Estelle - Dein Blut so rot

Estelle - Dein Blut so rot

Taschenbuch
3.56
Untote

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Beschreibung

Blankensee, im Juni 1904. Ich schreibe dieses Buch in großer Verzweiflung. Die Frau, die mit diesen Zeilen zur Chronistin des dunklen Zweiges der Familie Vanderborg wird, hat alles gesehen: Verdammt zu einem Dasein als Vampirin treibt die Rache sie seit ewigen Zeiten als Untote durch halb Europa. Nun findet sie Zuflucht in einem neuen Körper. Aus Eleonore wird Estelle, und die steht am Anfang ihres Lebens und eines neuen Jahrhunderts, das bessere Zeiten verspricht. Aber die Vergangenheit holt sie gnadenlos ein, und als Estelle dem Mann ihrer Liebe begegnet, ist sie bereits einem anderen versprochen!

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fantasy
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
464
Preis
16.95 €

Beiträge

3
Alle
2

Leider nicht meins

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hat mich das Konzept einer historischen Vampir Geschichte Anfang des 20. Jahrhunderts sehr überzeugen können. Der Anfang war auch zunächst recht interessant, doch im folgenden drehte sich die Geschichte sehr im Kreis, der Schreibstil war eher unpersönlich und die Charaktere blass. Es kam mir vor, als hätte ich nur durch einen Comic geblättert und mir Bilder angesehen, da ich die Charaktere nicht gut nachvollziehen konnte, bzw durch den Schreibstil einfach nicht genug innensicht hatte, um mit ihnen mitzuführen. Im geschichtenkonzept an sich steckte sehr großes Potenzial, auf diese Weise kann ich es aber leider nicht empfehlen.

1

Die Familie Vanderborg besteht aus dem Vater, Tochter Estelle und dem Sohn Friedrich. In den Karpaten versuchen sie einen Vampir zu fangen. Diese ergreift besitz von Estelle und fristet fortan ihr Dasein in einem menschlichen Körper. Die Autorin bedient sich hier einem etwas älteren Erzählstil und das macht leider die Geschichte etwas fahde. Der herzliche Charme und das Gefühl von Familie fehlt dabei erheblich. Gefühle kommen dabei nicht wirklich auf. Als Leser kann man sich nicht wirklich hineinversetzen. Es wirkt alles recht kühl und distanziert. Als Leser erfährt man nicht, wieso die Vampirin von Estelle Besitz ergreift und wieso sie sich nicht wehrt. Man spürt keinen Zwiespalt oder inneren Kampf der Charaktere. Die Familie ist auch etwas merkwürdig zusammengeschustert. Der Vater ist immer auf der Suche nach Gönnern und die Beziehung zu den Kindern und dem Vater ist ziemlich komisch. Obwohl Estelle sein Schatz ist, verhökert er sie an den nächstbesten Mann. Familiärer Zusammenhalt sucht man hier vergeblich. Wärme und Liebe kommt nicht auf. Estelle als Vampirin hat natürlich auch Bedürfnisse, aber Spannung hierzu kommt leider gar nicht auf und verläuft sich. Leider war der erste Band nur mittelmäßig und die Autorin hätte viel mehr aus dem Teil heraus holen können, als sie es getan hat.

