Für Polina
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Buchinformationen
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Bewegend. Es klingt in mir nach…
Ich bin beseelt von diesem Buch. Am Anfang war es eine schöne Geschichte, aber mit der Zeit hat es mich immer mehr in seinen Bann gezogen. Die Beschreibungen der Musik, lassen mein ganzes Inneres mitschwingen. Ich höre Musik nicht, ich fühle sie. Und wie Takis Würger hier erzählt ist einfach bezaubernd. Diese leise, zerbrechliche Lebensgeschichte, diese besondere Liebe zur Musik, diese großartige Liebe zu einem Herzensmenschen. Absolute Leseempfehlung.
Eine zarte, berührende Liebesgeschichte. Hannes und Paulina kommen ohne Vater auf die Welt und ihre Wege treffen sich , in einer alten heruntergekommenen Villa bei Hildebrand. Hier wachsen beide zusammen mit ihren Müttern auf.
Mit 14 Jahren verliebt sich der ruhige, leisen, naiven,zurückhaltende , Töne und Melodie hörende Hannes in die lebendige, unruhige, neugierige, manchmal etwas frechen Paulina. Er ist ein hochbegabter Klavierspieler und komponiert ihre Melodie. Doch dieses Buch ist kein Märchen und das Leben ist….. Ihre Wege gehen auseinander und was dann alles geschieht, wird in ruhigen, eindringlichen, bewegenden, berührenden Sätzen beschrieben. Man kann sich diesen wunderbaren 300 Seiten nicht entziehen und fühlt die allgegenwärtige Musik, ohne das man immer direkt davon liest. Ich bedaure, dass es so kurz war- wäre gerne länger im Buch geblieben- obwohl ich versucht habe, langsamer zu lesen. Beethoven hatte seine „Für Elise“- Tagis Würger „Für Paulina“. Große Leseempfehlung.
Traurige Liebe, fantastisch, immer die mächtigste.
Feinfühligkeit ist ein zu geringer Ausdruck für die Figuren, die Takis Würger in seinen Roman zu Papier bringt. Auch in „Für Polina“ schafft er es, ein Gefühl zu vermitteln, dass die komplette Weltsicht auf den Kopf stellen kann. Die diversen Weltanschauungen nicht-politischer Natur unter einen Hut in diesen Seiten zu bekommen, ist ein Spagat sondergleichen. Durch das Buch zieht sich der unbändige Wille, die Schönheit als Produkt ihrer selbst zu behandeln. Musik benötigt kein Publikum um ihre Eleganz zu entwickeln, sondern funktioniert auch im kleinsten Raum und nur für sich. Die Liebe zwischen den Figuren ist das einzige, was größer ist, als die Liebe zur Musik. Die Möglichkeit, sich in eine der Figuren zu verlieben ist so unvorstellbar groß, dass es unmöglich erscheint, sich dem entziehen zu können. Dieses Buch ist so fein und gefühlvoll geschrieben, dass man das Gefühl hat, leichte Tinte auf schwerem Papier ist das einzige Format, dass diesem Roman gerecht werden kann. Für Polina ist eine Ode an die schönen Dinge des Lebens und dem Bewusstsein, was vielen Menschen im Alltag verloren geht. Es sind simple Dinge, die einen aufhorchen lassen, sei es die alte Floskel, dass es selten gute Nachrichten gibt, die über ein Telefon überbracht werden und daraufhin ein Handy im Sand vergraben wird. Mit einzelnen Ausnahmen, wie dem Schluss, wirkt dieses Buch so unglaublich zeitlos und gibt der klassischen Musik die Kraft zurück, die sie über die Jahrhunderte entwickelt hat. Trotz der ganzen unausgesprochenen Gefühle steht im Zentrum des Ganzen die unsägliche Liebesgeschichte zwischen Hannes Prager, unserem Protagonisten, und seiner Kindheitsfreundin Polina. Diese Zärtlichkeit zwischen zwei Menschen, die sich praktisch seit der Geburt kennen ist so herzerwärmend, dass es einem selbiges beim Lesen zerreißt, wenn beide diese Liebe aufgeben um die Träume der anderen Person nicht zu gefährden. Eine Suche nach der wahren Liebe, für die man ungewollt seine eigenen Prinzipien über Bord wirft, zeigt einem, welche Kräfte Liebe in dem eigenen Herzen entfesseln kann. Diese Liebe ist gezeichnet von dunklen Momenten und wird mehrfach durch den Tod so sehr zusammengeschweißt, dass die Vorstellungskraft nicht ausreicht, wie diese Liebe jemals zerbrechen sollte. Dieses Buch bekommt eine klare Leseempfehlung für jede Person, die über ein Herz verfügt. Es wird beim Lesen dieses Romans auf eine harte Probe gestellt und weiß hoffentlich am Ende, wofür es schlagen soll. Ich frage mich, wie meine Melodie, komponiert von Hannes Prager, klingen würde…
Manchmal reichen Worte nicht aus, um „Ich liebe dich“ zu sagen
Dieses Buch ist eines meiner persönlichen Jahreshighlights 2025 und beweist einmal mehr, dass es keiner pastellfarbenen Romance-Traum-Bücher bedarf, um wirklich, echte Gefühle zu transportieren und der Liebe in Büchern Gehör zu verschaffen. Danke Takis Würger, dass Sie dieses Buch geschrieben haben. Ich habe gelacht, geweint, gelitten und gehofft. Danke, dass Sie es geschafft haben einem ganz außergewöhnlichen und liebenswerten Jungen eine Stimme zu geben und aufzuzeigen, dass es nicht darauf ankommt, ob man groß, klein, dick, dünn, klug oder nicht so klug ist. Es kommt darauf an die richtigen Menschen um sich herum zu haben, die einem das Gefühl geben richtig zu sein. Hannes kennt diesen Menschen seit seiner Geburt. Seine beste Freundin Polina und er wachsen gemeinsam auf und irgendwann wird aus dieses wunderbaren und innigen Freundschaft Liebe, in die sowohl Hannes, als auch Polina erst noch hineinwachsen müssen. Hannes entspricht nicht „der Norm“ sondern ist außergewöhnlich in jeder Hinsicht. Seine Gefühle drückt er in seinem Klavierspiel aus, weil er mit Musik den Menschen, die er liebt, all das sagen kann, wofür es sonst keine Worte gibt. Ich hab die Musik gefühlt, auf jeder Seite und ich wünsche mir, dass jeder dieses Buch liest, um diese wunderschönen Melodien ebenfalls zu erleben.
"Hannes Pragers erstes Wort war Mama, sein zweites Wort war Mahler." "Auf einmal fragte er sich, worauf er eigentlich wartete. Wie lange das Leben noch an ihm vorbeitanzen sollte." Die Geschichte von Polina und Hannes, die beide ohne Vater und fast wie Geschwister aufwachsen und eine ganz besondere Verbindung haben. Hannes entdeckt seine Liebe zur Musik, sie ist seine Sprache für Worte, die er nicht findet. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Trauer, Ängste und verpasste Chancen. Unheimlich zart geschrieben, dabei trotzdem ausdrucksstark und auch tiefgründig. Ich möchte die Geschichte und die Sprache sehr und es gibt auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung ⭐
Liebe. In Büchern. War und ist immer so ein Thema bei mir. Meistens zu kitschig, oft zu viel gewollt, zu unrealistisch. Eigentlich immer eine ähnliche Geschichte. Manchmal augenverdrehend und meistens nichts für mich. Doch dann kommt eine Liebesgeschichte daher, geschrieben von einem Autoren, von dem man fast alles gelesen hat. Was macht man jetzt? Eigentlich wirklich nicht mein Genre, aber er hat es geschrieben. Vielleicht dem eine Chance geben? Vielleicht? Na gut. Und dann fällt "Für Polina" und Takis Würger in mein Leben. Ganz unauffällig aber doch präsent. Und wird einfach so zu meinem wunderschönen Jahreshighlight. Liebesgeschichten in einem Jahreshighlight, das hat es wirklich bei mir noch nie gegeben und schon allein deswegen muss "Für Polina" ein besonderes Buch sein und das ist es, mit allem, was es hat und kann und diese wunderschöne, teils tieftraurige aber auch unglaublich intensive Hommage an das Leben und die Liebe kann einiges. Aber worum geht's hier eigentlich? In "Für Polina" stolpern wir in das Leben von Hannes, zunächst in sein behütetes Leben in der Kindheit und dann als Heranwachsender und Erwachsener. Hannes Kindheit ist geprägt von seiner innigen Bindung zu seiner Mutter Fritzi und seiner Freundschaft zu Polina, die Tochter von Fritzis Freundin. Hannes lebt mit seiner Mutter in einer zwar schrägen aber doch liebenswürdigen Gemeinschaft mit ihrem 'Vermieter' in einem Haus, das an einer Moorlandschaft grenzt und somit Hannes und Polina die unvergesslichsten Kindheitsabenteuer in der Natur beschert. Mit der Zeit erwachen allerdings auch andere Lieben in Hannes, die Liebe für das Klavierspielen, aber vor allem seine Liebe für Polina. Als er ihr ein selbst komponierte Melodie auf dem Klavier verspielt, scheint seine Liebe für Polina für immer besiegelt zu sein. Aber es kommen auch Umbrüche, denn sowohl in Hannes und auch in Polinas Leben fehlt der Vater und als der plötzlich vor Hannes steht, sollte sein bis dahin behütetes Leben eine dramatische Wendung nehmen. Takis Würger hat ein Herzstück von einem Roman geschrieben. "Für Polina" ist eine frei von jeglichem Kitsch oder Übertreibungen wunderschöne Liebesgeschichte, aber diese Liebe geht nicht nur an die Frau des Lebens vom Protagonisten Hannes, Polina, sondern auch an das Leben, an die Freundschaft, an seine Mutter, an seine behütete Kindheit und auch an die Musik. Denn selbst als Hannes durch die schwerste Zeit seines Lebens geht und nicht mehr in der Lage ist, selbst Musik zu machen, findet er einen zwar ungewöhnlichen aber doch sehr charmanten Weg mit ihr in Berührung zu bleiben und dazu noch den besten Freund seines Lebens. Takis Würger Art und Weise diese Geschichte zu erzählen ist zweifelsohne eine besondere und macht auch deswegen diesen Roman so besonders, ob es am Plot selbst liegt, an dem fast schon poetischen Stil manche Begegnungen oder Situationen in dem Buch zu beschreiben, mag man gar nicht so genau sagen können. Wahrscheinlich liegt es an alldem. Ganz besonders möchte ich da den Anfang des Romans hervorheben, als sich Hannes Eltern zum ersten Mal begegnen. Natürlich ist das schon allein wegen der daraus resultierenden Geburt der Hauptfigur ein bedeutsames Ereignis, aus diesem wunderschön zart erzählten und großartigen Anfang hätte sich aber auch ganz leicht eine andere Geschichte entspinnen können, die irgendwo im Warmen unter Orangenbäumen spielen würde. Aber zum Glück wurde es "Für Polina", denn man verliebt sich sofort in den Großteil aller Figuren von Takis Würger. Einfach, weil sie so liebenswert und leicht verschroben sind, obwohl ihnen das Leben bereits übel mitgespielt hat und sie sich doch all ihre Herzlichkeit bewahrt haben. Ihr merkt schon, "Für Polina" hat mir von der ersten Seite an das Herz gestohlen uns es ein bisschen mehr für Liebesgeschichten geöffnet, zumindest, wenn Takis Würger sie schreibt. "Vielleicht ist es auch eine Hoffnung, ohne die das Leben unerträglich wäre: dass am Ende - trotz aller Verletzungen und Fehler und Irrungen und Missverständnisse und Dummheiten-, dass am Ende alles gut werden wird. Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung." Für Polina

*Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung - Hannes und Polina & die Melodie ihres Lebens*
Für Polina hat etwas mit mir gemacht, das ich nicht ganz greifen kann – aber sehr deutlich spüre. Takis Würger erzählt eine Geschichte über Liebe, Hoffnung, Trauer und Verlust. Und über die Musik, die bleibt, wenn Worte nicht mehr reichen. Es ist ein zarter Roman – poetisch, melancholisch und so ehrlich, dass es manchmal fast weh tut, der sich fühlen lässt. Und genau darin liegt seine Kraft. Die Figuren sagen oft wenig, und doch steckt in jedem Satz so viel. In den stillen Momenten, im Ungesagten, in der Musik zwischen den Zeilen – da passiert das Eigentliche. Ich habe diese Geschichte nicht nur gelesen. Ich habe sie gehört, gespürt, getragen. Was mich besonders bewegt hat: Für Polina ist kein Buch über großes Drama. Es ist ein Buch über die leisen Tragödien und das tiefe Weiterlieben, obwohl es unmöglich scheint. Ein Roman, der bleibt – wie ein Lied, das nicht mehr aus dem Kopf geht. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Mehr als 5 von 5 Sternen – weil es mich leise erschüttert und still verzaubert hat. Ein absolutes Highlight meines Leselebens #FürPolina #TakisWürger #PoesieInProsa #LiebeUndVerlust #MusikDerErinnerung #Herzensbuch
Hannes und Polina kennen sich eigentlich schon immer. Die Mütter der Beiden lernen sich bei der Geburt der Kinder kennen. Hannes wächst in einer alten Villa im Moor mit seiner Mutter Fritzi und Herrn Hildebrandt auf. Polina ist mit ihrer Mutter Günes oft zu Besuch und bald schon verbindet die fünf Menschen eine tiefe und ungewöhnliche Freundschaft. Hannes entdeckt seine Liebe zur Musik und sein Talent zum Klavier spielen und später auch seine Liebe zu Polina. Ein tragisches Unglück geschieht, die Wege von Hannes und Polina trennen sich immer mehr und beide leben ganz unterschiedliche Leben. Doch Hannes‘ Sehnsucht nach Polina bleibt. Ein Roman wie eine Sinfonie, zart, feinsinnig, melancholisch, traurig, dann wieder hoffnungsvoll. Gefühle wurden auf eine wunderbar sanfte und auch wieder kraftvolle Art zum Ausdruck gebracht. Das hat mich unheimlich berührt. Die intensive Liebe und Sehnsucht nacheinander, die Hannes und Polina verbinden tut mir beim lesen schon fast weh. Gefühle transportieren kann Herr Würger ganz großartig. Die Personen sind liebevoll und authentisch dargestellt. Auch da ist jeder Charakter nachvollziehbar, vielschichtig und nahbar. Eine berührende Geschichte über die große Liebe, den Zauber der Musik und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ein Leseerlebnis! Ganz großes Kino! Unbedingt lesen!!! Bleibt ein Kritikpunkt. Warum hab ich bisher noch nie ein Buch von Takis Würger gelesen???
