Fluchtnovelle
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden, Schweiz, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden. Heute ist er Leiter des transdisziplinären Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Sternebewertung fiktiv
Thomas Strässer entführt uns in seiner „Fluchtnovelle“ in die beklemmende Welt der DDR, wo Liebe und Freiheit oft zwischen den Grenzen der Politik gefangen sind. Basierend auf der bewegenden Geschichte seiner Eltern, erzählt der Autor von einer Liebe, die sich den engen Gesetzen und Gefahren einer Flucht entgegenstellt. Zu Beginn war ich erst unsicher, ob das was für mich ist. Ich habe einen Moment gebraucht, um hineinzufinden – aber sobald die Erzählung an Fahrt aufnimmt, zieht sie einen unwiderstehlich mit. Ehe man sich versieht, ist der Sonntag vorbei und das Buch gelesen. Strässer kombiniert Fakten und persönliche Eindrücke zu einem eindringlichen und unterhaltsamen Werk. Besonders hervorzuheben sind die einfühlsamen Dialoge, die den Figuren eine starke Stimme verleihen. Die Gratwanderung zwischen privater Tragödie und historischen Fakten gelingt dem Autor hervorragend. Empfohlen von Elke Heidenreich, dürfte dieses Buch nicht nur Liebhaber von DDR-Geschichten ansprechen, sondern auch alle, die an großen Gefühlen und mutigen Entscheidungen interessiert sind. „Fluchtnovelle“ ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es ist ein Ergebnis der Stärke und Hoffnung inmitten eines geteilten Landes.
Meine erste Novelle
Die Geschichte einer Flucht aus der DDR nach wahrer Begebenheit….mit dem Erzählstil musste ich mich etwas anfreunden. Da die Erzähler immer wechseln, kapiert man erst beim Lesen, wer gerade dran ist . Der Fluchtplan ist gut durchdacht, und ich hätte nicht gedacht, dass er so reibungslos klappt… daher ist die Erzählung fast ein wenig unspannend, obwohl die Personen damals bestimmt sehr angespannt und nervös waren. Für mich kam es nicht rüber, aber evtl liegt es am Stil einer Novelle?
Die Fluchtnovelle hat eine sehr Interessante Rahmenhandlung die mir persönlich sehr zusagt und weswegen ich mich schlussendlich dazu entschieden habe das Buch zu lesen. Unter der Berücksichtigung, das es sich um eine Novelle handelt war es unfassbar kompakt und gut geschrieben und zusätzlich clever kombiniert mit historischen Fakten und Informationen. Unter dieser Berücksichtigung ist das ein gutes Buch was sich auf einer dreistündigen Zugfahrt lesen lässt. Einzig der Schreibstil, sowie der Erzähler ist ein bisschen komplizierter verfasst. So war es für mich schwierig zu erkennen wer Grade am Erzählen ist und musste mich erstmal richtig einlesen. Dennoch hätte ich mir glaube ich ein anderen Typ besser für diese Story vorstellen können, als die Novelle. Durch die kompaktheit konnte ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen aber auch nicht richtig die Gefühle der Nervosität, Angst nachempfinden. Ich musste mir ständig vorstellen was ich in derselben Situation gefüllt hätte, was stilistisch gesehen natürlich auch eine Meisterleistung ist und durchaus so gewollt sein kann. Dennoch hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn die Beziehung der Protagonisten untereinander aber auch die Gefühle alles aufzugeben ausführlicher und gefühlvoller erzählt wird um es auch besser nachzuempfinden. Ich denke da wurde auf der einen Seite viel Potential verschwendet, auf der anderen Seite bietet die Form der Novelle eine andere Art des Lesens. Schlussendlich kommt es hier auf den persönlichen Geschmack an.
Als Hörbuch gehört. Thomas Strässle schätze ich sehr, aber er ist in meinen Augen eher der Analyst / Journalist als der Literat. Dementsprechend habe ich aus diesem Buch mehr interessante Fakten mitgenommen als ergreifende Momente. Es ist eine sehr akribisch dokumentierte Darstellung der Flucht seiner Mutter aus der DDR mit Hilfe eines vom Vater gefälschten Passes. Bei jedem Schritt wird der Hörer / Leser über die jeweilige Gesetzeslage umfassend informiert. Das Buch ist eine sehr gute Ergänzung zu Bernhard Schlinks „Die Enkelin“, in dem es u. a. auch um eine Flucht geht und beide zusammen eignen sich wunderbar als Diskussionsstoff für einen Lesekreis.
Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die erzählerischen Wechsel machen die Geschichte neben der eigentlichen Handlung noch spannender. Die Auszüge aus dem Strafgesetzbuch passen sehr gut und geben der Handlung zusätzlichen Drive. Kein Satz zu viel, keiner zu wenig. Ein Zeitzeugnis und ein lesenswertes Buch.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Thomas Strässle, geboren 1972 in Baden, Schweiz, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris. Parallel dazu ließ er sich zum Flötisten ausbilden. Heute ist er Leiter des transdisziplinären Y Instituts an der Hochschule der Künste Bern und Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Außerdem ist er Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich.