4

Kurzbeschreibung: Blankensee, im Juni 1904 Ich schreibe dieses Buch in großer Verzweiflung... Die Frau, die mit diesen Zeilen zur Chronistin des dunklen Zweiges der Familie Vanderborg wird, hat alles gesehen: Vedammt zu einem Dasein als Vampirin treibt die Rache sie seit ewigen Zeiten als Untote durch halb Europa. Nun findet sie Zuflucht in einem neuen Körper. Aus Eleonore wird Estelle, und die steht am Anfang ihres Lebens und eines neuen Jahrhunderts, das bessere Zeiten verspricht. Aber die Vergangenheit holt sie gnadenlos ein, und als Estelle dem Mann ihrer Liebe begegnet, ist sie bereits einem anderen im Wort... Zur Autorin: Bianka Minte-König, in Berlin geboren, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Professorin für Literatur-, Theater- und Medienpädagogik. Mit zwei Millionen Jugendbüchern hat sie sich in die Bestsellerlisten und die Herzen ihrer Leserinnen geschrieben und ist auch im All-Age-Bereich mit romantischen Mystery- und Frauenromanen erfolgreich. "Die dunkle Chronik der Vanderborgs" ist Bianka Minte-Königs konsequenter Schritt ins Erwachsenensegment. Dem Genre des historischen Vampirromans fügt sie mit dieser opulenten, auf drei Bände ausgelegten Familiensaga eine überraschende neue Facette hinzu. Ich wischte mir mit dem Handrücken mechanisch über die Lippen und tatsächlich klebte noch Blut daran. Ich war enttarnt. Tausende panikartiger Gedanken und Gefühle stürzten gleichzeitig auf mich ein, doch nichts davon war geeignet, mich zu beruhigen und mir einen Ausweg aus dieser mehr als misslichen Situation zu weisen. Vermutlich, weil es keinen gab. (Seite 277) Rezension: "Estelle - Dein Blut so rot" ist der Auftakt zur "Die dunkle Chronik der Vanderborgs"-Reihe, eine auf drei Bände angelegte Familiensaga. Estelle ist mit ihrem Vater, dem Erfinder Vanderborg, und ihrem Bruder Friedrich in Polen auf der Jagd nach einem Vampir, den er mithilfe eines von ihm erfundenen Apparates einfangen will. Doch leider missglückt dieses Vorhaben erheblich. Denn bei einem Blitzschlag wird Estelle getroffen und in sie fährt die Vampirin Eleonore, die fortan nun in Estelles Körper leben muss, während Estelle selbst stirbt. Estelle macht eine für ihre Familie nicht ganz nachvollziehbare Wandlung durch: Sie meidet auf einmal das Tageslicht und hält sich nur noch in abgedunkelten Räumen auf. Ihr Vater möchte sie alsbald reich verheiraten, denn zwischen Estelle und Friedrich, ihrem Bruder, entwickelt sich eine starke Anziehungskraft, die nichts mehr mit einer normalen Geschwisterliebe zu tun zu haben scheint und die ihrem Vater ein großer Dorn im Auge ist. Es findet sich, schneller als Estelle das möchte, bald schon ein geeigneter Bewerber: Der Unternehmer Karolus Utz macht Estelle den Hof, die sich aber bereits in Amadeus verliebt hat, einen Soldaten, und mit dem sie alsbald eine Affäre beginnt. Doch Estelle willigt schließlich in die Hochzeit ein, denn Utz und sein Vermögen können ihr und ihrer Familie sehr hilfreich sein. Wird es Estelle gelingen, ihr Vampirdasein vor ihrer Familie, ihrem Ehemann und ihrem Geliebten weiterhin verbergen zu können oder wird der Reporter Ludolf Radke, der bereits auf ihrer Spur ist, Estelle enttarnen? Das Buch ist im anbrechenden 20. Jahrhundert angesiedelt. Das wird auch sofort deutlich an der Sprache, der sich die Autorin Bianka Minte-König bedient. Daher hatte ich anfangs etwas Mühe, in die blumig gehaltene Ausdrucksweise hinein zu finden. Gut gelungen finde ich die historischen Begebenheiten, die von der Autorin mit eingestreut wurden, zum Beispiel die Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 oder auch den Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914. Estelle als Hauptfigur ist sehr interessant gezeichnet, man bekommt durch Rückblenden viel aus ihrem bisherigen Leben mitgeteilt und sie ist auch nicht der "typische" rücksichtslose Blutsauger, sondern vielmehr eine Frau, die einfach ihr Leben leben und sich mit ihrer Menschengestalt als Estelle arrangieren möchte. Glaubhaft ist auch die Schilderung ihres Zwiespalts, denn einerseits möchte sie als Estelle ein normales Leben führen, dass ihr Vampirdasein aber in vielen Punkten vereitelt, denn sie kann nur durch Blutmahlzeiten weiter existieren und diese nimmt sie dann gezwungenermaßen in aller Heimlichkeit zu sich, in dem sie sich nachts aus dem Haus schleicht und sich ihr Opfer in Spelunken und Bordells sucht. Ich möchte "Estelle - Dein Blut so rot" Lesern empfehlen, die gerne einmal einen historischen Vampirroman verbunden mit einer Liebesgeschichte lesen möchten und sich nicht von der anfangs etwas irritierenden blumigen Ausdrucksweise "abschrecken" lassen, denn sobald einen die Geschichte gefangen genommen hat, fliegen die Seiten nur noch vor sich hin. Im Frühjahr 2011 soll bereits der nächste und somit zweite Band der Reihe erscheinen, der sich mit der Tochter von Estelle beschäftigen wird: "Die dunkle Chronik der Vanderborgs: Amanda - Deine Seele so wild". Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist in recht hellen Farben gehalten. Leider gefällt mir das Porträt der abgebildeten Frau nicht so recht, da sie sehr androgyn wirkt und ich es nicht ganz so passend zu der Zeit, in der der Roman spielt, finde. Am unteren Ende ist ein Fledermausschwarm abgebildet, der, wie Autorenname und Buchtitel in Spotlackoptik hervorgehoben wird. Fazit: "Estelle - Dein Blut so rot" ist ein gelungener Auftakt zur Familiensaga der Vanderborgs, die Vampirgeschichte, Historie und Liebesroman auf gekonnte Art und Weise in sich vereinen. Ein kleiner Minuspunkt bleibt die blumige Sprache, die an manchen Stellen etwas übertrieben wurde. Empfehlenswert! Wertung: 4 von 5 Punkten

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