Das ist einer der schönsten Romane, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. "Für Polina" ist ein wahres Herzensbuch mit einer wunderschönen und berührenden Geschichte über die Kraft der Musik, über Liebe und Verlust und von der Suche nach dem Glück. Im Zentrum der Handlung steht die Musik, die als universelle Sprache der Gefühle eine zentrale Rolle spielt. Die Geschichte von Hannes und Polina ist eine zarte und zugleich kraftvolle Erzählung. Der Autor zeichnet seine Figuren mit großer Empathie und lässt den Leser an ihren Hoffnungen, Träumen und Ängsten teilhaben. Die Handlung ist gefüllt mit emotionalen Momenten, die tief berühren. Trotz der tragischen Elemente ist "Für Polina" ein Buch, das glücklich zurücklässt. Es ist eine Hommage an die Kraft der Liebe und der Musik und ein Plädoyer für die Hoffnung. "Hannes spielte, und die Menschen hörten ihn, als hörten sie Licht. [...] Die Kellner vergaßen ihre Bestellungen, die Babys in ihren Kinderwagen lauschten. Es war keine Zauberei. Oder vielleicht doch. Wann war Musik jemals etwas anderes als Zauberei?" (S. 222)
Mein erstes Buch von Takis Würger. Ganz ohne irgendeine Erwartung begann ich " für Polina" . Ich hatte mich nicht mal groß schlau gemacht worum es geht. Für mich sehr besonders war , dass die Geschichte in Hannover und Hamburg spielt, denn da habe ich selbst starken Bezug zu. Hannes Prager, Sohn Fritzi Pragers wächst ohne seinen auf bis er Teenager ist. Er lebt in einer alten Villa im Bissendirfer Moor,mit seiner Mutter und dem urigen Heinrich Hildebrand.Immer an seiner Seitw, Polina, Günes Tochter, die Fritzis besre Freundin ist. Auch Polina wächst ohne Vater auf. Hannes ist schüchtern, introvertiert und sieht die Menschen in Melodien.Hannes hat ein besonderes Talent fürs Klavierspielen. Als Fritzi bei einem Unfall im Moor stirbt, soll Hannes zu seinem Vater nach Hamburg. Ein reicher Marmorhändler der mehr Wert darin sieht aus Hannes Talent ein Geschäft zu machen statt eine gute Beziehung zu seinem Sohn auf zu bauen. Hannes , der davon nichts wissen will und seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr spielt arbeitet irgendwann als Klavierträger. Die gehobene Gesellschafft lässt ihre Flügel von A nach b transportieren. Als Hannes anfängt heimlich dann auch noch die Klaviere zu stimmen, entfacht das seine Leidenschaft für die Musik wieder. Polina.Sie geht im Laufe der Geschichte in die Türkei, auf der Suche nach ihrem Vater. Die Beziehung zwischen Polina und Hannes ist sehr besonders. Sie verstehen sich ohne Worte, vermissen sich, finden aber dennoch Jahre lang nicht zueinander. Es geht viel ums Instrument und das Klavierspielen. Mich als nicht fachkundig hat es nicht gestört. In wie weit es glaubwürdig geschrieben ist kann ich dadurch nicht beurteilen. Für Polina hat mich gefesselt.Ich wollte wissen, wie der dünne, schüchterne Hannes Prager mit seinem Leben weiter macht. Was aus seinem Talent vielleicht werden würde.Und natürlich auch, ob er Polina findet und beide zueinander. Gefühlvoll aber nicht kitschig hatte ich beim lesen das Gefühl den Charakteren in die Seele schauen zu können. Absolute Leseempfehlung.
So richtig weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Die Geschichte von Hannes ist von so viel Negativität geprägt und meiner Meinung nach manchmal auch übertrieben, dass der Schockeffekt und die Melancholie ausbleiben. Man gewöhnt sich einfach daran. Der Schreibstil wirkt hier und da heruntergerattert. Die Story macht an sich nichts falsch, die Grundidee ist klasse, und die Charaktere passen auch. Irgendwie wollte das Buch dennoch nicht so recht bei mir aufblühen.

Oh mein Gott!
Eigentlich hatte ich keine Lust das Buch zu lesen, die Geschichte hat mich einfach nicht angesprochen, aber weil es so gute Bewertungen hatte, wollte ich es zumindest mal anlesen. Es packte mich sofort, von Anfang an. Takis Würger hat die Worte so zusammengesetzt, dass eine wundervolle Geschichte daraus entstanden ist. Hannes, ein Kind, dass anders ist als Andere und in unserer Welt bestimmt schon mit verschiedensten Diagnosen abgestempelt worden wäre, durfte sich in dieser Geschichte ganz frei entwickeln. Wir begleiten ihn auf seinem Weg und die ‚Verwortlichung‘ dieser Entwicklung ist unglaublich. Ich liebe diese Geschichte, ich liebe dieses Buch. Wie die Kompositionen, über die geschrieben wurde, weckt es alle möglichen Gefühle und vor allem Hoffnung in mir. Großartig! Danke!!🙏🏻
Mein zweites Buch von Takis Würger und ich hab sofort seinen Schreibstil wiedererkannt. Er schaffte es, so zu schreiben, dass ich komplett in die Geschichte eintauche und erst wieder mit dem Ende des Buches auftauche. Hier erzählt Würger die Geschichte von Hannes Prager, der zusammen mit Polina ohne Vater zur Welt kommt und aufwächst. Er zieht zusammen mit seiner Mutter Fritzi in eine alte Villa zu Hildebrand in ein Moorgebiet. Er wirkt sehr introvertiert, Polina ist seine beste Freundin und die Musik ist seine Sprache. Er schafft Melodien und bezaubert viele Menschen damit. Doch sein Leben verändert sich, er hört auf zu spielen, und Polina zieht weg. Jahre vergehen, er lernt Freunde und Frauen kennen, aber Polina kann er nicht vergessen. Klingt vielleicht etwas märchenhaft und das war es auch ein wenig. Es eignet sich als Buch für zwischendurch, für einen guten Vibe und um alles um mich herum auszublenden. Ich habe den jungen Hannes beim Erwachsenwerden beobachtet, die Liebe zur Musik und Polina spüren können und die Freundschaft mit seinem Arbeitskollegen Bosch genossen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, wenn man beim Lesen einfach mal abschalten möchte. S.28 „Hildebrand winkte ab. Er hielt nicht viel von Ärzten, sie wollten einem das Leben retten und verboten es einem dabei.“ S.41 „Hannes spürte die raue Hand seiner Mutter auf der Stirn und sah sie an. Er verstand nicht, was sie meinte, aber die Frau, die ihm jetzt den Sand aus den Augen prokelte und danach die Karten neu mischte, hatte ihm alles über das Moor beigebracht, ihm Lieder vorgesungen, gewann immer beim Mau-Mau und wusste auch sonst, was zu tun war, wenn das Leben mit seinen Verpflichtungen, Regeln und Absonderlichkeiten Hannes überforderte.“ S.134 „Das Einzige, was seinem Kummer gerecht wurde, war die Stille. Natürlich wusste er, dass ein paar der schönsten Stücke der Musikgeschichte voller Traurigkeit komponiert worden waren - Schubert ohne Liebeskummer und Chopin ohne Melancholie wären undenkbar -, aber die Vorstellung, sich selbst ans Klavier zu setzen, erfüllte Hannes mit Übelkeit, ja mit Grauen. Er liebte die Musik noch immer, sie war sein Zugang zur Welt.“ S.270 „Die Briefe offenbarten Hannes etwas, das einem weniger starrsinnigen Mann vermutlich früher aufgefallen wäre: Er berührte die Menschen mit seiner Musik, auch wenn sie etwas anderes darin fanden als er. Nur für ihn erschufen seine Melodien Erinnerungen an seine Mutter oder an den Sonnenaufgang im Moor im Januar. Andere dachten an ihre eigenen Mütter oder an eine besonders wunderbare Salamipizza oder daran, endlich auf das Matterhorn zu steigen und oben um das Gipfelkreuz zu tanzen.“ S.270 „Hannes, dieser große Musiker und kleine Denker, verstand endlich, dass genau darin die Schönheit der Musik liegt. Nicht nur in den Noten, die zu Schallwellen werden, sondern auch im Nachhall im Inneren, der bei jedem anders ausklingen darf.“
"Hast du Tollkraut gegessen? Meine Antwort auf die Frage, ob es mir gefallen hat. Trotz der ständigen Melancholie und unterschwellige Traurigkeit. Hannes muss man ins Herz schließen, seine Geschichte hat einfach alles. Die Emotionen werden durch die distanzierte Erzählweise zum Teil ausgeglichen, aber zu jedem Zeitpunkt wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Eine besondere Gabe, die der Autor geschickt einsetzt.
wie ein gutes olivenölgericht 🎹🎼🍸
für mich war "für polina" ein wirklich ruhiges, aber dennoch herzerwärmendes und emotionales buch. vor allem die facettenreichen charaktere und der einzigartige schreibstil haben mich fasziniert. allerdings war letzterer für mich schon auch sehr distanziert, sodass ich mich am ende nicht hundertprozentig in die geschichte einfühlen konnte. auch die zeitebenen haben mich in dem buch etwas irritiert, weil erst alles so retromäßig wirkt und dann am ende so random z.B. social media oder sophie passmann erwähnt wird, lol. das ende hat mir gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass ich nicht gecheckt habe, warum alle hannes' zu einer ihm untypischen tat "drängen" und dann meckern, dass er dadurch so fokussiert darauf und arrogant geworden ist, lol. und ehrlich gesagt war mir die liebesgeschichte auch echt nicht so wichtig. viel bedeutsamer waren für mich eigentlich hannes' innigen freundschaften. ich würde das buch insgesamt aber definitiv weiterempfehlen und selbst auch nochmal etwas von takis würger lesen :)
“Für Polina” von Takis Würger ist für mich jetzt schon ein absolutes Jahreshighlight. Dieses Buch erzählt leise, zart, sanft aber tief berührend die Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen – Hannes Prager. Er ist eine faszinierende Figur, neurodivergent, autistisch oder zumindest sehr verschlossen, und besitzt eine einzigartige Gabe: Er kann Menschen und Emotionen als Melodien sehen, sie verarbeiten und spüren. Er spielt mit einer natürlichen Begabung Klavier auf eigenwillige Weise und hat vermutlich ein absolutes Gehör. Im Zentrum der Geschichte steht seine Verbindung zu Polina – seinem Seelen- und Herzensmenschen. Die beiden wachsen Seite an Seite auf, doch irgendwann verlieren sie sich aus den Augen. Das Leben trennt sie und Hannes verwahrt seine Musik nur noch in seinem Innersten und verschließt sich noch mehr dem wahren Leben - denn er hört auf Klavier zu spielen. Diese Trennung und die Sehnsucht nach Polina ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman und verleihen ihm eine besondere Tiefe. Was mir an “Für Polina” besonders gefallen hat, ist die Balance zwischen zwei emotionalen Ebenen. Einerseits gibt es die leise, zarte Seite, die von Musik, Melodie und der inneren Welt Hannes Pragers geprägt ist. Sein Klavierspiel wird zum Medium seiner Wahrnehmung und Gefühle. Andererseits steht dem eine laute, chaotische Welt gegenüber – eine Welt, die außergewöhnlich begabten Menschen, Menschen außerhalb der Norm oft Hindernisse in den Weg stellt und sie in ihrer Andersartigkeit nicht immer akzeptiert. Im Gegensatz zu einigen Rezensionen, die dem Buch Kitsch vorwerfen, habe ich es als unglaublich authentisch und ergreifend empfunden. Würger schreibt mit einer besonderen Feinfühligkeit und schafft es, Hannes’ Welt auf eine Weise zu schildern, die in mir nachklingt. Die Geschichte ist nicht nur poetisch, sondern auch tiefgehend – sie lässt Raum für Nachdenklichkeit und berührt die Seele. “Für Polina” hat etwas in mir zum Schwingen gebracht und wird definitiv noch lange nachwirken.

