Gefangen - Grauen in St. Anna

Gefangen - Grauen in St. Anna

Taschenbuch
4.45
MordStalkerAlsMord Im Pflegeheim

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Beschreibung

Er liebte sie alle. Jetzt ist er tot. Wer hat Frauenheld Stefan während seines Nachtdienstes im Pflegeheim St. Anna brutal ermordet? Die Liste der Verdächtigen ist lang. Dazu gehören ein unbekannter Rosenkavalier, der nachts Blumen im Pflegeheim hinterlässt und Amalias Stalker. Erinnerungslücken quälen die junge Pflegerin und langsam zweifelt sie an ihrem Verstand. Ein weiterer Mord geschieht. Ist St. Anna das Ziel eines Serienkillers geworden? Ein Heimbewohner kennt die Wahrheit. Doch er kann sie nicht aussprechen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Privatermittler
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
344
Preis
16.50 €

Beiträge

4
Alle
4

Spannender Thriller mit interessanter Idee: In einem Pflegeheim wird im Zimmer eines Patienten während dieser im Raum ist, ein Mord begangen. Perfekt, denken die gerufenen Polizisten Mark und Dominik zunächst. Bis sie erfahren, dass ihr Zeuge an ALS leidet, bereits künstlich beatmet wird und nur durch Blinzeln kommunizieren kann. Das erschwert die Ermittlungen natürlich enorm. Dann geschehen weitere Verbrechen in dem Pflegeheim und ein Stalker hinterlässt Blumen für die Pflegerin Amy. Die wird außerdem von ihrem brutalen Ex bedrängt und hat neuerdings Erinnerungslücken, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Bereits der Prolog ist der Knaller! Die Idee mit einem Zeugen, der zwar etwas gesehen, doch aufgrund seiner Krankheit nichts aussagen kann, fand ich schon toll, aber wie Nicole Stranzl diesen Krankheitszustand beschreibt, hat mir an jeder Stelle eine Gänsehaut beschert! Generell mochte ich ihre Erzählweise von Anfang an. Sie hält sich nicht mit Belanglosem auf, sondern entwickelt bereits auf wenigen Seiten eine Handlung, die fesselt und automatisch miträtseln lässt. Ich habe es dann auch zügig gelesen, weil ich wissen wollte, ob meine Vermutungen zutreffen und auch wenn das Ende für meinen Geschmack eine Spur zu dramatisch war und ich nicht alle Entscheidungen der Figuren teile, kann ich das Buch jedem empfehlen, der auf Spannendes steht!

4

Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen. Die düsteren Farben und der Titel passen perfekt zusammen. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, und es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Amalia arbeitet als Pflegeassistentin in einem Pflegeheim. Zuerst musste sie ihre Mutter pflegen, nach deren Tod hat ihr Vater angefangen zu trinken, genauso wie ihr Freund Adrian. Die Beziehung ist toxisch, und sie ist am Ende ihrer Kräfte. Dann geschieht ein Mord im Pflegeheim. Sie hat Erinnerungslücken und zweifelt an sich selbst. Ein Bewohner hat diesen Mord beobachtet, kann jedoch nichts sagen, da er an ALS leidet. Ein weiterer Mord geschieht. Wer steckt dahinter? Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und konnte schon nach ein paar Kapiteln Vermutungen äußern. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen. Die Kapitel sind relativ kurz, und die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Ich fand es interessant, die Erzählung aus der Sicht eines Bewohners mit ALS-Krankheit zu lesen. Erwin ist in seinem Körper "gefangen". Dinge, die für uns selbstverständlich sind, stellen sich für ihn als unmöglich heraus. Blinzeln ist lange Zeit seine einzige Art der Kommunikation. Für einen Sprachcomputer reicht das Geld nicht aus. Ich habe mir alles bildlich vorgestellt, und die Vorstellung war grausam. Die Beschreibung ist sehr gelungen. Die Darstellung der Arbeit im Pflegeheim wirkte sehr realistisch auf mich. Der Ermittler Mark und sein Privatleben fand ich interessant. Uns wurde relativ schnell klar, wer der Mörder ist. Mit der Auflösung bin ich nicht zufrieden. Sie wirkte für mich überhaupt nicht realistisch. Ich hätte gerne mehr über den Täter und seine Gedanken erfahren, da sein Motiv mir unglaubwürdig erschien. Es gab eine Szene, die ich hier nicht nennen möchte, sonst würde ich spoilern, die mich nicht ganz überzeugen konnte. Das Buch ist spannend und fesselnd, hat aber einige Schwachstellen, die mich nicht vollkommen zufriedengestellt haben. Aber das ist Geschmackssache... Vielen Dank an @tines_buecher für den tollen Austausch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐.

