Femizide

Femizide

Taschenbuch
4.619
FemizideDebatten Im BundestagGesamtgesellschaftliche ProblemeGewaltdynamik

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Beschreibung

In Deutschland wurden vergangenes Jahr 139 Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet, so die Polizeistatistik. Und jeden zweiten Tag gab es einen Tötungsversuch – die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen. Hunderte Kinder werden so jedes Jahr zu (Halb-)Waisen, viele sind Zeugen der Morde. Für das Buch zu Femiziden in Deutschland haben Julia Cruschwitz und Carolin Haentjes mit Wissenschaftler*innen, Kriminolog*innen, Polizist*innen, Sozialarbeiter*innen, Anwält*innen, Überlebenden, Zeugen und Angehörigen gesprochen und wissenschaftliche Studien analysiert. Ihr Buch zeigt: Femizide sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, aber es gibt sinnvolle Wege zu einem besseren Schutz von Frauen vor männlicher Gewalt – wir müssen sie nur endlich beschreiten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
216
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Julia Cruschwitz studierte Kommunikationswissenschaften, Hispanistik und Literaturwissenschaften und ist seit 2003 als freie Autorin fürs Fernsehen tätig. Für ihre Beiträge wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Beiträge

5
Alle
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Männliche Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen mehr - und sie steigt jährlich. Ich hasse diese Welt.

Männliche Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen mehr - und sie steigt jährlich. Ich hasse diese Welt.
5

„Wenn ein Mann eine Frau tötet, weil er glaubt, er hätte ein Recht auf ihr Leben oder über ihren Körper zu bestimmen, dann muss das als Femizid bezeichnet werden." Wer sich - sehr aktuell - über den Stand zu diesem Thema in Deutschland informieren will, dem sei dieses Buch empfohlen. Allerdings muss ich eine deutliche Triggerwarnung aussprechen. Denn die den Kapiteln als Beispiele zu Grunde gelegten Fälle werden schonungslos detailliert beschrieben, was selbst für mich die berufsbedingt etwas abgehärtet ist, nicht immer gut zu ertragen zu war.

4

Schockierend Lehrreich

Ich hatte das Gefühl von den Autorinnen an die Hand genommen zu werden. Es handelt sich um das Gegenteil eines stumpfen Aufklärungswerks. Das Thema wird sehr respektvoll behandelt. Als Lesende wird man schockiert und frustriert, doch es bleibt eine hoffnungsvolle, positive Note zum Schluss.

3

Mir fällt es sehr schwer das Buch zu bewerten. Zu aller erst die Positiven Aspekte. Es ist sehr aktuell. Ich habe es im August 2024 gelesen und die meisten Daten sind bis Juli 2023 aktuell. Zudem wurde 2024 noch eine 2.Auflage veröffentlicht, welche überarbeitet und ergänzt wurde. Absolut wichtig finde ich, dass in den Interviews den Frauen Raum gegeben wird, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erzählen. Schon fast ungebremst folgen wir den Erzählungen der Frauen. Ebenfalls positiv ist, das eine diverse Gruppe an Frauen interviewt wurde. Weiße Frauen, BiPoC Frauen ebenso wie verschiedenen sozialer Hintergründe. Das Buch verpackt Statistiken einfach und kompakt ebenso wie auch für die Recherche dieses Buches auch viele Nachfragen der Autor:innen an die verschiedenen Bundesländer,Jugendämter etc. getätigt wurde. Die Recherche und damit verbundenen Zeitaufwand haben sich meiner Meinung gelohnt. So viele positive Aspekte und trotzdem liegt mir das Buch quer im Magen. Nicht nur wegen der schweren Thematik (es gibt eine Triggerewarnung) sondern wegen der Aufmachung selbst. Auf dem Klappentext meines Buches steht „Es ist kein trockenes Sachbuch, sondern erzählt locker und trotzdem informativ.Das macht die schwere Tjematik und die vielen, vielen Femizide, die das Buch beschreibt, leichter zu ertragen.“ - Deutschlandfunk Kultur Und da muss ich zugeben, fehlt mich ganz schön viel „Sachbuch“ in dieses Buch. Es liest sich eher wie ein journalistische Aufarbeitung. Der Großteil des Buches bietet den wörtlichen Zitaten von Betroffenen oder Experten platz. Gleichzeitig schreiben die Autor:innen selbst aus der Ich-Perspektive, so dass es schwer fällt die einzelnen Personen/Meinungen auseinander zu halten. Zudem fehlt es mir an einer klaren Trennung von „Meinung“ und „Fakt“. Das führt dazu, dass Meinungen,Fakten und Emotionen gemischt werden und sich das Buch teilweise wie ein Thriller liest. Ich hätte mir gewünscht, die Autor:innen hätten sich selbst etwas zurückgenommen beim schreiben. Das Buch steckt voller wichtiger Informationen und wäre sicherlich genauso interessant gewesen, wenn es den Geschichten der Frauen etwas mehr Raum alleine gelassen hätte. Ab von emotionalen Kommentaren und einer Erzählung der Geschichte a la „Schlag auf Schlag“ Ich denke dieses Buch ist etwas für Leute, die sich mit Sachbüchern schwer tun und gleichzeitig aber sich informieren wollen. Wer gefallen an rasanten Journalismus ,der voller Informationen ist, hat, der wird hier glücklich.

5

So ein informatives, trauriges und wichtiges Buch! Es wird Zeit, dass die Thematik mehr Aufmerksamkeit bekommt!!

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