"Sie lebten in jedem Atemzug, ohne den Versuch, das Vergangene zu begreifen, und ohne die Sorge vor der Unendlichkeit der Möglichkeiten, die das Leben für sie im Köcher hielt.“ Fritzi Prager ist eine der Besten ihres Jahrgangs und will nach der Schule Jura studieren. Doch das Leben sieht etwas anderes für sie vor: Aus ihrem Sommerurlaub in Italien kommt sie schwanger zurück und wird mit 18 Jahren Mutter einen Sohns, der auf den Namen Hannes hört. Fritzis Eltern ertragen ihre Tochter und den Enkel nicht, der von Anfang an anders, ruhiger ist, als andere Kinder und laut der Mutter einfach nur eine Tracht Prügel bräuchte. Und so verlässt Fritzi nach ihrem Abitur das Elternhaus. Anstatt in München zu studieren, beginnt sie mit Güneş, der Frau, mit der sie im Krankenhaus ein Zimmer geteilt hat, bei Netto zu putzen. Auch sie zieht ihre Tochter Polina alleine groß. Bis zur Grundschule wachsen ihre Kinder gemeinsam auf. Es ist eine abgelegene alte Villa im Moor in Kananohe bei Hannover, die zu Fritzis und Hannes‘ Zuhause wird und auch Güneş und Polina oft empfängt. Hier wohnt auch der alte Zausel Heinrich Hildebrand, der für Fritzi zu einer Art Vater und für die Kinder zu einem Großvater wird. Er liest ihnen aus Dostojewski vor und legt abends alte Schallplatten auf. Später wird Fritzi Heinrichs Assistentin im niedersächsischen Landesamt für Flur- und Moormanagement. Von da an durchstreifen Fritzi und Hannes jeden Tag das Bissendorfer Moor und lernen alles über Flora und Fauna kennen. Vor allem die Klänge der Natur haben es Hannes angetan. Der stille Junge, der von klein an besonders empfindsam für Geräusche ist, entdeckt in der Villa auch seine Liebe zum Klavier. Seine Begabung für das Klavierspiel offenbart sich, als er dem verstimmten und von Holzwürmern zerfressenen Klavier im Speisesaal Tschaikowski entlockt. Und so beginnt Heinrich, der einmal Klavier studiert hat, Hannes zu unterrichten. Bald erfüllen die Melodien nicht nur die Villa, sondern auch den Kopf des Jungen. Denn darin entsteht viel mehr, als es die Lehrer vermuten, die Hannes für zurückgeblieben und sonderbar halten. Es sind ganze Sinfonien, die in ihm wachsen, ohne je zu Papier gebracht zu werden. Denn es sind die Klänge der Menschen: ihr Wesen, ihre Träume und ihr Hoffen. Nur wenige wissen von Hannes‘ Talent; seiner Begabung, dem Rhythmus seiner Umgebung zu lauschen und ihre Melodien zu erfassen. „Polina und Hannes hätten unähnlicher kaum sein können. […] Hannes lauschte vorsichtig in die Welt hinein wie in eine dunkle Höhle, in der Ungeheuer lauern. Polina schaute hinter jede Tür, steckte ihren Kopf in die Tümpel im Moor, um zu prüfen, was darin war. […] Hätte sie Ungeheuer gefunden, hätte Polina mit ihnen getanzt.“ Takis Würger komponiert mit „Für Polina“ einen Roman wie ein Musikstück. Er spielt darin die Klaviatur des Lebens: erfasst Höhen und Tiefen, Freud und Leid seiner Figuren, in deren Mitte Hannes und Polina stehen. Er lässt ihre Geschichte von der Musik tragen, macht das Klavier zum tragenden Element seines Romans. Es sind zwei große Lebensabschnitte, die in seinem Werk zusammenfinden. Ein Davor und ein Danach. Es ist die gemeinsame Kindheit in der Moorvilla und das eigenständige erwachsene Leben fernab davon. Auch wenn die Figuren immer wieder ins Moor zurückfinden, so bleibt dort eine wichtige Komponente zurück, die sich in einem Verlust ausdrückt und sich bleiern auf die Figuren, allen voran Hannes, legt. Und so verklingen für lange Zeit die Melodien, die Hannes dem Klavier entlockt, nicht jedoch die Melodien in seinem Innern. Hannes und Polina ziehen ins Leben hinaus. Entgegen ihrer kindlichen Vorstellungen machen sie vorerst ohne einander weiter. Hannes in Hamburg, Polina in Istanbul. Das unsichtbare Band, das sie beide miteinander verbindet, wird dabei stark beansprucht, reißen tut es aber nie. Auch wenn die beiden immer wieder auseinandertriften, bleibt da auch immer ein gemeinsamer Pfad, auf den sie immer wieder zurückfinden. Während es in der Kindheit unbeschwerte Momente der Freundschaft sind, wachsen im Teenageralter Gefühle füreinander heran. Doch es bedarf einiger Alleingänge und der Kraft der Musik, um sich wirklich zueinander zu bekennen. Hannes, der seinem Talent für das Klavierspiel lange nachgeht, kehrt ihm eines Tages fast vollständig den Rücken zu. Die Melodien sind zu schmerzhaft für ihn, sind sie doch an einen Menschen geknüpft, den er hinter sich lassen musste. Eines Tages fängt er als Klavierträger bei Sebastian Blau an, der eines der erfolgreichsten Transportunternehmen Hamburgs führt. Er ist auf den Transport von Klavieren und Flügeln spezialisiert, bewegt alles, was über Tasten verfügt und Töne hervorbringt. Nachdem Brauns Traum, ein Berufsmusiker zu werden, geplatzt ist und sich auf den gelegentlichen Einsatz am Klavier in einer Jazzband beschränkt, erfindet er sich neu und gründet ein Unternehmen. Mit 40 hat er fast jeden erdenklichen Luxus für sich gesichert, nicht jedoch seinen größten Traum, den er ähnlich wie Hannes, tief in seiner Seele verschlossen hält. Brauns stärkster und gefährlichster Klavierträger namens Bosch wird Hannes bester Freund, nimmt ihn unter seine Fittiche und zeigt dem eher schmächtigen Hannes, dass es beim Klaviertragen nicht ausschließlich um Kraft, sondern vielmehr um die richtige Technik geht. Und so transportieren die beiden über viele Jahre gemeinsam Klaviere in alle Himmelsrichtungen, ehe sich Boschs Vermutung bestätigt, dass Hannes zu viel mehr bestimmt ist, als Klaviere zu tragen. „Er setzte sich an den Érard und spielte. Er spielte nicht Haydn oder Grieg, obwohl der in diesen lindgrünen Tag auch gut gepasst hätte. Er spielte Hannes Prager. Mit neun Fingern spielte er Polinas Melodie, eine Variation, etwas Neues, das gleichzeitig etwas Altes war, aber er spielte, als hätte er zehn Jahre lang daran geübt. O ja, er spielte. Jonathan Wassermann sog erstaunt die Luft ein, und Bosch, der immer alles geahnt hatte, sah sich noch zweimal um, ob irgendwelche Gefahren abzuwehren waren, und dann entfuhr ihm ein tiefer Seufzer.“

Ich habe einen tollen Autor für mich entdeckt.
Die Bücher von Takis Würger fangen mich immer wieder ein. „Für Polina“ ist ein warmer und feinfühliger Roman. Mit seiner Sprache und den gewählten Wörtern habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich hatte das Gefühl, dass ich in einer Badewanne mit wohltemperiertem Wasser läge. „Für Polina“ ist ein Roman über Freundschaft und Liebe, über Verlust und Wiederfinden. Nie kitschig, manchmal traurig, aber immer wieder hatte ich auch ein Lächeln im Gesicht. Danke, Takis Würger, für dieses Buch.
Für Polina – ein stilles, wunderschönes Meisterwerk
Für Polina hat mich wirklich begeistert. Es ist eine wunderschön erzählte Geschichte, die sich immer weiter öffnet und in unerwartete Richtungen führt. Die Figuren sind so liebevoll und intensiv gezeichnet, dass man ihnen sofort nahekommt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und manchmal gemerkt, dass mir beim Zuhören kleine Nuancen entglitten sind – schade, denn dieses Buch hätte es verdient, jede Zeile bewusst gelesen zu werden. Umso mehr möchte ich es jedem ans Herz legen: eine berührende, kluge und absolut lesenswerte Geschichte.
Gefühlvoll erzählt, aber unfassbar traurig
Der Roman hat mich sofort gefesselt, was vor allem dem gekonnten Schreibstil zuzurechnen ist. Die Handlung entwickelt sich langsam und macht zunächst mit den Figuren vertraut. Das Leben auf dem Moorhof gleich mehr einem Traumtanz. Hannes' Begabung als Pianist ist wie eine magische Entdeckung. Später wird es nur noch unfassbar traurig und deprimierend. Hannes lässt sich treiben und scheint mehr zu überleben als zu leben. Dann wiederum wird alles märchengleich. Das Ende ist versöhnlich und merkwürdig zugleich. Alles löst sich in Wohlgefallen auf. Irgendwie lässt mich das Buch ratlos zurück.
Zart, berührend und fesselnd
Ich habe "Für Polina" quasi in einem Stück gelesen, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt und berührt war ich. Ich würde nicht empfehlen, den Klappentext zu lesen, der nimmt meiner Meinung nach zu viel voraus. Fritzi ist jung, alleinerziehend und findet mit ihrem Sohn Hannes Unterschlupf in einer alten Villa in einem Naturschutzgebiet bei dem ebenfalls alleinstehenden Heinrich. Dort verbringen sie zusammen mit ihrer Freundin Güneş und deren Tochter Polina eine unübertreffliche Zeit. Hannes, der sehr introvertiert ist und sich am liebsten durch sein begnadetes Klavierspiel ausdrückt, und Polina sind unzertrennliche Freunde, bis ihre Welt eines Tages durch einen Schicksalsschlag erschüttert wird und alles aus den Fugen gerät. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so sehr war ich im Sog dieser zärtlichen, liebevollen und auch herzzerreißenden Geschichte. Takis Würger Schreibstil ist wie immer meisterhaft und voller Poesie, seine Figuren sind ganz wunderbar mit all ihren Facetten ausgearbeitet. Am besten hat mir gefallen, dass die klassische Musik so eine tragende Rolle in diesem Buch einnimmt. Ich denke aber, man kann dieses Buch auch ohne Bezug oder Vorwissen zur klassischen Musik genießen. Fazit: Klare Leseempfehlung, 5/5 Sterne

Eins der berührendsten Büchern, das ich je gelesen habe. Es macht so eine Freude dieses Buch zu lesen. Es ist klug, traurig, lustig, sentimental. So schön ist über die Liebe zur Musik und zu einer Frau schon lange nicht mehr geschrieben worden. Die letzten ca. 70 Seiten habe ich die Buchstaben öfters mal verschwommen lesen müssen. Das Buch hat mich so in den Bann gezogen. Ein absolutes Highlight.
Mir fehlen die richtigen Worte um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Genau deshalb bin ich dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, in andere Welten tauchen zu können. Die wahre Liebe, wie sie auf schier unendlichen Umwegen letztlich zueinander finden. Danke für dieses Buch, das mich so sehr berührt hat.
Poli und Hannes …. Welch eine zarte Liebesgeschichte. Ich habe beide so gern begleitet. Das ganze Buch fühlt sich an, wie eine zarte, wunderschöne Melodie. Mit traurigen, sanften und schimmernden Tonfolgen. Hannes und Polina sind Freunde seit Kindheitstagen. Genauso wie ihre Mütter sich finden, so finden sich auch diese Beiden. In Bissendorf (Nähe Hannover) verleben sie ihre Kindheit. Jedoch werden sie durch die Realität des Lebens getrennt. Bleiben sporadisch in Kontakt, sehen sich im Laufe der Jahre wenig und vergessen sich doch nicht. Für immer verbunden durch eine Melodie. Hannes fühlt und spricht durch Musik. Er drückt sich aus dadurch. Jedoch behält er dieses Talent in seinem Innern und verstummt irgendwann. Aber die Musik bleibt und mit ihr die Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten und geliebte Menschen. Für mich persönlich ein absolutes Highlight. Takis Würger schreibt seine Figuren authentisch und überhaupt nicht kitschig. Sie erleiden Schicksalsschläge, ohne dass es zu dramatisch wird. Sie fallen hin und stehen wieder auf, denn das Leben wartet nicht darauf, dass Du wieder heile bist. Man macht weiter. Und das manchmal ganz leise aber dennoch da.
