Frauen am Bauhaus Dessau

Frauen am Bauhaus Dessau

Hardcover
4.52

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Beschreibung

100 Jahre Bauhaus Dessau!

1925 zog das Bauhaus von seinem Gründungsort Weimar nach Dessau um, die Bauhausmeister und ihre Frauen zogen mit. Ise Gropius übernahm Führungen und Veranstaltungen an der Schule, die Pianistin Lily Klee lud zu Hauskonzerten, Lou Scheper und ›El Muche‹ waren Malerinnen, Julia Feininger entwarf Puppen, Lucia Moholy-Nagy und Gertrud Arndt machten sich als Fotografinnen einen Namen, Anni Albers und Gunta Stölzl als Textilkünstlerinnen und Bauhausmeisterinnen.

Im frischen Wind der Moderne fanden die Frauen – oft zum Missfallen ihrer im Privatleben nicht immer fortschrittlich denkenden Männer – zu einem neuen Selbstverständnis, einer neuen Rolle und wurden zu lebendigen Vorbildern der »Neuen Frau«.

»So blieben wir halt die Dekorativen im Sternenbanner Bauhaus.« Gunta Stölzl

✶ Mit zahlreichen s/w-Fotos

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Kunst & Unterhaltung
Format
Hardcover
Seitenzahl
144
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Unda Hörner studierte Germanistik und Romanistik in Berlin und Paris und promovierte 1993 über die Schriftstellerin Elsa Triolet. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin, Herausgeberin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin. Bei ebersbach & simon sind von ihr u. a. erschienen: »Brecht und die Frauen. Gefährtinnen, Geliebte, gute Geister«, außerdem die Romane »Kafka und Felice« und »Am Horizont der Meere. Gala Dalí« sowie ihre Jahreszahlen-Trilogie, »1919 – Das Jahr der Frauen«, »1929 – Frauen im Jahr Babylon« und »1939 – Exil der Frauen«. Im Frühjahr 2024 erschien »Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann«.

Beiträge

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Was mich beim Lesen besonders berührt hat: Neben all der kreativen Freiheit, den mutigen Ideen und der überraschend modernen Gleichberechtigung in einigen Bauhaus-Paaren steht die politische Realität der Zeit wie ein harter Schnitt im Hintergrund. 1933 musste das Bauhaus schließen, weil es für die Nationalsozialisten ein liberales, jüdisch geprägtes und viel zu modernes Umfeld war. Viele der Künstler:innen – gerade auch die Frauen – mussten ins Exil fliehen, um überhaupt weiterarbeiten oder sicher leben zu können. Und obwohl das Frauenwahlrecht weiterhin bestand, wurde Frauen das passive Wahlrecht wieder entzogen. Ein deutlicher Rückschritt, der zeigt, wie schnell die Hoffnungen der Weimarer Zeit zerstört wurden. Das Buch macht all diese Brüche sichtbar: Die kreativen Frauen, die neuen Wege gegangen sind – und gleichzeitig die politische Brutalität, die so vieles abrupt beendet hat. Gerade deshalb sind ihre Geschichten heute so wichtig.

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