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Romane

Gegen den Strich

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Über das Buch

Joris-Karl Huysmans (1848 - 1907) arbeitete mehr als die Hälfte seines Lebens als Angestellter im französischen Innenministerium. Literarisch trat er zunächst als Naturalist hervor, bis er mit "Gegen den Strich" eine spektakuläre Kehrtwende vollzog. "Ich wollte die traditionelle Intrige, sogar die Leidenschaft unterdrücken, den Lichtstrahl auf eine einzige Person konzentrieren – ich wollte um jeden Preis etwas Neues schaffen." Am Ende seines Lebens wandte er sich dem Katholizismus zu und lebte in einem Kloster. Dieser Roman "schlug ein wie ein Meteor auf dem literarischen Jahrmarkt und löste Staunen und Wut aus", so Huysmans in seinem Vorwort "Zwanzig Jahre danach". Seine Hauptfigur Des Esseintes zieht sich voller Überdruss von den Menschen zurück. Keine finanzielle Not kennend, kauft er sich ein einsames Landhaus und stattet es mit ausgeklügelten technischen und künstlerischen Raffinessen aus. Er lebt alle seine Leidenschaften und Besessenheiten aus, schwelgt in kostbaren Ausstattungen, ausgesuchten Kunstwerken, Büchern, Musik, exotischen Pflanzen u. v. m., er entbehrt nichts und gerät dennoch in schwere krankhafte Depressionen. Am Ende muss er seine künstliche Insel verlassen und in die Gesellschaft nach Paris zurückkehren. Huysmans schreibt in einer ausdrucksstarken Sprache voller altertümlicher Begriffe, angereichert mit Ausdrücken aus Technik, Natur- und Geisteswissenschaft, ein raffinierter Sprachklang voller feiner Wiederholungen und überraschender Wendungen.

Editionen (19)

ISBN9783981129120
VerlagZielophon
Erscheinungsdatum31.12.07
Seitenzahl4

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • panzerhexe
    panzerhexe

    12 Follower

    1,0

    Ein Satz mit X - Lowlight 2025

    Auch wenn es Sinn ergibt, sich bei einem dem zeitgenössischen Naturalismus entgegengesetzten Werk hauptsächlich in übertrieben vergeistigten Sphären zu bewegen, komme ich bei diesem Buch über Vieles nicht hinweg. Die seitenlangen Aufzählungen von Namen und unbekannten Begriffen sind ermüdend, ebenso der Protagonist, der sich in seiner vermeintlichen Überlegenheit gegenüber allen anderen Menschen suhlt und exaltierte Ausflüge in jeden sinnlichen Bereich unternimmt, nur um seinen Höhenrausch in bodenlosem Fall zu beenden. Selbst wenn dies gewünscht ist, um der geneigten Leserin vor Augen zu führen, wie sinnlos jede geistige Akrobatik ohne den richtigen Boden unter dem Füßen ist, und selbst wenn die eingebettete blatante Mysogynie à la die angeborene Dummheit der Frauen zu ebenjener Kritik am Hauptcharakter gehört und nicht den Ansichten des Autors entspricht, selbst wenn ich genau zu dieser Unerträglichkeit und Langeweile beim Lesen geführt werden soll, so hinterlässt dieses Buch doch nicht den Wunsch, mich dagegen zu wenden und wütend mit alternativen Betrachtungsweisen und Denkansätzen dagegen zu wehren, sondern nur das dringende Bedürfnis, mich anderer Lektüre zuzuwenden und schnellstmöglich die sinnentleerte Anstrengung zu vergessen, die das Lesen dieses Buches heraufbeschwor. Die wenigen Passagen, die durch eine besondere Beobachtungsgabe und interessante Gesellschaftskritik hin und wieder aufblitzen und den einen Stern von fünfen verdienen, ändern daran - nichts.

    13. Dez. 2025

  • 4,0

    Against Nature is the yellow book Dorian Gray is reading and it is the essence of dandyism - though I'd always imagined a dandy to be more outgoing, someone who enjoys mingling. There is no real plot, just a series of descriptions of how Des Esseintes fashions his house and his daily life, his excentricities and his hypochondria. The writing is often very over the top and gets a bit tiring after a while. But the book is nonetheless quite enjoyable and a quick read.

    23. Sept. 2022

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