Außergewöhnlich Leichtfüßig beginnt die Geschichte mit der alleinerziehenden jungen Fritzi und ihrer türkischen Freundin Günes mit ihrer Tochter, der ebenfalls vaterlosen Polina. Die Kinder wachsen gemeinsam auf und bilden ein untrennbares Gespann. Sie sind so verschieden, wie Abend- und Morgenland. Doch irgendwann verliebt sich der ruhige, introvertierte Hannes in die temperamentvolle , sprunghafte Polina. Er weiß nicht, ob seine Liebe erwidert wird und das belastet ihn sehr . Das alte Klavier in der Villa wird sein neuer Zufluchtsort. Er lernt mühelos darauf zu spielen und kann mit der Musik auch endlich seine Gefühle ausdrücken. Trotzdem entgleitet ihm Polina und ihre Leben entwickeln sich auseinander. Takis Würger‘s Charaktere, und damit sind auch die Nebenfiguren eingeschlossen, wirken ein wenig exzentrisch, oftmals auch schrullig aber sie besitzen eigentlich alle ein großes Herz. Unser Protagonist Hannes stolpert durch sein Leben, welches oft seltsame Umwege nimmt. Trauer und Verlust werfen ihn aus der Bahn, doch mit Hilfe von echten Freunden und dem Talent Menschen mit seiner Musik zu berühren, kann er seinem Leben nochmal eine entscheidende Wendung geben. Mir hat diese märchenhafte, sehr warmherzige Geschichte wirklich gut gefallen. Ich lese nicht sehr oft Liebesromane, aber dieser hier ist sehr anders, außergewöhnlich und unbedingt zu empfehlen.
Musik. Vertrauen. Freundschaft. Liebe…und ganz viel Hoffnung.
Takis Würger hat hier eine wunderbar ruhige und fast schon zärtliche Liebeserklärung gegenüber der Musik geschrieben. Die Welt die Würger aufbaut ist kreativ, ungewöhnlich und ebenso wie die Charaktere die in ihr vorkommen, warm, sympathisch und wunderschön unvollkommen…eben „jolie-laide“. Es macht Spass den Leben von Hannes, Polina, Bosch und Heinrich zu folgen. Die Spannung liegt in der sich langsam aufbauenden herzlichen und zugleich tragischen Erzählweise. Das Buch versprüht etwas wohltuendes und hoffnungsvolles und zeigt auf einer sehr schönen Art, wie die verschiedensten Lebenswege und Schicksale sich ganz unverhofft kreuzen, und daraus die stärksten Freundschaften entstehen können. Aber auch, wie Musik ein ganzes Leben prägen kann.

Das Buch war echt mal etwas anderes für mich. Ich konnte mich nicht direkt in den ein bisschen schwer zu verstehenden Protagonisten einfühlen, der ein echtes Musikgenie ist. Entsprechend ging es viel um klassische Musik, womit ich eigentlich nicht viel zu tun habe. Das Gefühl, wenn man dem Spiel des Protagonisten zuhörte, wurde aber so eindrücklich beschrieben, dass ich dachte, ich würde die Musik selbst hören. Der Schreibstil des Autors war meiner Meinung nach eine 10/10. Zusammenfassend hat mich die Geschichte an vielen Stellen mitfühlen lassen und berührt, aber ganz mitgerissen hat sie mich nicht, daher keine 5 Sterne.
Eine leise Liebesgeschichte voller Musik
“Polina” ist ein sprachlich wie literarisch sehr wertvoller Roman. Takis Würger erzählt die Geschichte mit einer fein romantisierenden Sprache, die warm berührt, ohne jemals kitschig zu wirken. Gerade diese Zurückhaltung macht den Ton des Buches so besonders. Thematisch hat mich vor allem das Klavierspiel begeistert, das nicht nur als Motiv, sondern als emotionaler Träger der Geschichte fungiert. Die Liebesgeschichte entfaltet sich ruhig, mit einer eigenen Dramaturgie, die weniger auf große Gesten als auf Zwischentöne setzt. Was dieses Buch für mich besonders auszeichnet, ist die Art, wie erzählt wird: ruhig, sensibel, mit großer sprachlicher Eleganz. “Polina” ist ein Roman, der nachklingt und den man nicht nur liest, sondern fühlt.
"Für Polina" ist ein ganz zauberhafter Roman mit liebevoll gezeichneten Figuren, sowohl sprachlich als auch inhaltlich absolut fesselnd und mit einem Ende zum Niederknien. Der Schreibstil ist voller Intensität durch seine klaren, poetischen Sätze und hat mich schon gleich zu Beginn in die Geschichte um Hannes und Polina hineingezogen, die gleichermaßen berührt, inspiriert und nachdenklich macht. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so tief berührt - von mir volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!
Ein Buch fürs Herz ❤️
Eine grossartige Geschichte über Familie, Freundschaft und die unerfüllte Liebe. Dieser Roman ist so wundervoll wie Hannes Klavierspiel. So wunderschön wie Polina und einfach unvergesslich. Und was für ein Ende 🥰 „Hast du Tollkraut gegessen?“ Für mich eine der schönsten Geschichten die ich je gelesen habe. Ein großartiger Autor!
Eine buchgewordene Melodie 📚🎵!😍
Nach einem Buchtipp im Fernsehen war ich zum Leseversper im Buchladen meines Vertrauens. Dort wurde das Buch empfohlen, die ersten Zeilen vorgelesen. Als die Buchhändlerin schwärmte, war klar- jetzt erst Recht - ich will dieses Buch lesen!!!!! Und was soll ich sagen: WUNDERSCHÖN!!!!! Diese Geschichte hat ein rasantes Tempo, ganz viel Tiefe und eine wunderschöne Melodie! Alles ist so deutlich beschrieben, dass man hört, spürt und fühlt, was Hannes mit und durch Polina und die Musik erlebt. Ich bin leider unmusikalisch, habe aber trotzdem eine Vorstellung davon bekommen, was Musik 🎵🎶kann! Und die Liebe natürlich 🫶!
Was hat wohl den Autor zu diesem Buch inspiriert! Hat er dabei vielleicht das wohl berühmteste Klavierstück "Für Elise" gehört? Wir wissen es nicht. Herausgekommen ist auf jeden Fall ein wunderbar komponierter Roman über Liebe und Zuversicht. "Er sah in den umherfliegenden Staub im Sommerlicht, sog die Luft ein, spürte Polina an sich, und dann spielte Hannes Prager, der damals noch ein Junge im Moor war, seine erste Klaviersonate." Hannes, dieser schmächtige Junge, dem die Schule eher schwer fällt und der bei den Schulkameraden nicht so hoch im Kurs steht, er hat etwas ganz besonderes, etwas das andere nicht haben und das man auch nicht lernen kann. Das besondere Gehör. Und ein Talent für ein Klavierspiel, welches verzaubert. Außerdem hat er Polina, für die er von klein auf Gefühle hegt, die er nicht sagen kann, nur in Musik umwandeln, die die Seele berührt. Das Leben aber bringt die beiden auseinander und die erlittenen Verluste lassen die Musik in Hannes verklingen. Er verdingt sich als Klavierträger. "Er trug Klaviere, weil Klaviere den Rest seines Kosmos zusammen hielten." Diese und seine Freundschaft zu Bosch, dem Bär von einem Mann, der mit Hannes zusammen nicht nur die Lasten der Klaviere trägt. Und der auch ohne Worte versteht: "Traurige Liebe, fantastisch, immer die mächtigste." Große Leseempfehlung!
Ich habe es soooo gerne gelesen. Ein absolutes Wohlfühlbuch, weil ich von Anfang an das Gefühl hatte das es gut ausgehen würde. Jeder einzelne Satz hat mich abgeholt, genau meine Sprache. Ich bin total versunken und habe gleichzeitig versucht langsamer zu lesen, weil ich möglichst lange etwas davon haben wollte. Womöglich lese ich es gleich nochmal (was ich sonst nie tue), um alle kleinen Kleinigkeiten auch aufzunehmen.
Ob er jemals verstehen würde, was das ist- Liebe. Vielleicht ist es die Hoffnung auf einen Menschen, der uns versteht. Vielleicht ist es auch eine Hoffnung, ohne die das Leben unerträglich wäre: dass am Ende- trotz aller Verletzungen und Fehler und Irrungen und Missverständnisse und Dummheiten-, dass am Ende alles gut werden wird. Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung.
Als Hannes Prager vierzehn Jahre alt ist, verliebt er sich in das Mädchen Polina. Um ihr seine Liebe zu zeigen, komponiert der begabte Junge eine Melodie, die all ihre Sehnsüchte und Wünsche widerspiegelt. Doch Hannes’ Leben nimmt eine unerwartete Wendung: Er hört auf, Klavier zu spielen, und seine sowie Polinas Wege trennen sich. Nach Jahren innerer Leere erkennt Hannes, dass er Polina wiederfinden muss – und dass ihn nur ihre Melodie zu ihr führen kann. Takis Würger hat mich mit seinem Roman sehr bewegt. Er nimmt seine Leser mit auf eine Reise durch ein Leben voller Musik, Liebe und Selbstfindung. Die Figuren sind alle so detailreich gezeichnet, dass ich mit ihnen gelacht, geschmunzelt und geweint habe. Eine sehr berührende Geschichte!
Wunderschön, allerdings ruhiger als erwartet.
Hannes hört Musik in allem, auch in den Menschen die er liebt und die ihn umgeben. Verluste machen ihm allerdings schwer zu schaffen und so verliert er erst die Musik und dann die Liebe. Wir verfolgen wie Hannes dennoch einen besonderen Lebensweg einschlägt, der ihn weiter mit der Musik in Verbindung hält. Eine wunderschöne, ruhige Liebesgeschichte, die mich an Léon und Louise erinnert hat.
Sternebewertung fiktiv
Das ist mein zweiter Roman des Autors und endlich im Diogenes Verlag ;-). Takis Würger hat eine Geschichte geschrieben, die mich sofort gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Es geht um Liebe, um Freundschaft, um Abschiede und um all das, was das Leben ausmacht. Im Mittelpunkt steht Fritzi Prager, gerade 18 Jahre alt, auf der Suche nach etwas, das sich vielleicht am besten mit „Leben“ beschreiben lässt. Ohne Rückhalt und Fürsorge in ihrer Familie, aber mit großen Träumen, macht sie sich auf nach Italien. Die Art, wie Würger diesen warmen Sommertag in Lucca beschreibt, die Geräusche, die Gerüche, die Atmosphäre, ist so lebendig, dass man glaubt, selbst dort zu sein. Dort begegnet Fritzi einem älteren Mann. Aus einer zufälligen Unterhaltung wird ein Moment der Nähe und dieser Moment verändert alles. Sie wird ungeplant schwanger und nach ca. 1,5 Tagen Wehen bringt sie ihren Sohn Hannes zur Welt. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Im Krankenhaus trifft sie auf Güneş, die ebenfalls allein ist und ihre Tochter Polina bekommt. Ihre Babys liegen nebeneinander und mit ihnen beginnt eine Freundschaft, die das Leben der beiden Frauen über Jahre prägt. Für einen Augenblick verlor ich mich beim Lesen und dachte an meinen all time Favorit „Schlafes Bruder“. Was mich an diesem Buch besonders berührt hat, ist die Tiefe, mit der Würger seine Figuren zeichnet. Ich habe mit Fritzi mitgefühlt, mit ihr gehofft, mit ihr gehadert. Hannes‘ Leben mitzuerleben, ihn auf seinem Weg zu begleiten, hat mich oft nachdenklich gestimmt. Das Buch führt einen durch so viele Abschnitte, dass man am Ende das Gefühl hat, nicht nur gelesen, sondern gelebt zu haben. Einzig Polina bleibt für meinen Geschmack etwas im Hintergrund, da hätte ich mir mehr gewünscht. Aber vielleicht ist genau das auch eine der Stärken dieses Romans: Er lässt Raum für eigene Gedanken, eigene Erinnerungen, eigene Fragen. „Für Polina“ ist ein Buch, das einen aus dem Alltag reißt. Ich hätte gerne noch mehr Zeit mit den Figuren verbracht – und genau das macht für mich ein großartiges Buch aus.
