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Fleisch ist mein Gemüse

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Über das Buch

Fleisch ist mein Gemüse Der Mensch ist kein Beilagenesser. Wie es ist, in Harburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Mitte der 80er ist Heinz volljährig und hat immer noch Akne, immer noch keinen Job, immer noch keinen Sex. Doch dann wird er Bläser bei Tiffanys, einer Showband, die auf den Schützenfesten zwischen Elbe und Lüneburger Heide bald zu den größten gehört. Aber auch das Musikerleben hat seine Schattenseiten: traurige Gaststars, heillose Frauengeschichten, sehr fettes Essen und Hochzeitsgesellschaften, die immer nur eins hören wollen: 'An der Nordseeküste' von Klaus & Klaus. 'Es tut einem ja jeder leid, der das Buch von Heinz Strunk nicht gelesen hat.' (Sven Regener)

Editionen (7)

ISBN9783939716617
VerlagAxel Springer SE
Erscheinungsdatum12.09.09

Rezensionen & Bewertungen

128 Bewertungen

7 Rezensionen

3,8

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  • carsten
    carsten

    95 Follower

    4,0

    Heinz Strunk geht immer. Als Hörbuch natürlich besser, weil wirklich toller Sprecher. 😉

    30. Sept. 2024

  • cili
    cili

    9 Follower

    2,5

    Schwierig, nicht in den falschen Hals zu kriegen.

    Ich hatte zum ersten Mal einblick in die Mentalität eines Mannes, wie ich es ihn tausendmal gibt und ich ihn niemals treffen möchte. Misogyn, xenophob, übergewichtigkeitsverachtend und alles in allem ekelig. Zwar musste ich auch oft lachen, aber meistens war es mir einfach zu viel. Wie kann ein Mensch so berstig sein? Zwar ist das Buch eine einzige Selbstkritik, aber gelegentlich war mir die Ironie zu uneindeutig. Dann hab ich mich doch gefragt, ob er nicht ein bisschen hinter dem steht, was er da schreibt. Von "minderjährigen Sexbomben" über das N-Wort und Frauen, die generell nur als "Biester" bezeichnet werden, war wirklich alles dabei. Ich denke einfach die ganze Zeit daran, wie viele Typen es gibt, die genau so sind und durch so ein Buch auch noch das Gefühl der Repräsentation bekommen würden. Oder dass das irgendwie ok ist, so zu sein. Zusammenfassend: das Buch war schon lustig. Aber eben auch extrem problematisch.

    5 Tage vor

  • fraumarsupilami
    fraumarsupilami

    187 Follower

    2,5

    Kurzweilige Bedeutungslosigkeit: Tristesse trifft Tanzmusik 🎺🍖🎷

    Hamburg-Harburg in den 80er Jahren: Heinz Strunk wächst auf zwischen grauem Alltag, eitriger Akne und einer ordentlichen Portion Perspektivlosigkeit. Als Anfang 20-Jähriger findet er seine vermeintliche Rettung, als er Bläser in der Tanzband „Tiffanys“ wird. Es geht hinaus auf Schützenfeste, Dorfbälle und Hochzeiten – Orte, an denen „An der Nordseeküste“ und andere musikalische Zumutungen der 80er zum festen Repertoire gehören. Während sich die Band durch die Schlager-Hölle spielt, bleibt Heinz Leben von Stillstand geprägt: Frauen? Fehlanzeige. Erfolg? Nicht in Sicht. Aber immerhin gibt es Kartoffelsalat mit Würstchen, Alkohol und schräge Begegnungen auf und neben der Bühne. Mit „Fleisch ist mein Gemüse“ liefert Heinz Strunk eine autobiographische Rückschau, die irgendwo zwischen Tragik und Komik schwebt – allerdings ohne sich je wirklich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. Der Humor, den viele Leser so loben, ist durchaus pointiert und manchmal herrlich trocken, doch die ständige Tristesse des Erzählten erstickt das Lachen oft im Keim. Strunk zeichnet ein Sittengemälde der Zeit, das so trostlos ist, dass es manchmal schwer fällt, sich über die satirischen Passagen wirklich zu freuen. Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Sprache: deftig, direkt, manchmal schonungslos, aber immer passend zur Thematik. Es ist diese Authentizität, die Strunk auszeichnet – man glaubt ihm jedes Wort, vor allem wenn man das Dorfleben (wenn auch 20 Jahre später) selbst kennt. Auch die präzise Wiedergabe der damaligen Schlager-Kultur und ihrer „Hits“ ist handwerklich großartig, aber langfristig auch ermüdend, wenn man mit dieser Musikkultur grundsätzlich wenig anfangen kann. Et is halt Kultur. Das große Problem des Buches: Es passiert einfach nichts. Die Episoden sind unterhaltsam, aber sie münden in nichts. Es gibt keine echte Entwicklung, keine klare Linie, keine Spannung. Die angerissenen Themen wie Spielsucht oder die Beziehung zu seiner Mutter werden erwähnt, aber nicht vertieft. Am Ende bleibt der Eindruck eines Werks, das zwar kurzweilig ist, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt – eine Aneinanderreihung von Episoden, die mehr wie Stichpunkte als wie eine zusammenhängende Erzählung wirken. Fazit: „Fleisch ist mein Gemüse“ ist ein authentischer Einblick in das Leben eines Jugendlichen vom Dorf in den 80er Jahren – ein Sittengemälde für Fans von Heinz Strunks derbem Humor. Doch wer auf eine packende Handlung oder tiefgehende Charakterentwicklungen hofft, wird enttäuscht. Das Buch ist kurzweilig, teilweise witzig, aber auch unglaublich trist und letztlich bedeutungslos. Für vier Stunden leichte Unterhaltung an Neujahr reicht es, aber mehr bleibt nicht hängen. Ich werde in diesem Leben wohl kein eingefleischter Strunk-Fan mehr. ⭐️⭐️

    1. Jan. 2025

3 von 7 Rezensionen

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