Europa erfindet die Zigeuner
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Klaus-Michael Bogdal, geboren 1948, ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.
Beiträge
Wer erwartet, dass es um die Geschichte der Rom-Völker geht, ist hier verkehrt. Man lernt zwar eine Menge über diese, wie zb. warum es so schwer ist, die Geschichte der Rom-Völker Quellensicher aufzuschreiben, aber vor allem erfährt man, wie sich Bilder über Menschengruppen bilden und was das für katastrophale Auswirkungen haben kann. Dieses Buch ist ein gelungenes Beispiel für herausragende Quellenarbeit, weil Bogdal sich durch fast jede Quelle über Romvölker durchgelesen zu haben scheint, egal ob Urteil, Gesetzestext oder literarischer Text, und nutzt dieses um zu vergleichen, herzuleiten usw. Man benötigt schon ein Interesse für das Thema, weil ansonsten ist es etwas trocken, aber ich fand es spannend zu lesen und sehr aufschlussreich
Das Buch ist eine überaus dichtes und materialreiches Werk, doch mir fehlte immer ein wenig der rote Faden historischer Faktizität. Die Entwicklung der Vorurteile und Klischees, welche sich seit der frühen Neuzeit durch Literatur und Kunst schlängelte, herauszuarbeiten, ist ein lobenswertes Unternehmen. Doch ich vermisste gelegentlich einen Abgleich mit den tatsächlichen Lebensumständen und anderen Details die die Einordnung dieser Darstellungen verständlicher machen würden. Aber höchstwahrscheinlich gibt es hier eben erschreckend wenig ausbeutbare Quellen. Im Endeffekt hat sich daran ja bis zum heutigen Tag nicht viel geändert. So gibt das Buch eine hervorragende Einsicht in die Entwicklung des Zigeunerbildes in den Augen der “eingeborenen” Europäer. Ein realistische Darstellung der Geschichte dieses einzigartigen Volks sucht man auch hier vergebens. http://vivaperipheria.de/frisch-gelesene-buecher-europa-erfindet-die-zigeuner/
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Klaus-Michael Bogdal, geboren 1948, ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.
Beiträge
Wer erwartet, dass es um die Geschichte der Rom-Völker geht, ist hier verkehrt. Man lernt zwar eine Menge über diese, wie zb. warum es so schwer ist, die Geschichte der Rom-Völker Quellensicher aufzuschreiben, aber vor allem erfährt man, wie sich Bilder über Menschengruppen bilden und was das für katastrophale Auswirkungen haben kann. Dieses Buch ist ein gelungenes Beispiel für herausragende Quellenarbeit, weil Bogdal sich durch fast jede Quelle über Romvölker durchgelesen zu haben scheint, egal ob Urteil, Gesetzestext oder literarischer Text, und nutzt dieses um zu vergleichen, herzuleiten usw. Man benötigt schon ein Interesse für das Thema, weil ansonsten ist es etwas trocken, aber ich fand es spannend zu lesen und sehr aufschlussreich
Das Buch ist eine überaus dichtes und materialreiches Werk, doch mir fehlte immer ein wenig der rote Faden historischer Faktizität. Die Entwicklung der Vorurteile und Klischees, welche sich seit der frühen Neuzeit durch Literatur und Kunst schlängelte, herauszuarbeiten, ist ein lobenswertes Unternehmen. Doch ich vermisste gelegentlich einen Abgleich mit den tatsächlichen Lebensumständen und anderen Details die die Einordnung dieser Darstellungen verständlicher machen würden. Aber höchstwahrscheinlich gibt es hier eben erschreckend wenig ausbeutbare Quellen. Im Endeffekt hat sich daran ja bis zum heutigen Tag nicht viel geändert. So gibt das Buch eine hervorragende Einsicht in die Entwicklung des Zigeunerbildes in den Augen der “eingeborenen” Europäer. Ein realistische Darstellung der Geschichte dieses einzigartigen Volks sucht man auch hier vergebens. http://vivaperipheria.de/frisch-gelesene-buecher-europa-erfindet-die-zigeuner/