Buchinformationen
Beiträge
Bewegend. Es klingt in mir nach…
Ich bin beseelt von diesem Buch. Am Anfang war es eine schöne Geschichte, aber mit der Zeit hat es mich immer mehr in seinen Bann gezogen. Die Beschreibungen der Musik, lassen mein ganzes Inneres mitschwingen. Ich höre Musik nicht, ich fühle sie. Und wie Takis Würger hier erzählt ist einfach bezaubernd. Diese leise, zerbrechliche Lebensgeschichte, diese besondere Liebe zur Musik, diese großartige Liebe zu einem Herzensmenschen. Absolute Leseempfehlung.
Eine zarte, berührende Liebesgeschichte. Hannes und Paulina kommen ohne Vater auf die Welt und ihre Wege treffen sich , in einer alten heruntergekommenen Villa bei Hildebrand. Hier wachsen beide zusammen mit ihren Müttern auf.
Mit 14 Jahren verliebt sich der ruhige, leisen, naiven,zurückhaltende , Töne und Melodie hörende Hannes in die lebendige, unruhige, neugierige, manchmal etwas frechen Paulina. Er ist ein hochbegabter Klavierspieler und komponiert ihre Melodie. Doch dieses Buch ist kein Märchen und das Leben ist….. Ihre Wege gehen auseinander und was dann alles geschieht, wird in ruhigen, eindringlichen, bewegenden, berührenden Sätzen beschrieben. Man kann sich diesen wunderbaren 300 Seiten nicht entziehen und fühlt die allgegenwärtige Musik, ohne das man immer direkt davon liest. Ich bedaure, dass es so kurz war- wäre gerne länger im Buch geblieben- obwohl ich versucht habe, langsamer zu lesen. Beethoven hatte seine „Für Elise“- Tagis Würger „Für Paulina“. Große Leseempfehlung.
Traurige Liebe, fantastisch, immer die mächtigste.
Feinfühligkeit ist ein zu geringer Ausdruck für die Figuren, die Takis Würger in seinen Roman zu Papier bringt. Auch in „Für Polina“ schafft er es, ein Gefühl zu vermitteln, dass die komplette Weltsicht auf den Kopf stellen kann. Die diversen Weltanschauungen nicht-politischer Natur unter einen Hut in diesen Seiten zu bekommen, ist ein Spagat sondergleichen. Durch das Buch zieht sich der unbändige Wille, die Schönheit als Produkt ihrer selbst zu behandeln. Musik benötigt kein Publikum um ihre Eleganz zu entwickeln, sondern funktioniert auch im kleinsten Raum und nur für sich. Die Liebe zwischen den Figuren ist das einzige, was größer ist, als die Liebe zur Musik. Die Möglichkeit, sich in eine der Figuren zu verlieben ist so unvorstellbar groß, dass es unmöglich erscheint, sich dem entziehen zu können. Dieses Buch ist so fein und gefühlvoll geschrieben, dass man das Gefühl hat, leichte Tinte auf schwerem Papier ist das einzige Format, dass diesem Roman gerecht werden kann. Für Polina ist eine Ode an die schönen Dinge des Lebens und dem Bewusstsein, was vielen Menschen im Alltag verloren geht. Es sind simple Dinge, die einen aufhorchen lassen, sei es die alte Floskel, dass es selten gute Nachrichten gibt, die über ein Telefon überbracht werden und daraufhin ein Handy im Sand vergraben wird. Mit einzelnen Ausnahmen, wie dem Schluss, wirkt dieses Buch so unglaublich zeitlos und gibt der klassischen Musik die Kraft zurück, die sie über die Jahrhunderte entwickelt hat. Trotz der ganzen unausgesprochenen Gefühle steht im Zentrum des Ganzen die unsägliche Liebesgeschichte zwischen Hannes Prager, unserem Protagonisten, und seiner Kindheitsfreundin Polina. Diese Zärtlichkeit zwischen zwei Menschen, die sich praktisch seit der Geburt kennen ist so herzerwärmend, dass es einem selbiges beim Lesen zerreißt, wenn beide diese Liebe aufgeben um die Träume der anderen Person nicht zu gefährden. Eine Suche nach der wahren Liebe, für die man ungewollt seine eigenen Prinzipien über Bord wirft, zeigt einem, welche Kräfte Liebe in dem eigenen Herzen entfesseln kann. Diese Liebe ist gezeichnet von dunklen Momenten und wird mehrfach durch den Tod so sehr zusammengeschweißt, dass die Vorstellungskraft nicht ausreicht, wie diese Liebe jemals zerbrechen sollte. Dieses Buch bekommt eine klare Leseempfehlung für jede Person, die über ein Herz verfügt. Es wird beim Lesen dieses Romans auf eine harte Probe gestellt und weiß hoffentlich am Ende, wofür es schlagen soll. Ich frage mich, wie meine Melodie, komponiert von Hannes Prager, klingen würde…
Manchmal reichen Worte nicht aus, um „Ich liebe dich“ zu sagen
Dieses Buch ist eines meiner persönlichen Jahreshighlights 2025 und beweist einmal mehr, dass es keiner pastellfarbenen Romance-Traum-Bücher bedarf, um wirklich, echte Gefühle zu transportieren und der Liebe in Büchern Gehör zu verschaffen. Danke Takis Würger, dass Sie dieses Buch geschrieben haben. Ich habe gelacht, geweint, gelitten und gehofft. Danke, dass Sie es geschafft haben einem ganz außergewöhnlichen und liebenswerten Jungen eine Stimme zu geben und aufzuzeigen, dass es nicht darauf ankommt, ob man groß, klein, dick, dünn, klug oder nicht so klug ist. Es kommt darauf an die richtigen Menschen um sich herum zu haben, die einem das Gefühl geben richtig zu sein. Hannes kennt diesen Menschen seit seiner Geburt. Seine beste Freundin Polina und er wachsen gemeinsam auf und irgendwann wird aus dieses wunderbaren und innigen Freundschaft Liebe, in die sowohl Hannes, als auch Polina erst noch hineinwachsen müssen. Hannes entspricht nicht „der Norm“ sondern ist außergewöhnlich in jeder Hinsicht. Seine Gefühle drückt er in seinem Klavierspiel aus, weil er mit Musik den Menschen, die er liebt, all das sagen kann, wofür es sonst keine Worte gibt. Ich hab die Musik gefühlt, auf jeder Seite und ich wünsche mir, dass jeder dieses Buch liest, um diese wunderschönen Melodien ebenfalls zu erleben.
"Hannes Pragers erstes Wort war Mama, sein zweites Wort war Mahler." "Auf einmal fragte er sich, worauf er eigentlich wartete. Wie lange das Leben noch an ihm vorbeitanzen sollte." Die Geschichte von Polina und Hannes, die beide ohne Vater und fast wie Geschwister aufwachsen und eine ganz besondere Verbindung haben. Hannes entdeckt seine Liebe zur Musik, sie ist seine Sprache für Worte, die er nicht findet. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Trauer, Ängste und verpasste Chancen. Unheimlich zart geschrieben, dabei trotzdem ausdrucksstark und auch tiefgründig. Ich möchte die Geschichte und die Sprache sehr und es gibt auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung ⭐
Liebe. In Büchern. War und ist immer so ein Thema bei mir. Meistens zu kitschig, oft zu viel gewollt, zu unrealistisch. Eigentlich immer eine ähnliche Geschichte. Manchmal augenverdrehend und meistens nichts für mich. Doch dann kommt eine Liebesgeschichte daher, geschrieben von einem Autoren, von dem man fast alles gelesen hat. Was macht man jetzt? Eigentlich wirklich nicht mein Genre, aber er hat es geschrieben. Vielleicht dem eine Chance geben? Vielleicht? Na gut. Und dann fällt "Für Polina" und Takis Würger in mein Leben. Ganz unauffällig aber doch präsent. Und wird einfach so zu meinem wunderschönen Jahreshighlight. Liebesgeschichten in einem Jahreshighlight, das hat es wirklich bei mir noch nie gegeben und schon allein deswegen muss "Für Polina" ein besonderes Buch sein und das ist es, mit allem, was es hat und kann und diese wunderschöne, teils tieftraurige aber auch unglaublich intensive Hommage an das Leben und die Liebe kann einiges. Aber worum geht's hier eigentlich? In "Für Polina" stolpern wir in das Leben von Hannes, zunächst in sein behütetes Leben in der Kindheit und dann als Heranwachsender und Erwachsener. Hannes Kindheit ist geprägt von seiner innigen Bindung zu seiner Mutter Fritzi und seiner Freundschaft zu Polina, die Tochter von Fritzis Freundin. Hannes lebt mit seiner Mutter in einer zwar schrägen aber doch liebenswürdigen Gemeinschaft mit ihrem 'Vermieter' in einem Haus, das an einer Moorlandschaft grenzt und somit Hannes und Polina die unvergesslichsten Kindheitsabenteuer in der Natur beschert. Mit der Zeit erwachen allerdings auch andere Lieben in Hannes, die Liebe für das Klavierspielen, aber vor allem seine Liebe für Polina. Als er ihr ein selbst komponierte Melodie auf dem Klavier verspielt, scheint seine Liebe für Polina für immer besiegelt zu sein. Aber es kommen auch Umbrüche, denn sowohl in Hannes und auch in Polinas Leben fehlt der Vater und als der plötzlich vor Hannes steht, sollte sein bis dahin behütetes Leben eine dramatische Wendung nehmen. Takis Würger hat ein Herzstück von einem Roman geschrieben. "Für Polina" ist eine frei von jeglichem Kitsch oder Übertreibungen wunderschöne Liebesgeschichte, aber diese Liebe geht nicht nur an die Frau des Lebens vom Protagonisten Hannes, Polina, sondern auch an das Leben, an die Freundschaft, an seine Mutter, an seine behütete Kindheit und auch an die Musik. Denn selbst als Hannes durch die schwerste Zeit seines Lebens geht und nicht mehr in der Lage ist, selbst Musik zu machen, findet er einen zwar ungewöhnlichen aber doch sehr charmanten Weg mit ihr in Berührung zu bleiben und dazu noch den besten Freund seines Lebens. Takis Würger Art und Weise diese Geschichte zu erzählen ist zweifelsohne eine besondere und macht auch deswegen diesen Roman so besonders, ob es am Plot selbst liegt, an dem fast schon poetischen Stil manche Begegnungen oder Situationen in dem Buch zu beschreiben, mag man gar nicht so genau sagen können. Wahrscheinlich liegt es an alldem. Ganz besonders möchte ich da den Anfang des Romans hervorheben, als sich Hannes Eltern zum ersten Mal begegnen. Natürlich ist das schon allein wegen der daraus resultierenden Geburt der Hauptfigur ein bedeutsames Ereignis, aus diesem wunderschön zart erzählten und großartigen Anfang hätte sich aber auch ganz leicht eine andere Geschichte entspinnen können, die irgendwo im Warmen unter Orangenbäumen spielen würde. Aber zum Glück wurde es "Für Polina", denn man verliebt sich sofort in den Großteil aller Figuren von Takis Würger. Einfach, weil sie so liebenswert und leicht verschroben sind, obwohl ihnen das Leben bereits übel mitgespielt hat und sie sich doch all ihre Herzlichkeit bewahrt haben. Ihr merkt schon, "Für Polina" hat mir von der ersten Seite an das Herz gestohlen uns es ein bisschen mehr für Liebesgeschichten geöffnet, zumindest, wenn Takis Würger sie schreibt. "Vielleicht ist es auch eine Hoffnung, ohne die das Leben unerträglich wäre: dass am Ende - trotz aller Verletzungen und Fehler und Irrungen und Missverständnisse und Dummheiten-, dass am Ende alles gut werden wird. Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung." Für Polina

*Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung - Hannes und Polina & die Melodie ihres Lebens*
Für Polina hat etwas mit mir gemacht, das ich nicht ganz greifen kann – aber sehr deutlich spüre. Takis Würger erzählt eine Geschichte über Liebe, Hoffnung, Trauer und Verlust. Und über die Musik, die bleibt, wenn Worte nicht mehr reichen. Es ist ein zarter Roman – poetisch, melancholisch und so ehrlich, dass es manchmal fast weh tut, der sich fühlen lässt. Und genau darin liegt seine Kraft. Die Figuren sagen oft wenig, und doch steckt in jedem Satz so viel. In den stillen Momenten, im Ungesagten, in der Musik zwischen den Zeilen – da passiert das Eigentliche. Ich habe diese Geschichte nicht nur gelesen. Ich habe sie gehört, gespürt, getragen. Was mich besonders bewegt hat: Für Polina ist kein Buch über großes Drama. Es ist ein Buch über die leisen Tragödien und das tiefe Weiterlieben, obwohl es unmöglich scheint. Ein Roman, der bleibt – wie ein Lied, das nicht mehr aus dem Kopf geht. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Mehr als 5 von 5 Sternen – weil es mich leise erschüttert und still verzaubert hat. Ein absolutes Highlight meines Leselebens #FürPolina #TakisWürger #PoesieInProsa #LiebeUndVerlust #MusikDerErinnerung #Herzensbuch
Hannes und Polina kennen sich eigentlich schon immer. Die Mütter der Beiden lernen sich bei der Geburt der Kinder kennen. Hannes wächst in einer alten Villa im Moor mit seiner Mutter Fritzi und Herrn Hildebrandt auf. Polina ist mit ihrer Mutter Günes oft zu Besuch und bald schon verbindet die fünf Menschen eine tiefe und ungewöhnliche Freundschaft. Hannes entdeckt seine Liebe zur Musik und sein Talent zum Klavier spielen und später auch seine Liebe zu Polina. Ein tragisches Unglück geschieht, die Wege von Hannes und Polina trennen sich immer mehr und beide leben ganz unterschiedliche Leben. Doch Hannes‘ Sehnsucht nach Polina bleibt. Ein Roman wie eine Sinfonie, zart, feinsinnig, melancholisch, traurig, dann wieder hoffnungsvoll. Gefühle wurden auf eine wunderbar sanfte und auch wieder kraftvolle Art zum Ausdruck gebracht. Das hat mich unheimlich berührt. Die intensive Liebe und Sehnsucht nacheinander, die Hannes und Polina verbinden tut mir beim lesen schon fast weh. Gefühle transportieren kann Herr Würger ganz großartig. Die Personen sind liebevoll und authentisch dargestellt. Auch da ist jeder Charakter nachvollziehbar, vielschichtig und nahbar. Eine berührende Geschichte über die große Liebe, den Zauber der Musik und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ein Leseerlebnis! Ganz großes Kino! Unbedingt lesen!!! Bleibt ein Kritikpunkt. Warum hab ich bisher noch nie ein Buch von Takis Würger gelesen???