4

Dieses Buch hatte alles, was ich von einem Krimi erwarte. Eine endlose Reihe an Verdächtigen, die alle irgendwie ihre Gründe haben Stefan umzubringen, eine Schlinge, die sich immer weiter zuzieht und Gänsehaut-Feeling pur. Das Einzige, was mir nicht ganz so gefallen hat war, dass das Ende sehr überladen war, wenngleich auch überraschend und emotional. Es kam einfach so viel zusammen, dass ich mich leicht überfordert gefühlt habe dem Plot zu folgen. Die Atmosphäre war sehr fesselnd und spiegelt sich auch im Cover wider. Die Handlung ist in sich schlüssig und die kurzen Kapitel machen das Buch zu einem Pageturner (ich liebe ja Kapitel von 2-5 Minuten wirklich sehr). Amalia als Protagonistin war für mich ein sehr interessanter Charakter, da auch sie eine Vergangenheit hat, der man erst im Laufe der Geschichte auf die Schliche kommt. Auf die Krankheit ALS wird nicht zu stark eingegangen, sodass man zwar sieht, dass hier recherchiert wurde, aber auch kein Info-Dump entsteht. Ein wirklich lesenswerter Krimi mit einer Extra-Portion Spannung, intelligentem Fäden ziehen und vielschichtigen Charakteren.

5

Darum geht's: Im luxuriösen Pflegeheim St. Anna wird ein Mitarbeiter ermordet. Ein ALS-Patient weiß mehr - aber er kann nicht kommunizieren. Die Angst geht um - und die Lage spitzt sich weiter zu… . Holla, die Waldfee! Was für ein toller Krimi/Thriller. Viel besser, als so mancher bekannte Titel, um den mehr Werbe-Bohei gemacht wird als verdient. Dieses Buch ist dagegen ein Underdog, hinter dem sich ein Überraschungserfolg versteckt. Ein echter Geheimtipp. . Was soll ich sagen … Ich habe diesen Thriller inhaliert und innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Das spricht ja wohl für sich. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Das geht gleich los mit dem Prolog. Der schafft echte Hitchcock-Atmosphäre. "Das Fenster zum Hof" - even more extreme. In ultra-kurzen Kapiteln geht es dann Schlag auf Schlag. Hier wird nicht rumgeschwafelt, hier wird abgeliefert. Es ist spannend, es ist geheimnisvoll und ich hatte so manche Gänsehaut beim Lesen. Die Story hat nicht eine Länge. Es passiert viel. Es gibt Action, aber auch sanfte Töne. Und am Schluss wird alles stimmig zusammengeführt und aufgelöst. . Fazit: Es lohnt sich doch wirklich immer wieder, sich auch mal weit abseits des Mainstream umzugucken. Danke Nicole Stranzl, dass du mich gefragt hast, ob ich "Gefangen" lesen möchte. Der Thriller wäre sonst wohl nie auf meinem Radar erschienen - und das wäre echt schade gewesen. Also, wer Bock auf einen spannenden und gut inszenierten Plot hat: Hier ist er! Für mich war es eine lohnenswerte Entdeckung. Und dafür spreche ich sehr gerne eine Leseempfehlung aus.

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