnutzungen ableitet. Verbindungen spielen bei diesem Ansatz lediglich eine nach-
geordnete Rolle.
Im Anschluss an die Ermittlung der sektoralen Netze erfolgt eine verkehrsartenübergrei-
fende Betrachtung. Dazu werden die sektoralen Netze für den Kfz-, Rad- und Fußverkehr,
sowie die vorgegebenen Liniennetze des öffentlichen Verkehrs überlagert. Ergebnis der
Überlagerung sind Anforderungen an die Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswege.
Durch die Analyse der Überlagerungen können potenzielle Konflikte auf Strecken und an
Knotenpunkten identifiziert werden, an denen die Einhaltung der Anforderungen geprüft
werden muss. Für Straßenabschnitte, bei denen ein Konflikt identifiziert wurde, müssen
dann geeignete Maßnahmen untersucht werden. Hier sollte sich die Vorgehensweise am
Konzept der Entwurfssituationen (RASt 2006) orientieren, das eine Verknüpfung der Netz-
gestaltung nach den RIN (2008) mit der Straßenraumgestaltung ermöglicht. Dies bedarf
einer Weiterentwicklung der Entwurfssituationen.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Technologie
Format
E-Book
Seitenzahl
322
Preis
N/A
Beschreibung
Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht in der Entwicklung einer konsistenten,
übertragbaren Methode zur Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswegenetze für den
Kfz-Verkehr, den Radverkehr und den Fußverkehr, die die Anforderungen der Netzgestal-
tung und der Straßenraumgestaltung integriert. Die Entwicklung von Liniennetzen für den
öffentlichen Verkehr ist nicht Gegenstand des Projekts. Die Methode soll aber die Belange
des straßengebundenen ÖV berücksichtigen, die sich aus vorhandenen oder geplanten Li-
niennetzen ergeben. Die Methode soll die RIN-Methode zur funktionalen Gliederung (RIN
2008) weiterentwickeln und an zwölf Untersuchungskommunen getestet werden.
Um das Projektziel zu erreichen, wird zunächst der nationale und internationale Stand der
Verkehrswegenetzgestaltung in Forschung und Praxis in einer Literaturanalyse dargestellt
und darauf aufbauend Anforderungen an innergemeindliche Verkehrswegenetze systema-
tisiert. Darauf folgt eine analytische und empirische Untersuchung in der die Ausgangssitu-
ation 12 unterschiedlich großer Untersuchungskommunen in Deutschland betrachtet wird.
Mit Hilfe öffentlich zugänglicher Daten wird eine Datenbasis für die Erstellung digitaler
Netzmodelle für die Untersuchungskommunen geschaffen. Die Modelle werden durch
kommunenspezifische Daten ergänzt. In einer Analyse der Eigenschaften der Netze werden
diese auf Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Besonderheiten untersucht. Um Aussagen
zu den Möglichkeiten und Grenzen der bisherigen RIN-Methode zu erhalten, wird die
RIN-Methode für innergemeindliche Verkehrswegenetze angewendet und die Ergebnisse
mit Planenden aus den Untersuchungskommunen diskutiert. Die Vorgehensweise ent-
spricht dabei einer einheitlichen Operationalisierung der Methode ohne kommunenspezi-
fische Anpassungen. Dadurch soll der Aspekt der Übertragbarkeit berücksichtigt werden.
Die Analyse der RIN-Anwendung ist dann Grundlage für die Entwicklung einer geeigneten
Methode zur Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswegenetze.
Die Methode sieht zunächst die Entwicklung sektoraler Netze für jede Verkehrsart (Kfz,
Rad, ÖV, Fuß) vor. Für den Kfz- und Radverkehr liefert die Methode eine Weiterentwicklung
und Konkretisierung der bisherigen RIN-Methode. Wesentliche Änderungen ergeben sich
bei der
• Abgrenzung und dem Detailgrad des Untersuchungsraums,
• Ermittlung einer geeigneten Anzahl, räumlichen Verteilung und verkehrlichen Bedeu-
tung von Schwerpunkten als innergemeindliche Quellen und Ziele relevanter Verbin-
dungen,
• Auswahl geeigneter Zugangspunkte zum Verkehrswegenetz.
Zur Konkretisierung dieser Änderungen werden verschiedene Ansätze getestet, um dann
möglichst allgemeingültige Regeln daraus ableiten zu können. Die Netze für den Kfz- und
Radverkehr werden schließlich über die Auswahl relevanter innergemeindlicher und zwi-
schengemeindlicher Verbindungen unter Berücksichtigung der vorhandenen und geplan-
ten Verkehrswegeinfrastruktur abgeleitet.
Für den Fußverkehr wird ein gänzlich neuer und von den RIN abweichender Ansatz vor-
geschlagen, der standortbasiert die Bedeutung des Fußverkehrs aus den unmittelbaren
Umfeldnutzungen ableitet. Verbindungen spielen bei diesem Ansatz lediglich eine nach-
geordnete Rolle.
Im Anschluss an die Ermittlung der sektoralen Netze erfolgt eine verkehrsartenübergrei-
fende Betrachtung. Dazu werden die sektoralen Netze für den Kfz-, Rad- und Fußverkehr,
sowie die vorgegebenen Liniennetze des öffentlichen Verkehrs überlagert. Ergebnis der
Überlagerung sind Anforderungen an die Gestaltung innergemeindlicher Verkehrswege.
Durch die Analyse der Überlagerungen können potenzielle Konflikte auf Strecken und an
Knotenpunkten identifiziert werden, an denen die Einhaltung der Anforderungen geprüft
werden muss. Für Straßenabschnitte, bei denen ein Konflikt identifiziert wurde, müssen
dann geeignete Maßnahmen untersucht werden. Hier sollte sich die Vorgehensweise am
Konzept der Entwurfssituationen (RASt 2006) orientieren, das eine Verknüpfung der Netz-
gestaltung nach den RIN (2008) mit der Straßenraumgestaltung ermöglicht. Dies bedarf
einer Weiterentwicklung der Entwurfssituationen.
Buchinformationen
Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Technologie
Format
E-Book
Seitenzahl
322
Preis
N/A



