Es war schon immer ziemlich kalt

Es war schon immer ziemlich kalt

Paperback
2.79
FrieslandBarcelonaAbschied Der JugendFreundschaft

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Beschreibung

Es gibt nichts Besseres als Freundinnen und Freunde, mit denen man gemeinsam durchs Leben geht. Doch was passiert, wenn diese Freunde schon längst ganz eigene Zukunftspläne schmieden? Sollte man einander trotz aller Unterschiede festhalten - oder ist es irgendwann an der Zeit, loszulassen? Drei Freunde Ende zwanzig: Insa, Hannes und Nico sind gemeinsam in einem friesischen Kaff aufgewachsen und auch nach ihrer Flucht aus der Provinz beste Freunde geblieben. Sie sind unzertrennlich und erzählen sich alles - eigentlich. Doch plötzlich häufen sich die Geheimnisse voreinander. Ihre Zukunftspläne scheinen nicht mehr zusammenzupassen: Hannes will zurück ins Dorf und die Werkstatt seines Opas übernehmen, Nico hat sich in eine Frau verliebt, die ein Kind erwartet, und Insa treibt weiter orientierungslos vor sich hin. Ihre einst unzertrennliche Gemeinschaft droht, auseinanderzubrechen. So unternehmen sie eine letzte große gemeinsame Reise. Zum Soundtrack von Django Reinhardt über ...But Alive bis Team Dresch fahren die drei Freunde unaufhaltsam auf die Weggabelung des Erwachsenwerdens zu, die ihre Leben in verschiedene Richtungen führen wird. Ein Roman über den aufwühlenden Wandel einer Jugendfreundschaft und das Ende einer gemeinsam verbrachten Lebensphase. Ela Meyer erzählt ebenso unterhaltsam wie berührend. "Es war schon immer ziemlich kalt" steht auf der Shortlist für den Blogbuster-Preis. Die Playlist mit dem passenden Soundtrack zum Buch gibt es auf Spotify.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Paperback
Seitenzahl
288
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Ela Meyer wuchs in der Abgeschiedenheit Frieslands auf. Sie hat in zwei Riot-Grrrl-Bands Gitarre gespielt und einige der Songs gedichtet. Seit vielen Jahren lebt sie in der Nähe von Barcelona. Ihre literarischen Texte sind in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien erschienen. 2019 war sie Mitgründerin und ist seitdem Mitherausgeberin des Literaturmagazins Schredder. Furchen und Dellen ist ihr zweiter Roman, ihr Debütroman Es war schon immer ziemlich kalt erschien ebenfalls im GOYA Verlag.

Beiträge

2
Alle
2

Deprimierend.