Beiträge
Sternebewertung fiktiv
Thomas Strässer entführt uns in seiner „Fluchtnovelle“ in die beklemmende Welt der DDR, wo Liebe und Freiheit oft zwischen den Grenzen der Politik gefangen sind. Basierend auf der bewegenden Geschichte seiner Eltern, erzählt der Autor von einer Liebe, die sich den engen Gesetzen und Gefahren einer Flucht entgegenstellt. Zu Beginn war ich erst unsicher, ob das was für mich ist. Ich habe einen Moment gebraucht, um hineinzufinden – aber sobald die Erzählung an Fahrt aufnimmt, zieht sie einen unwiderstehlich mit. Ehe man sich versieht, ist der Sonntag vorbei und das Buch gelesen. Strässer kombiniert Fakten und persönliche Eindrücke zu einem eindringlichen und unterhaltsamen Werk. Besonders hervorzuheben sind die einfühlsamen Dialoge, die den Figuren eine starke Stimme verleihen. Die Gratwanderung zwischen privater Tragödie und historischen Fakten gelingt dem Autor hervorragend. Empfohlen von Elke Heidenreich, dürfte dieses Buch nicht nur Liebhaber von DDR-Geschichten ansprechen, sondern auch alle, die an großen Gefühlen und mutigen Entscheidungen interessiert sind. „Fluchtnovelle“ ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es ist ein Ergebnis der Stärke und Hoffnung inmitten eines geteilten Landes.
Meine erste Novelle
Die Geschichte einer Flucht aus der DDR nach wahrer Begebenheit….mit dem Erzählstil musste ich mich etwas anfreunden. Da die Erzähler immer wechseln, kapiert man erst beim Lesen, wer gerade dran ist . Der Fluchtplan ist gut durchdacht, und ich hätte nicht gedacht, dass er so reibungslos klappt… daher ist die Erzählung fast ein wenig unspannend, obwohl die Personen damals bestimmt sehr angespannt und nervös waren. Für mich kam es nicht rüber, aber evtl liegt es am Stil einer Novelle?
Die Fluchtnovelle hat eine sehr Interessante Rahmenhandlung die mir persönlich sehr zusagt und weswegen ich mich schlussendlich dazu entschieden habe das Buch zu lesen. Unter der Berücksichtigung, das es sich um eine Novelle handelt war es unfassbar kompakt und gut geschrieben und zusätzlich clever kombiniert mit historischen Fakten und Informationen. Unter dieser Berücksichtigung ist das ein gutes Buch was sich auf einer dreistündigen Zugfahrt lesen lässt. Einzig der Schreibstil, sowie der Erzähler ist ein bisschen komplizierter verfasst. So war es für mich schwierig zu erkennen wer Grade am Erzählen ist und musste mich erstmal richtig einlesen. Dennoch hätte ich mir glaube ich ein anderen Typ besser für diese Story vorstellen können, als die Novelle. Durch die kompaktheit konnte ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen aber auch nicht richtig die Gefühle der Nervosität, Angst nachempfinden. Ich musste mir ständig vorstellen was ich in derselben Situation gefüllt hätte, was stilistisch gesehen natürlich auch eine Meisterleistung ist und durchaus so gewollt sein kann. Dennoch hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn die Beziehung der Protagonisten untereinander aber auch die Gefühle alles aufzugeben ausführlicher und gefühlvoller erzählt wird um es auch besser nachzuempfinden. Ich denke da wurde auf der einen Seite viel Potential verschwendet, auf der anderen Seite bietet die Form der Novelle eine andere Art des Lesens. Schlussendlich kommt es hier auf den persönlichen Geschmack an.
Als Hörbuch gehört. Thomas Strässle schätze ich sehr, aber er ist in meinen Augen eher der Analyst / Journalist als der Literat. Dementsprechend habe ich aus diesem Buch mehr interessante Fakten mitgenommen als ergreifende Momente. Es ist eine sehr akribisch dokumentierte Darstellung der Flucht seiner Mutter aus der DDR mit Hilfe eines vom Vater gefälschten Passes. Bei jedem Schritt wird der Hörer / Leser über die jeweilige Gesetzeslage umfassend informiert. Das Buch ist eine sehr gute Ergänzung zu Bernhard Schlinks „Die Enkelin“, in dem es u. a. auch um eine Flucht geht und beide zusammen eignen sich wunderbar als Diskussionsstoff für einen Lesekreis.
Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die erzählerischen Wechsel machen die Geschichte neben der eigentlichen Handlung noch spannender. Die Auszüge aus dem Strafgesetzbuch passen sehr gut und geben der Handlung zusätzlichen Drive. Kein Satz zu viel, keiner zu wenig. Ein Zeitzeugnis und ein lesenswertes Buch.













