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Über das Buch

Der Freiburger Historiker Gerhard Ritter gehört zu den bekanntesten Repräsentanten der politischen Geschichtsschreibung im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Kaum ein Historiker hat ein derart weitgefächertes Œuvre vorgelegt, das Themen vom späten Mittelalter bis in die Zeitgeschichte behandelt. Darüber hinaus ist er zu den Persönlichkeiten des politischen und wissenschaftlichen Lebens zu rechnen, vor allem dank seiner Mitwirkung am Widerstand des Freiburger Kreises im Nationalsozialismus und seiner politischen Beraterfunktion für die Evangelische Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren nach 1945 wuchs Ritter in die Rolle eines führenden nationalen und internationalen Wissenschaftsorganisators hinein. Die Studie beleuchtet am Beispiel Ritters die wechselseitige Abhängigkeit der inhaltlichen und methodischen Positionen eines deutschen Historikers mit dessen politischen und gesellschaftlichen Erfahrungen. Sie beruht auf der Rekonstruktion von "Historikergesprächen", die sich wiederum in der Biographie des Protagonisten eingebettet finden. Unter Rückgriff auf ein breites archivalisches und gedrucktes Material wird das Phänomen einer "kommunizierenden Gesinnungsgemeinschaft" der deutschen Historiker im 20. Jahrhundert näher ergründet.
ISBN9783770016129
VerlagDroste Verlag GmbH
Erscheinungsdatum31.12.01
Seitenzahl757

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