Das ist einer der schönsten Romane, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. "Für Polina" ist ein wahres Herzensbuch mit einer wunderschönen und berührenden Geschichte über die Kraft der Musik, über Liebe und Verlust und von der Suche nach dem Glück. Im Zentrum der Handlung steht die Musik, die als universelle Sprache der Gefühle eine zentrale Rolle spielt. Die Geschichte von Hannes und Polina ist eine zarte und zugleich kraftvolle Erzählung. Der Autor zeichnet seine Figuren mit großer Empathie und lässt den Leser an ihren Hoffnungen, Träumen und Ängsten teilhaben. Die Handlung ist gefüllt mit emotionalen Momenten, die tief berühren. Trotz der tragischen Elemente ist "Für Polina" ein Buch, das glücklich zurücklässt. Es ist eine Hommage an die Kraft der Liebe und der Musik und ein Plädoyer für die Hoffnung. "Hannes spielte, und die Menschen hörten ihn, als hörten sie Licht. [...] Die Kellner vergaßen ihre Bestellungen, die Babys in ihren Kinderwagen lauschten. Es war keine Zauberei. Oder vielleicht doch. Wann war Musik jemals etwas anderes als Zauberei?" (S. 222)
Mein erstes Buch von Takis Würger. Ganz ohne irgendeine Erwartung begann ich " für Polina" . Ich hatte mich nicht mal groß schlau gemacht worum es geht. Für mich sehr besonders war , dass die Geschichte in Hannover und Hamburg spielt, denn da habe ich selbst starken Bezug zu. Hannes Prager, Sohn Fritzi Pragers wächst ohne seinen auf bis er Teenager ist. Er lebt in einer alten Villa im Bissendirfer Moor,mit seiner Mutter und dem urigen Heinrich Hildebrand.Immer an seiner Seitw, Polina, Günes Tochter, die Fritzis besre Freundin ist. Auch Polina wächst ohne Vater auf. Hannes ist schüchtern, introvertiert und sieht die Menschen in Melodien.Hannes hat ein besonderes Talent fürs Klavierspielen. Als Fritzi bei einem Unfall im Moor stirbt, soll Hannes zu seinem Vater nach Hamburg. Ein reicher Marmorhändler der mehr Wert darin sieht aus Hannes Talent ein Geschäft zu machen statt eine gute Beziehung zu seinem Sohn auf zu bauen. Hannes , der davon nichts wissen will und seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr spielt arbeitet irgendwann als Klavierträger. Die gehobene Gesellschafft lässt ihre Flügel von A nach b transportieren. Als Hannes anfängt heimlich dann auch noch die Klaviere zu stimmen, entfacht das seine Leidenschaft für die Musik wieder. Polina.Sie geht im Laufe der Geschichte in die Türkei, auf der Suche nach ihrem Vater. Die Beziehung zwischen Polina und Hannes ist sehr besonders. Sie verstehen sich ohne Worte, vermissen sich, finden aber dennoch Jahre lang nicht zueinander. Es geht viel ums Instrument und das Klavierspielen. Mich als nicht fachkundig hat es nicht gestört. In wie weit es glaubwürdig geschrieben ist kann ich dadurch nicht beurteilen. Für Polina hat mich gefesselt.Ich wollte wissen, wie der dünne, schüchterne Hannes Prager mit seinem Leben weiter macht. Was aus seinem Talent vielleicht werden würde.Und natürlich auch, ob er Polina findet und beide zueinander. Gefühlvoll aber nicht kitschig hatte ich beim lesen das Gefühl den Charakteren in die Seele schauen zu können. Absolute Leseempfehlung.
So richtig weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Die Geschichte von Hannes ist von so viel Negativität geprägt und meiner Meinung nach manchmal auch übertrieben, dass der Schockeffekt und die Melancholie ausbleiben. Man gewöhnt sich einfach daran. Der Schreibstil wirkt hier und da heruntergerattert. Die Story macht an sich nichts falsch, die Grundidee ist klasse, und die Charaktere passen auch. Irgendwie wollte das Buch dennoch nicht so recht bei mir aufblühen.

Oh mein Gott!
Eigentlich hatte ich keine Lust das Buch zu lesen, die Geschichte hat mich einfach nicht angesprochen, aber weil es so gute Bewertungen hatte, wollte ich es zumindest mal anlesen. Es packte mich sofort, von Anfang an. Takis Würger hat die Worte so zusammengesetzt, dass eine wundervolle Geschichte daraus entstanden ist. Hannes, ein Kind, dass anders ist als Andere und in unserer Welt bestimmt schon mit verschiedensten Diagnosen abgestempelt worden wäre, durfte sich in dieser Geschichte ganz frei entwickeln. Wir begleiten ihn auf seinem Weg und die ‚Verwortlichung‘ dieser Entwicklung ist unglaublich. Ich liebe diese Geschichte, ich liebe dieses Buch. Wie die Kompositionen, über die geschrieben wurde, weckt es alle möglichen Gefühle und vor allem Hoffnung in mir. Großartig! Danke!!🙏🏻
Mein zweites Buch von Takis Würger und ich hab sofort seinen Schreibstil wiedererkannt. Er schaffte es, so zu schreiben, dass ich komplett in die Geschichte eintauche und erst wieder mit dem Ende des Buches auftauche. Hier erzählt Würger die Geschichte von Hannes Prager, der zusammen mit Polina ohne Vater zur Welt kommt und aufwächst. Er zieht zusammen mit seiner Mutter Fritzi in eine alte Villa zu Hildebrand in ein Moorgebiet. Er wirkt sehr introvertiert, Polina ist seine beste Freundin und die Musik ist seine Sprache. Er schafft Melodien und bezaubert viele Menschen damit. Doch sein Leben verändert sich, er hört auf zu spielen, und Polina zieht weg. Jahre vergehen, er lernt Freunde und Frauen kennen, aber Polina kann er nicht vergessen. Klingt vielleicht etwas märchenhaft und das war es auch ein wenig. Es eignet sich als Buch für zwischendurch, für einen guten Vibe und um alles um mich herum auszublenden. Ich habe den jungen Hannes beim Erwachsenwerden beobachtet, die Liebe zur Musik und Polina spüren können und die Freundschaft mit seinem Arbeitskollegen Bosch genossen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, wenn man beim Lesen einfach mal abschalten möchte. S.28 „Hildebrand winkte ab. Er hielt nicht viel von Ärzten, sie wollten einem das Leben retten und verboten es einem dabei.“ S.41 „Hannes spürte die raue Hand seiner Mutter auf der Stirn und sah sie an. Er verstand nicht, was sie meinte, aber die Frau, die ihm jetzt den Sand aus den Augen prokelte und danach die Karten neu mischte, hatte ihm alles über das Moor beigebracht, ihm Lieder vorgesungen, gewann immer beim Mau-Mau und wusste auch sonst, was zu tun war, wenn das Leben mit seinen Verpflichtungen, Regeln und Absonderlichkeiten Hannes überforderte.“ S.134 „Das Einzige, was seinem Kummer gerecht wurde, war die Stille. Natürlich wusste er, dass ein paar der schönsten Stücke der Musikgeschichte voller Traurigkeit komponiert worden waren - Schubert ohne Liebeskummer und Chopin ohne Melancholie wären undenkbar -, aber die Vorstellung, sich selbst ans Klavier zu setzen, erfüllte Hannes mit Übelkeit, ja mit Grauen. Er liebte die Musik noch immer, sie war sein Zugang zur Welt.“ S.270 „Die Briefe offenbarten Hannes etwas, das einem weniger starrsinnigen Mann vermutlich früher aufgefallen wäre: Er berührte die Menschen mit seiner Musik, auch wenn sie etwas anderes darin fanden als er. Nur für ihn erschufen seine Melodien Erinnerungen an seine Mutter oder an den Sonnenaufgang im Moor im Januar. Andere dachten an ihre eigenen Mütter oder an eine besonders wunderbare Salamipizza oder daran, endlich auf das Matterhorn zu steigen und oben um das Gipfelkreuz zu tanzen.“ S.270 „Hannes, dieser große Musiker und kleine Denker, verstand endlich, dass genau darin die Schönheit der Musik liegt. Nicht nur in den Noten, die zu Schallwellen werden, sondern auch im Nachhall im Inneren, der bei jedem anders ausklingen darf.“
"Hast du Tollkraut gegessen? Meine Antwort auf die Frage, ob es mir gefallen hat. Trotz der ständigen Melancholie und unterschwellige Traurigkeit. Hannes muss man ins Herz schließen, seine Geschichte hat einfach alles. Die Emotionen werden durch die distanzierte Erzählweise zum Teil ausgeglichen, aber zu jedem Zeitpunkt wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Eine besondere Gabe, die der Autor geschickt einsetzt.
wie ein gutes olivenölgericht 🎹🎼🍸
für mich war "für polina" ein wirklich ruhiges, aber dennoch herzerwärmendes und emotionales buch. vor allem die facettenreichen charaktere und der einzigartige schreibstil haben mich fasziniert. allerdings war letzterer für mich schon auch sehr distanziert, sodass ich mich am ende nicht hundertprozentig in die geschichte einfühlen konnte. auch die zeitebenen haben mich in dem buch etwas irritiert, weil erst alles so retromäßig wirkt und dann am ende so random z.B. social media oder sophie passmann erwähnt wird, lol. das ende hat mir gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass ich nicht gecheckt habe, warum alle hannes' zu einer ihm untypischen tat "drängen" und dann meckern, dass er dadurch so fokussiert darauf und arrogant geworden ist, lol. und ehrlich gesagt war mir die liebesgeschichte auch echt nicht so wichtig. viel bedeutsamer waren für mich eigentlich hannes' innigen freundschaften. ich würde das buch insgesamt aber definitiv weiterempfehlen und selbst auch nochmal etwas von takis würger lesen :)
“Für Polina” von Takis Würger ist für mich jetzt schon ein absolutes Jahreshighlight. Dieses Buch erzählt leise, zart, sanft aber tief berührend die Geschichte eines außergewöhnlichen Menschen – Hannes Prager. Er ist eine faszinierende Figur, neurodivergent, autistisch oder zumindest sehr verschlossen, und besitzt eine einzigartige Gabe: Er kann Menschen und Emotionen als Melodien sehen, sie verarbeiten und spüren. Er spielt mit einer natürlichen Begabung Klavier auf eigenwillige Weise und hat vermutlich ein absolutes Gehör. Im Zentrum der Geschichte steht seine Verbindung zu Polina – seinem Seelen- und Herzensmenschen. Die beiden wachsen Seite an Seite auf, doch irgendwann verlieren sie sich aus den Augen. Das Leben trennt sie und Hannes verwahrt seine Musik nur noch in seinem Innersten und verschließt sich noch mehr dem wahren Leben - denn er hört auf Klavier zu spielen. Diese Trennung und die Sehnsucht nach Polina ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman und verleihen ihm eine besondere Tiefe. Was mir an “Für Polina” besonders gefallen hat, ist die Balance zwischen zwei emotionalen Ebenen. Einerseits gibt es die leise, zarte Seite, die von Musik, Melodie und der inneren Welt Hannes Pragers geprägt ist. Sein Klavierspiel wird zum Medium seiner Wahrnehmung und Gefühle. Andererseits steht dem eine laute, chaotische Welt gegenüber – eine Welt, die außergewöhnlich begabten Menschen, Menschen außerhalb der Norm oft Hindernisse in den Weg stellt und sie in ihrer Andersartigkeit nicht immer akzeptiert. Im Gegensatz zu einigen Rezensionen, die dem Buch Kitsch vorwerfen, habe ich es als unglaublich authentisch und ergreifend empfunden. Würger schreibt mit einer besonderen Feinfühligkeit und schafft es, Hannes’ Welt auf eine Weise zu schildern, die in mir nachklingt. Die Geschichte ist nicht nur poetisch, sondern auch tiefgehend – sie lässt Raum für Nachdenklichkeit und berührt die Seele. “Für Polina” hat etwas in mir zum Schwingen gebracht und wird definitiv noch lange nachwirken.

