Fisch in Seenot

Fisch in Seenot

Taschenbuch
3.02

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Beschreibung

Kurz vor dem Kipppunkt und noch kaum erforscht: das Ökosystem Meer

Es waren mehr Menschen im Orbit als auf dem Meeresboden – ein klares Zeichen, dass es noch viel gibt, das wir nicht über die Ozeane unseres Planeten wissen. Eindeutig ist jedoch, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um die faszinierende Welt unter Wasser zu retten. Die Verschmutzung der Meere und die kontinuierliche Überfischung haben diesem Ökosystem stark zugesetzt.

Darf man also überhaupt noch Fisch kaufen, wenn einem Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Herzen liegen? Bestseller-Autor Manfred Kriener und der Gewässerökologe Stefan Linzmaier haben sich dieser Frage angenommen.

Der Mensch und das Meer: Was die Verfehlungen der Fischereipolitik anrichten Fische aus Aquakultur, nachhaltiges Fischen: Können wir damit unsere Ozeane retten? Schmeckts? Was können wir essen, ohne dem Artenschutz zu schaden? Für bessere Kaufentscheidungen: Grillen, Braten oder Dünsten - 20 Fisch-Arten im Porträt Fische und der Klimawandel: Meeresschutz und die Zukunft unserer Ernährung

Genießen ohne schlechtes Gewissen: Ist nachhaltiges Fischen die Lösung?

Eigentlich sollte die Rechnung einfach sein: Um die Fischbestände nicht zu gefährden, darf nicht mehr aus dem Wasser entnommen werden, als neu hinzukommt. Leider sind oft andere Interessen als die des Artenschutzes die treibenden Kräfte der Fischereipolitik. Die Autoren zeigen auf, was Verbraucher:innen beim Einkauf an der Fischtheke selbst tun können, um dem Meeresschutz Rechnung zu tragen.

Ein augenöffnendes Sachbuch über die Bedeutung des Ökosystems Meer, das Zusammenhänge erklärt und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Ernährung weckt!

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geowissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
232
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Manfred Kriener ist ein deutscher Journalist und Autor, der zur Gründergeneration der Tageszeitung taz gehört, wo er 11 Jahre lang als Ökologieredakteur tätig war. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt und Umweltpolitik, Ernährungsthemen und ist auch Weinjournalist. Bei Hirzel erschien 2020 sein SPIEGEL Bestseller »Leckerland ist abgebrannt. Ernährungslügen und der rasante Wandel der Esskultur«.

Beiträge

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Alle
2

Ein Buch von Männern für Männer

Zielgruppe: Menschen, die sich ihr Filet und das Angeln nicht wegnehmen lassen wollen. Die Autoren sind um wissenschaftliche Neutralität bemüht, aber eine deutliche Richtung schlagen sie trotzdem ein: Fisch essen ist ein kulinarisches Highlight, Angeln ist Kulturgut. Tierwohl? Ist kein Thema. Während in den zwei Dritteln des Buches über all die Probleme, die zu den Fischen in Seenot führen, gesprochen wird (Vermüllung und Verschmutzung der Gewässer, daraus u.a. resultierender Sauerstoffarmut im Habitat, (illegaler) Überfischung usw.), wird im letzten Drittel des Buches über die Freuden des Angelns fast schon geworben sowie in nahezu jedem Fischporträt eine Verzehrempfehlung zum entsprechenden Fisch ausgesprochen. Für mich ist es sehr befremdlich davon zu lesen wie lecker Fische sind wenn so viele davon kurz vor dem Aussterben sind?! Und von den Fischen, die in Aquakulturen nur für unseren Genuss dahin vegetieren brauche ich erst gar nicht anfangen... Zum Thema Buch von Männern für Männer: im Porträt der Thunfische werden diese mit Sportwagen verglichen, in mehr als einem Satz. Noch Fragen? Hinzu kommen noch ein paar Passagen im Buch, in denen die Arbeit von Frauen im Fischgewerbe besonders hervorgehoben wird als sei das was ganz Sonderbares. Der Untertitel des Buches lautet "über den sorgsamen Umgang mit einer gefährdeten Ressource". Letztendlich sagt das Buch: Esst Fisch von dem (noch) genug da ist! Offenkundig gehöre ich nicht zur Zielgruppe, denn für mich ist dieses Fazit viel zu einfach, egoistisch und nicht zu Ende gedacht. Dieses Buch ist wohl nur für Menschen, die nicht bereit sind, ihren Lebensstil groß zu ändern um das Aussterben der Arten zu verhindern, sondern nur eine kleine, für sie vertretbare Änderung (statt Lachs nur noch Scholle essen...) ertragen, um sich einreden zu können, sie tun damit was Gutes. Wenn man also eine andere Richtung eingeschlagen hat, kann man sich dieses Buch getrost sparen.

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