Gedichte
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Beschreibung
Man mag Gertrud Kolmar als traditionell bezeichnen, konventionell ist sie nie. Es sind im besten Sinn des Wortes zeitlose Gedichte, die sich in der Klage um den verlorenen Geliebten, das ungeborene Kind, das unbehauste Volk der Juden, in Visionen von Tier und Rose der Wirklichkeit versichern, indem sie weit über sie hinausgehen.
Wer von der Dichtung mehr erwartet als neue Stoffe und formale Experimente, wer in den Zeilen eines Gedichtes den Menschen sucht, den erbarmungswürdigen, um Liebe und Mitleid flehenden Menschen, der wird die Gedichte Gertrud Kolmars mit der Erschütterung lesen, die jede große Dichtung auslöst. Ulla Hahn
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gertrud Kolmar wurde 1894 als Gertrud Käthe Chodziesner in Berlin geboren und 1943 in Auschwitz ermordet. Ihr Cousin war Walter Benjamin. 1917 erschien Kolmars erster Lyrikband, ihre Manuskripte brachte sie später vor den Nationalsozialisten in der Schweiz in Sicherheit. Gertrud Kolmar gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.
Beiträge
Ein Gedichtbändchen von Gertrud Kolmar von 1917. Eingeteilt in drei Themen: Mutter und Kind - Mann und Weib -Zeit und Ewigkeit. Die Mutter und Kind Gedichte haben mich sehr berührt (dies ist ein Thema welches lyrisch kaum verarbeitet wird im Gegensatz zu anderen Themen). Die Mann und Weib Gedichte sind kryptischer (manche scheinen verstörend und schwenken dann doch zur sehnenden Liebe oder umgekehrt). Die Zeit und Ewigkeit Gedichte sind von weltlichen Themen (bevorstehender Krieg, Gott etc.) Allen gemeinsam ist ein leichtes Lesen und eine Portion Kitsch... hätte ich zu Beginn gesagt. Doch inhaltlich ist der Kitsch zwar da (Flora als Metaphern und Zierde in fast allen Texten), doch er zeugt ja auch vom Zeitgeist und stilistisch folgt Kolmar zwar oft den üblichen Versschema bricht aber gelegentlich und dann auf originelle Art damit. Für Freunde der modernen Lyrik.
Beschreibung
Man mag Gertrud Kolmar als traditionell bezeichnen, konventionell ist sie nie. Es sind im besten Sinn des Wortes zeitlose Gedichte, die sich in der Klage um den verlorenen Geliebten, das ungeborene Kind, das unbehauste Volk der Juden, in Visionen von Tier und Rose der Wirklichkeit versichern, indem sie weit über sie hinausgehen.
Wer von der Dichtung mehr erwartet als neue Stoffe und formale Experimente, wer in den Zeilen eines Gedichtes den Menschen sucht, den erbarmungswürdigen, um Liebe und Mitleid flehenden Menschen, der wird die Gedichte Gertrud Kolmars mit der Erschütterung lesen, die jede große Dichtung auslöst. Ulla Hahn
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gertrud Kolmar wurde 1894 als Gertrud Käthe Chodziesner in Berlin geboren und 1943 in Auschwitz ermordet. Ihr Cousin war Walter Benjamin. 1917 erschien Kolmars erster Lyrikband, ihre Manuskripte brachte sie später vor den Nationalsozialisten in der Schweiz in Sicherheit. Gertrud Kolmar gilt als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts.





