Falsche Opfer
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Arne Dahl, Jahrgang 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum überzwei Millionen Bücher. Sein Thriller-Quartett um die Opcop-Gruppe mit den Bänden »Gier«, »Zorn«, »Neid« und »Hass« wurde ebenfalls zum Bestseller. Mit »Sieben minus eins« begann Arne Dahl 2016 furios eine neue Serie um das Ermittlerduo Berger & Blom, die ihm international höchstes Lob und großen Erfolg einbrachte.»Sieben minus eins« und »Sechs mal zwei«standen jeweils mehr als ein halbes Jahrin den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste. »Fünf plus drei« ist Berger & Bloms dritter Fall.
Beiträge
Unter dem Strich: Gute Spannungsliteratur, bei der weniger aber mehr gewesen wäre.
Die eigentlich zerschlagenen A-Gruppe für Verbrechen mit internationaler Tragweite der Polizei Stockholm wird wiederbelebt. Anlass sind ein Totschlag in einem traditionellen Bierlokal nach einem Fußballspiel und ein tödlicher Kampf zwischen zwei Banden. Und auch die Ermittlungen der Abteilung zur Bekämpfung von Pädophilie scheinen irgendwie mit dem Geschehen in Zusammenhang zu stehen. Während die Polizei die Taten entschlüsselt, setzt sich der Kampf der Gangs fort. Wie auch beim Folge-Roman "Tiefer Schmerz" packt Arne Dahl auch hier wieder unheimlich viel in die 388 Seiten. Mehrere komplexe Fälle sind zu lösen, es menschelt in der A-Gruppe, es wird scharf geschossen (und das nicht zu knapp). Polizisten zitieren auswendig lange Passagen aus Werken der griechischen Antike und greifen mit größter Selbstverständlichkeit zum altgriechischen Genitiv. Gegen Ende dreht sich das Rad immer schneller, hoch kontroverse Themen werden angerissen und fallengelassen, während die A-Gruppe Stockholm noch vor einer Katastrophe bewahren muss. Wie auch bei "Tiefer Schmerz" fängt Dahl gut an, eine äußerst spannende Ermittlung kündigt sich an, auch ein durchaus plausibles Rennen gegen die Zeit erhöht Spannung und Tempo. Aber dann will der Autor einfach zuviel und überspannt in mehrfacher Hinsicht den Bogen. Zwar entgleitet ihm das nicht so wie bei "Tiefer Schmerz". Trotzdem empfand ich das irgendwann als Überladung und den Versuch, eine gute Kriminalgeschichte mehr sein zu lassen, als sie ist. Ein persönlicher Bonus: Location, location, location! Der Roman spielt zum Teil im Stadtteil Södermalm von Stockholm, genauer gesagt am dortigen Hauptplatz Medborgaplatsen. Und noch genauer im Gasthaus Kvarnen, einer traditionellen Bierschwemme. Ein Rolle spielen auch Fans der Fußballklubs Hammerby. Genau in dieser Ecke Stockholms hatte ich mal ein Hotel und kenne die genannten Schauplätze. Und gleich an meinem ersten Abend dort waren da massenweise Fans von Hammerby in Grün-Weiß zu sehen. Das war schon ein schöner Wiedererkennungseffekt. Unter dem Strich: Gute Spannungsliteratur, bei der weniger mehr gewesen wäre.
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Autorenbeschreibung
Arne Dahl, Jahrgang 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum überzwei Millionen Bücher. Sein Thriller-Quartett um die Opcop-Gruppe mit den Bänden »Gier«, »Zorn«, »Neid« und »Hass« wurde ebenfalls zum Bestseller. Mit »Sieben minus eins« begann Arne Dahl 2016 furios eine neue Serie um das Ermittlerduo Berger & Blom, die ihm international höchstes Lob und großen Erfolg einbrachte.»Sieben minus eins« und »Sechs mal zwei«standen jeweils mehr als ein halbes Jahrin den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste. »Fünf plus drei« ist Berger & Bloms dritter Fall.
Beiträge
Unter dem Strich: Gute Spannungsliteratur, bei der weniger aber mehr gewesen wäre.
Die eigentlich zerschlagenen A-Gruppe für Verbrechen mit internationaler Tragweite der Polizei Stockholm wird wiederbelebt. Anlass sind ein Totschlag in einem traditionellen Bierlokal nach einem Fußballspiel und ein tödlicher Kampf zwischen zwei Banden. Und auch die Ermittlungen der Abteilung zur Bekämpfung von Pädophilie scheinen irgendwie mit dem Geschehen in Zusammenhang zu stehen. Während die Polizei die Taten entschlüsselt, setzt sich der Kampf der Gangs fort. Wie auch beim Folge-Roman "Tiefer Schmerz" packt Arne Dahl auch hier wieder unheimlich viel in die 388 Seiten. Mehrere komplexe Fälle sind zu lösen, es menschelt in der A-Gruppe, es wird scharf geschossen (und das nicht zu knapp). Polizisten zitieren auswendig lange Passagen aus Werken der griechischen Antike und greifen mit größter Selbstverständlichkeit zum altgriechischen Genitiv. Gegen Ende dreht sich das Rad immer schneller, hoch kontroverse Themen werden angerissen und fallengelassen, während die A-Gruppe Stockholm noch vor einer Katastrophe bewahren muss. Wie auch bei "Tiefer Schmerz" fängt Dahl gut an, eine äußerst spannende Ermittlung kündigt sich an, auch ein durchaus plausibles Rennen gegen die Zeit erhöht Spannung und Tempo. Aber dann will der Autor einfach zuviel und überspannt in mehrfacher Hinsicht den Bogen. Zwar entgleitet ihm das nicht so wie bei "Tiefer Schmerz". Trotzdem empfand ich das irgendwann als Überladung und den Versuch, eine gute Kriminalgeschichte mehr sein zu lassen, als sie ist. Ein persönlicher Bonus: Location, location, location! Der Roman spielt zum Teil im Stadtteil Södermalm von Stockholm, genauer gesagt am dortigen Hauptplatz Medborgaplatsen. Und noch genauer im Gasthaus Kvarnen, einer traditionellen Bierschwemme. Ein Rolle spielen auch Fans der Fußballklubs Hammerby. Genau in dieser Ecke Stockholms hatte ich mal ein Hotel und kenne die genannten Schauplätze. Und gleich an meinem ersten Abend dort waren da massenweise Fans von Hammerby in Grün-Weiß zu sehen. Das war schon ein schöner Wiedererkennungseffekt. Unter dem Strich: Gute Spannungsliteratur, bei der weniger mehr gewesen wäre.