"Sie lebten in jedem Atemzug, ohne den Versuch, das Vergangene zu begreifen, und ohne die Sorge vor der Unendlichkeit der Möglichkeiten, die das Leben für sie im Köcher hielt.“ Fritzi Prager ist eine der Besten ihres Jahrgangs und will nach der Schule Jura studieren. Doch das Leben sieht etwas anderes für sie vor: Aus ihrem Sommerurlaub in Italien kommt sie schwanger zurück und wird mit 18 Jahren Mutter einen Sohns, der auf den Namen Hannes hört. Fritzis Eltern ertragen ihre Tochter und den Enkel nicht, der von Anfang an anders, ruhiger ist, als andere Kinder und laut der Mutter einfach nur eine Tracht Prügel bräuchte. Und so verlässt Fritzi nach ihrem Abitur das Elternhaus. Anstatt in München zu studieren, beginnt sie mit Güneş, der Frau, mit der sie im Krankenhaus ein Zimmer geteilt hat, bei Netto zu putzen. Auch sie zieht ihre Tochter Polina alleine groß. Bis zur Grundschule wachsen ihre Kinder gemeinsam auf. Es ist eine abgelegene alte Villa im Moor in Kananohe bei Hannover, die zu Fritzis und Hannes‘ Zuhause wird und auch Güneş und Polina oft empfängt. Hier wohnt auch der alte Zausel Heinrich Hildebrand, der für Fritzi zu einer Art Vater und für die Kinder zu einem Großvater wird. Er liest ihnen aus Dostojewski vor und legt abends alte Schallplatten auf. Später wird Fritzi Heinrichs Assistentin im niedersächsischen Landesamt für Flur- und Moormanagement. Von da an durchstreifen Fritzi und Hannes jeden Tag das Bissendorfer Moor und lernen alles über Flora und Fauna kennen. Vor allem die Klänge der Natur haben es Hannes angetan. Der stille Junge, der von klein an besonders empfindsam für Geräusche ist, entdeckt in der Villa auch seine Liebe zum Klavier. Seine Begabung für das Klavierspiel offenbart sich, als er dem verstimmten und von Holzwürmern zerfressenen Klavier im Speisesaal Tschaikowski entlockt. Und so beginnt Heinrich, der einmal Klavier studiert hat, Hannes zu unterrichten. Bald erfüllen die Melodien nicht nur die Villa, sondern auch den Kopf des Jungen. Denn darin entsteht viel mehr, als es die Lehrer vermuten, die Hannes für zurückgeblieben und sonderbar halten. Es sind ganze Sinfonien, die in ihm wachsen, ohne je zu Papier gebracht zu werden. Denn es sind die Klänge der Menschen: ihr Wesen, ihre Träume und ihr Hoffen. Nur wenige wissen von Hannes‘ Talent; seiner Begabung, dem Rhythmus seiner Umgebung zu lauschen und ihre Melodien zu erfassen. „Polina und Hannes hätten unähnlicher kaum sein können. […] Hannes lauschte vorsichtig in die Welt hinein wie in eine dunkle Höhle, in der Ungeheuer lauern. Polina schaute hinter jede Tür, steckte ihren Kopf in die Tümpel im Moor, um zu prüfen, was darin war. […] Hätte sie Ungeheuer gefunden, hätte Polina mit ihnen getanzt.“ Takis Würger komponiert mit „Für Polina“ einen Roman wie ein Musikstück. Er spielt darin die Klaviatur des Lebens: erfasst Höhen und Tiefen, Freud und Leid seiner Figuren, in deren Mitte Hannes und Polina stehen. Er lässt ihre Geschichte von der Musik tragen, macht das Klavier zum tragenden Element seines Romans. Es sind zwei große Lebensabschnitte, die in seinem Werk zusammenfinden. Ein Davor und ein Danach. Es ist die gemeinsame Kindheit in der Moorvilla und das eigenständige erwachsene Leben fernab davon. Auch wenn die Figuren immer wieder ins Moor zurückfinden, so bleibt dort eine wichtige Komponente zurück, die sich in einem Verlust ausdrückt und sich bleiern auf die Figuren, allen voran Hannes, legt. Und so verklingen für lange Zeit die Melodien, die Hannes dem Klavier entlockt, nicht jedoch die Melodien in seinem Innern. Hannes und Polina ziehen ins Leben hinaus. Entgegen ihrer kindlichen Vorstellungen machen sie vorerst ohne einander weiter. Hannes in Hamburg, Polina in Istanbul. Das unsichtbare Band, das sie beide miteinander verbindet, wird dabei stark beansprucht, reißen tut es aber nie. Auch wenn die beiden immer wieder auseinandertriften, bleibt da auch immer ein gemeinsamer Pfad, auf den sie immer wieder zurückfinden. Während es in der Kindheit unbeschwerte Momente der Freundschaft sind, wachsen im Teenageralter Gefühle füreinander heran. Doch es bedarf einiger Alleingänge und der Kraft der Musik, um sich wirklich zueinander zu bekennen. Hannes, der seinem Talent für das Klavierspiel lange nachgeht, kehrt ihm eines Tages fast vollständig den Rücken zu. Die Melodien sind zu schmerzhaft für ihn, sind sie doch an einen Menschen geknüpft, den er hinter sich lassen musste. Eines Tages fängt er als Klavierträger bei Sebastian Blau an, der eines der erfolgreichsten Transportunternehmen Hamburgs führt. Er ist auf den Transport von Klavieren und Flügeln spezialisiert, bewegt alles, was über Tasten verfügt und Töne hervorbringt. Nachdem Brauns Traum, ein Berufsmusiker zu werden, geplatzt ist und sich auf den gelegentlichen Einsatz am Klavier in einer Jazzband beschränkt, erfindet er sich neu und gründet ein Unternehmen. Mit 40 hat er fast jeden erdenklichen Luxus für sich gesichert, nicht jedoch seinen größten Traum, den er ähnlich wie Hannes, tief in seiner Seele verschlossen hält. Brauns stärkster und gefährlichster Klavierträger namens Bosch wird Hannes bester Freund, nimmt ihn unter seine Fittiche und zeigt dem eher schmächtigen Hannes, dass es beim Klaviertragen nicht ausschließlich um Kraft, sondern vielmehr um die richtige Technik geht. Und so transportieren die beiden über viele Jahre gemeinsam Klaviere in alle Himmelsrichtungen, ehe sich Boschs Vermutung bestätigt, dass Hannes zu viel mehr bestimmt ist, als Klaviere zu tragen. „Er setzte sich an den Érard und spielte. Er spielte nicht Haydn oder Grieg, obwohl der in diesen lindgrünen Tag auch gut gepasst hätte. Er spielte Hannes Prager. Mit neun Fingern spielte er Polinas Melodie, eine Variation, etwas Neues, das gleichzeitig etwas Altes war, aber er spielte, als hätte er zehn Jahre lang daran geübt. O ja, er spielte. Jonathan Wassermann sog erstaunt die Luft ein, und Bosch, der immer alles geahnt hatte, sah sich noch zweimal um, ob irgendwelche Gefahren abzuwehren waren, und dann entfuhr ihm ein tiefer Seufzer.“

Ich habe einen tollen Autor für mich entdeckt.
Die Bücher von Takis Würger fangen mich immer wieder ein. „Für Polina“ ist ein warmer und feinfühliger Roman. Mit seiner Sprache und den gewählten Wörtern habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich hatte das Gefühl, dass ich in einer Badewanne mit wohltemperiertem Wasser läge. „Für Polina“ ist ein Roman über Freundschaft und Liebe, über Verlust und Wiederfinden. Nie kitschig, manchmal traurig, aber immer wieder hatte ich auch ein Lächeln im Gesicht. Danke, Takis Würger, für dieses Buch.
Für Polina – ein stilles, wunderschönes Meisterwerk
Für Polina hat mich wirklich begeistert. Es ist eine wunderschön erzählte Geschichte, die sich immer weiter öffnet und in unerwartete Richtungen führt. Die Figuren sind so liebevoll und intensiv gezeichnet, dass man ihnen sofort nahekommt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und manchmal gemerkt, dass mir beim Zuhören kleine Nuancen entglitten sind – schade, denn dieses Buch hätte es verdient, jede Zeile bewusst gelesen zu werden. Umso mehr möchte ich es jedem ans Herz legen: eine berührende, kluge und absolut lesenswerte Geschichte.
Gefühlvoll erzählt, aber unfassbar traurig
Der Roman hat mich sofort gefesselt, was vor allem dem gekonnten Schreibstil zuzurechnen ist. Die Handlung entwickelt sich langsam und macht zunächst mit den Figuren vertraut. Das Leben auf dem Moorhof gleich mehr einem Traumtanz. Hannes' Begabung als Pianist ist wie eine magische Entdeckung. Später wird es nur noch unfassbar traurig und deprimierend. Hannes lässt sich treiben und scheint mehr zu überleben als zu leben. Dann wiederum wird alles märchengleich. Das Ende ist versöhnlich und merkwürdig zugleich. Alles löst sich in Wohlgefallen auf. Irgendwie lässt mich das Buch ratlos zurück.
Zart, berührend und fesselnd
Ich habe "Für Polina" quasi in einem Stück gelesen, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt und berührt war ich. Ich würde nicht empfehlen, den Klappentext zu lesen, der nimmt meiner Meinung nach zu viel voraus. Fritzi ist jung, alleinerziehend und findet mit ihrem Sohn Hannes Unterschlupf in einer alten Villa in einem Naturschutzgebiet bei dem ebenfalls alleinstehenden Heinrich. Dort verbringen sie zusammen mit ihrer Freundin Güneş und deren Tochter Polina eine unübertreffliche Zeit. Hannes, der sehr introvertiert ist und sich am liebsten durch sein begnadetes Klavierspiel ausdrückt, und Polina sind unzertrennliche Freunde, bis ihre Welt eines Tages durch einen Schicksalsschlag erschüttert wird und alles aus den Fugen gerät. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so sehr war ich im Sog dieser zärtlichen, liebevollen und auch herzzerreißenden Geschichte. Takis Würger Schreibstil ist wie immer meisterhaft und voller Poesie, seine Figuren sind ganz wunderbar mit all ihren Facetten ausgearbeitet. Am besten hat mir gefallen, dass die klassische Musik so eine tragende Rolle in diesem Buch einnimmt. Ich denke aber, man kann dieses Buch auch ohne Bezug oder Vorwissen zur klassischen Musik genießen. Fazit: Klare Leseempfehlung, 5/5 Sterne

Eins der berührendsten Büchern, das ich je gelesen habe. Es macht so eine Freude dieses Buch zu lesen. Es ist klug, traurig, lustig, sentimental. So schön ist über die Liebe zur Musik und zu einer Frau schon lange nicht mehr geschrieben worden. Die letzten ca. 70 Seiten habe ich die Buchstaben öfters mal verschwommen lesen müssen. Das Buch hat mich so in den Bann gezogen. Ein absolutes Highlight.
Mir fehlen die richtigen Worte um zu beschreiben, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Genau deshalb bin ich dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, in andere Welten tauchen zu können. Die wahre Liebe, wie sie auf schier unendlichen Umwegen letztlich zueinander finden. Danke für dieses Buch, das mich so sehr berührt hat.
Poli und Hannes …. Welch eine zarte Liebesgeschichte. Ich habe beide so gern begleitet. Das ganze Buch fühlt sich an, wie eine zarte, wunderschöne Melodie. Mit traurigen, sanften und schimmernden Tonfolgen. Hannes und Polina sind Freunde seit Kindheitstagen. Genauso wie ihre Mütter sich finden, so finden sich auch diese Beiden. In Bissendorf (Nähe Hannover) verleben sie ihre Kindheit. Jedoch werden sie durch die Realität des Lebens getrennt. Bleiben sporadisch in Kontakt, sehen sich im Laufe der Jahre wenig und vergessen sich doch nicht. Für immer verbunden durch eine Melodie. Hannes fühlt und spricht durch Musik. Er drückt sich aus dadurch. Jedoch behält er dieses Talent in seinem Innern und verstummt irgendwann. Aber die Musik bleibt und mit ihr die Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten und geliebte Menschen. Für mich persönlich ein absolutes Highlight. Takis Würger schreibt seine Figuren authentisch und überhaupt nicht kitschig. Sie erleiden Schicksalsschläge, ohne dass es zu dramatisch wird. Sie fallen hin und stehen wieder auf, denn das Leben wartet nicht darauf, dass Du wieder heile bist. Man macht weiter. Und das manchmal ganz leise aber dennoch da.
