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Evangelische Kirche und Judenverfolgung
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Über das Buch
Die Frage "Kirche und NS-Judenpolitik" gehört zu den problematischsten
Kapiteln der Kirche im totalitären System des Nationalsozialismus. Den
Kirchenleitungen kommt es im Jahr der "Nationalen Revolution" mehr auf ihre
Solidarität mit der "Regierung der nationalen Konzentration" als auf ein
klares theologisches und ethisch-politisches Wort der Kirche an. Auf dem
Hintergrund ihres traditionellen Antisemitismus begrüßt sie die anfängliche
Jugendpolitik des neuen Staates und mahnt nur humane Formen der Entrechtung
und Ausgliederung der Juden an.
Ein nahezu totales Schweigen der verschiedenen kirchenpolitischen
Gruppierungen ist angesichts der Vorgänge zum 9.November 1938 zu
konstatieren. Der Tiefpunkt kirchenamtlichen Versagens dürfte erreicht sein.
Aber es gilt auch von mutigen Ausnahmen evangelischer Christen und Pfarrer
zu berichten.
Machtverhältnissen eindeutig im Sinne ihres eigentlichen Auftrages zu äußern
und zu verhalten. Sie neigt dazu, durch ein undifferenziertes Reden von
Gott in der nationalen Geschichte ihr christologisches Zentrum zu verdecken.
ISBN9783933688538
VerlagHartmut Spenner Verlag
Erscheinungsdatum31.12.01
Seitenzahl120
Haupt-GenreFachbücher
Sub-GenreReligion & Glaube
FormatTaschenbuch
SpracheDeutsch
Preis10.10 €
Autorin / Autor
Über Günter Brakelmann
Günter Brakelmann (* 3. September 1931 in Bochum) war bis zu seiner Emeritierung im Sommersemester 1996 Professor für christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Forschungsschwerpunkt kirchliche Zeitgeschichte.
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