Außergewöhnlich Leichtfüßig beginnt die Geschichte mit der alleinerziehenden jungen Fritzi und ihrer türkischen Freundin Günes mit ihrer Tochter, der ebenfalls vaterlosen Polina. Die Kinder wachsen gemeinsam auf und bilden ein untrennbares Gespann. Sie sind so verschieden, wie Abend- und Morgenland. Doch irgendwann verliebt sich der ruhige, introvertierte Hannes in die temperamentvolle , sprunghafte Polina. Er weiß nicht, ob seine Liebe erwidert wird und das belastet ihn sehr . Das alte Klavier in der Villa wird sein neuer Zufluchtsort. Er lernt mühelos darauf zu spielen und kann mit der Musik auch endlich seine Gefühle ausdrücken. Trotzdem entgleitet ihm Polina und ihre Leben entwickeln sich auseinander. Takis Würger‘s Charaktere, und damit sind auch die Nebenfiguren eingeschlossen, wirken ein wenig exzentrisch, oftmals auch schrullig aber sie besitzen eigentlich alle ein großes Herz. Unser Protagonist Hannes stolpert durch sein Leben, welches oft seltsame Umwege nimmt. Trauer und Verlust werfen ihn aus der Bahn, doch mit Hilfe von echten Freunden und dem Talent Menschen mit seiner Musik zu berühren, kann er seinem Leben nochmal eine entscheidende Wendung geben. Mir hat diese märchenhafte, sehr warmherzige Geschichte wirklich gut gefallen. Ich lese nicht sehr oft Liebesromane, aber dieser hier ist sehr anders, außergewöhnlich und unbedingt zu empfehlen.
Musik. Vertrauen. Freundschaft. Liebe…und ganz viel Hoffnung.
Takis Würger hat hier eine wunderbar ruhige und fast schon zärtliche Liebeserklärung gegenüber der Musik geschrieben. Die Welt die Würger aufbaut ist kreativ, ungewöhnlich und ebenso wie die Charaktere die in ihr vorkommen, warm, sympathisch und wunderschön unvollkommen…eben „jolie-laide“. Es macht Spass den Leben von Hannes, Polina, Bosch und Heinrich zu folgen. Die Spannung liegt in der sich langsam aufbauenden herzlichen und zugleich tragischen Erzählweise. Das Buch versprüht etwas wohltuendes und hoffnungsvolles und zeigt auf einer sehr schönen Art, wie die verschiedensten Lebenswege und Schicksale sich ganz unverhofft kreuzen, und daraus die stärksten Freundschaften entstehen können. Aber auch, wie Musik ein ganzes Leben prägen kann.

Das Buch war echt mal etwas anderes für mich. Ich konnte mich nicht direkt in den ein bisschen schwer zu verstehenden Protagonisten einfühlen, der ein echtes Musikgenie ist. Entsprechend ging es viel um klassische Musik, womit ich eigentlich nicht viel zu tun habe. Das Gefühl, wenn man dem Spiel des Protagonisten zuhörte, wurde aber so eindrücklich beschrieben, dass ich dachte, ich würde die Musik selbst hören. Der Schreibstil des Autors war meiner Meinung nach eine 10/10. Zusammenfassend hat mich die Geschichte an vielen Stellen mitfühlen lassen und berührt, aber ganz mitgerissen hat sie mich nicht, daher keine 5 Sterne.
Eine leise Liebesgeschichte voller Musik
“Polina” ist ein sprachlich wie literarisch sehr wertvoller Roman. Takis Würger erzählt die Geschichte mit einer fein romantisierenden Sprache, die warm berührt, ohne jemals kitschig zu wirken. Gerade diese Zurückhaltung macht den Ton des Buches so besonders. Thematisch hat mich vor allem das Klavierspiel begeistert, das nicht nur als Motiv, sondern als emotionaler Träger der Geschichte fungiert. Die Liebesgeschichte entfaltet sich ruhig, mit einer eigenen Dramaturgie, die weniger auf große Gesten als auf Zwischentöne setzt. Was dieses Buch für mich besonders auszeichnet, ist die Art, wie erzählt wird: ruhig, sensibel, mit großer sprachlicher Eleganz. “Polina” ist ein Roman, der nachklingt und den man nicht nur liest, sondern fühlt.
"Für Polina" ist ein ganz zauberhafter Roman mit liebevoll gezeichneten Figuren, sowohl sprachlich als auch inhaltlich absolut fesselnd und mit einem Ende zum Niederknien. Der Schreibstil ist voller Intensität durch seine klaren, poetischen Sätze und hat mich schon gleich zu Beginn in die Geschichte um Hannes und Polina hineingezogen, die gleichermaßen berührt, inspiriert und nachdenklich macht. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so tief berührt - von mir volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!
Ein Buch fürs Herz ❤️
Eine grossartige Geschichte über Familie, Freundschaft und die unerfüllte Liebe. Dieser Roman ist so wundervoll wie Hannes Klavierspiel. So wunderschön wie Polina und einfach unvergesslich. Und was für ein Ende 🥰 „Hast du Tollkraut gegessen?“ Für mich eine der schönsten Geschichten die ich je gelesen habe. Ein großartiger Autor!
Eine buchgewordene Melodie 📚🎵!😍
Nach einem Buchtipp im Fernsehen war ich zum Leseversper im Buchladen meines Vertrauens. Dort wurde das Buch empfohlen, die ersten Zeilen vorgelesen. Als die Buchhändlerin schwärmte, war klar- jetzt erst Recht - ich will dieses Buch lesen!!!!! Und was soll ich sagen: WUNDERSCHÖN!!!!! Diese Geschichte hat ein rasantes Tempo, ganz viel Tiefe und eine wunderschöne Melodie! Alles ist so deutlich beschrieben, dass man hört, spürt und fühlt, was Hannes mit und durch Polina und die Musik erlebt. Ich bin leider unmusikalisch, habe aber trotzdem eine Vorstellung davon bekommen, was Musik 🎵🎶kann! Und die Liebe natürlich 🫶!
Was hat wohl den Autor zu diesem Buch inspiriert! Hat er dabei vielleicht das wohl berühmteste Klavierstück "Für Elise" gehört? Wir wissen es nicht. Herausgekommen ist auf jeden Fall ein wunderbar komponierter Roman über Liebe und Zuversicht. "Er sah in den umherfliegenden Staub im Sommerlicht, sog die Luft ein, spürte Polina an sich, und dann spielte Hannes Prager, der damals noch ein Junge im Moor war, seine erste Klaviersonate." Hannes, dieser schmächtige Junge, dem die Schule eher schwer fällt und der bei den Schulkameraden nicht so hoch im Kurs steht, er hat etwas ganz besonderes, etwas das andere nicht haben und das man auch nicht lernen kann. Das besondere Gehör. Und ein Talent für ein Klavierspiel, welches verzaubert. Außerdem hat er Polina, für die er von klein auf Gefühle hegt, die er nicht sagen kann, nur in Musik umwandeln, die die Seele berührt. Das Leben aber bringt die beiden auseinander und die erlittenen Verluste lassen die Musik in Hannes verklingen. Er verdingt sich als Klavierträger. "Er trug Klaviere, weil Klaviere den Rest seines Kosmos zusammen hielten." Diese und seine Freundschaft zu Bosch, dem Bär von einem Mann, der mit Hannes zusammen nicht nur die Lasten der Klaviere trägt. Und der auch ohne Worte versteht: "Traurige Liebe, fantastisch, immer die mächtigste." Große Leseempfehlung!
Ich habe es soooo gerne gelesen. Ein absolutes Wohlfühlbuch, weil ich von Anfang an das Gefühl hatte das es gut ausgehen würde. Jeder einzelne Satz hat mich abgeholt, genau meine Sprache. Ich bin total versunken und habe gleichzeitig versucht langsamer zu lesen, weil ich möglichst lange etwas davon haben wollte. Womöglich lese ich es gleich nochmal (was ich sonst nie tue), um alle kleinen Kleinigkeiten auch aufzunehmen.
Ob er jemals verstehen würde, was das ist- Liebe. Vielleicht ist es die Hoffnung auf einen Menschen, der uns versteht. Vielleicht ist es auch eine Hoffnung, ohne die das Leben unerträglich wäre: dass am Ende- trotz aller Verletzungen und Fehler und Irrungen und Missverständnisse und Dummheiten-, dass am Ende alles gut werden wird. Vielleicht ist Liebe nur ein anderes Wort für Hoffnung.
Als Hannes Prager vierzehn Jahre alt ist, verliebt er sich in das Mädchen Polina. Um ihr seine Liebe zu zeigen, komponiert der begabte Junge eine Melodie, die all ihre Sehnsüchte und Wünsche widerspiegelt. Doch Hannes’ Leben nimmt eine unerwartete Wendung: Er hört auf, Klavier zu spielen, und seine sowie Polinas Wege trennen sich. Nach Jahren innerer Leere erkennt Hannes, dass er Polina wiederfinden muss – und dass ihn nur ihre Melodie zu ihr führen kann. Takis Würger hat mich mit seinem Roman sehr bewegt. Er nimmt seine Leser mit auf eine Reise durch ein Leben voller Musik, Liebe und Selbstfindung. Die Figuren sind alle so detailreich gezeichnet, dass ich mit ihnen gelacht, geschmunzelt und geweint habe. Eine sehr berührende Geschichte!
Wunderschön, allerdings ruhiger als erwartet.
Hannes hört Musik in allem, auch in den Menschen die er liebt und die ihn umgeben. Verluste machen ihm allerdings schwer zu schaffen und so verliert er erst die Musik und dann die Liebe. Wir verfolgen wie Hannes dennoch einen besonderen Lebensweg einschlägt, der ihn weiter mit der Musik in Verbindung hält. Eine wunderschöne, ruhige Liebesgeschichte, die mich an Léon und Louise erinnert hat.
Sternebewertung fiktiv
Das ist mein zweiter Roman des Autors und endlich im Diogenes Verlag ;-). Takis Würger hat eine Geschichte geschrieben, die mich sofort gepackt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat. Es geht um Liebe, um Freundschaft, um Abschiede und um all das, was das Leben ausmacht. Im Mittelpunkt steht Fritzi Prager, gerade 18 Jahre alt, auf der Suche nach etwas, das sich vielleicht am besten mit „Leben“ beschreiben lässt. Ohne Rückhalt und Fürsorge in ihrer Familie, aber mit großen Träumen, macht sie sich auf nach Italien. Die Art, wie Würger diesen warmen Sommertag in Lucca beschreibt, die Geräusche, die Gerüche, die Atmosphäre, ist so lebendig, dass man glaubt, selbst dort zu sein. Dort begegnet Fritzi einem älteren Mann. Aus einer zufälligen Unterhaltung wird ein Moment der Nähe und dieser Moment verändert alles. Sie wird ungeplant schwanger und nach ca. 1,5 Tagen Wehen bringt sie ihren Sohn Hannes zur Welt. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte. Im Krankenhaus trifft sie auf Güneş, die ebenfalls allein ist und ihre Tochter Polina bekommt. Ihre Babys liegen nebeneinander und mit ihnen beginnt eine Freundschaft, die das Leben der beiden Frauen über Jahre prägt. Für einen Augenblick verlor ich mich beim Lesen und dachte an meinen all time Favorit „Schlafes Bruder“. Was mich an diesem Buch besonders berührt hat, ist die Tiefe, mit der Würger seine Figuren zeichnet. Ich habe mit Fritzi mitgefühlt, mit ihr gehofft, mit ihr gehadert. Hannes‘ Leben mitzuerleben, ihn auf seinem Weg zu begleiten, hat mich oft nachdenklich gestimmt. Das Buch führt einen durch so viele Abschnitte, dass man am Ende das Gefühl hat, nicht nur gelesen, sondern gelebt zu haben. Einzig Polina bleibt für meinen Geschmack etwas im Hintergrund, da hätte ich mir mehr gewünscht. Aber vielleicht ist genau das auch eine der Stärken dieses Romans: Er lässt Raum für eigene Gedanken, eigene Erinnerungen, eigene Fragen. „Für Polina“ ist ein Buch, das einen aus dem Alltag reißt. Ich hätte gerne noch mehr Zeit mit den Figuren verbracht – und genau das macht für mich ein großartiges Buch aus.





















