📌 "Die Abwesenheit von Hannes, Nico und Pommes wog schwerer, als ihre Anwesenheit es getan hätte. Wären wir uns nie begegnet, würde diese Leere nicht existieren. Allerdings wäre dann vielleicht eine andere an ihre Stelle getreten, ziemlich sicher sogar, denn irgendwer ging ja immer und ließ ein Loch zurück." (S. 187) Insa, Hannes und Nico - drei Freunde seit Kindertagen - aufgewachsen in einem friesischen Dorf, durchleben in diesem Buch Zeiten des Umbruchs bzw. des erwachsen werdens. Hannes beschließt die Schrauberwerkstatt seines verstorbenen Großvaters in der alten Heimat zu übernehmen, um so gleichzeitig im Bedarfsfall für seine Oma da sein zu können. Insa tut sich schwer mit dem Gedanken an seinen baldigen Auszug aus der gemeinsamen WG - zudem beschäftigt sie die vermeintliche Diagnose einer schweren Erkrankung, auf die sie gerade getestet wird. Gemeinsam mit Nico, begeben sie sich auf einen Road-Trip nach Spanien. Dort lebt dessen Mutter, seitdem sie ihn und seinen Vater in seiner Kindheit verlassen hat. Er bangt vor dem Wiedersehen. Während ihrer Reise driften die drei Freunde mehr oder weniger auseinander, es kommt zu kleineren Querelen und größeren Meinungsverschiedenheiten. Sehr lange hatte ich dieses Buch auf meiner Wunschliste. Vielleicht zu lange, denn einmal angefangen zu lesen, merkte ich sehr schnell, dass ich vermutlich nicht mehr die Zielgruppe dieser Geschichte bin, die mir in jüngeren Jahren sicher deutlich besser gefallen hätte. Alle drei jungen Leute in diesem Buch kamen mir sehr unreif und irgendwie wenig zielstrebig, teilweise sogar perspektivlos vor. Niemand strebte so wirklich nach dem erwachsen werden, sondern alle hingen der Vergangenheit hinterher und schwelgten lieber in alten Erinnerungen und/oder blickten ziemlich blauäugig in die Zukunft. Besonders Insa, als Protagonistin, machte es mir sehr schwer, sie auch nur ansatzweise zu mögen oder zu verstehen. Sie ist sehr auf sich und ihre Bedürfnisse fixiert und es augenscheinlich gewohnt, dass ihr alles zufällt, ohne viel dafür zu tun. So dümpelt sie mit Arbeitslosengeld vor sich hin und strebt auch nicht wirklich an, an ihrer Situation etwas zu ändern, verdrängt die im Raum stehende MS-Diagnose und kifft lieber, anstatt sich mit der Ernsthaftigkeit der Thematik auseinander zu setzen. Grundsätzlich wird in diesem Roman ziemlich viel getrunken und gekifft. Ich persönlich fand das ziemlich deprimierend/frustrierend und mir fiel das Lesen und beenden dieses Buches leider ziemlich schwer. Vor zwanzig Jahren wäre meine Meinung sicher positiver ausgefallen.

Deprimierend.
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Ich bin absolut kein Fan von Gegenwartsliteratur, die sich hauptsächlich mit dem Innenleben junger Erwachsener beschäftigt. Deren Alltag interessiert mich nicht wirklich und auch wenn ich selbst dieser Altersgruppe angehöre, kann ich mich darin nicht wiedersehen. Aber mal sowas von überhaupt nicht, weswegen ich die letzten 50 Seiten auch nicht mehr beenden werde. Geschichten, die sich zum Thema setzen, den Übergang der Jugendzeit ins Erwachsenenleben darzustellen, finde ich, nach nun wirklich zu vielen Lektüren derartiger Romane, einfach nur schrecklich langweilig. Ja. Abschiede tun weh. Nein, man bleibt nicht für immer und ewig mit denselben Leute befreundet. Und auch das eigene Leben ist nicht immer rosig und toll. Aber das man darüber ein Buch schreiben muss? Ich sehe den Sinn dahinter nicht wirklich. Den Klappentext fand ich eigentlich ziemlich interessant. Es ging um drei Freund*innen, die sich schon immer kennen und die sich durch aufkommende Geheimnisse immer weiter verfremden. Diese Geheimnisse sind leider nicht so spannend wie gedacht, sondern ganz normale Entscheidungen selbstständiger Persönlichkeiten, die nicht länger aufeinander hocken. Auch die gemeinsame Reise ist nicht wirklich reizvoll gewesen. Das alle irgendwie was miteinander bzw. Interesse aneinander hatten, hat mir dann das Ganze umso mehr vermiest. Freundschaften müssen nicht immer sexuell sein. Ich fand es jetzt nicht so schlecht, dass ich es schon früher abgebrochen hätte… aber irgendwie ist mir meine Zeit für die letzten 50 Seiten dann doch zu schade. Ich vermute mal, dass einige Personen bestimmt Interesse an Gegenwartsliteratur mit dem thematischen Bezug der Loslösung der Jugend und dem Neuanfang eines eignen Leben haben. Aber wenn wir beachten, dass die Autorin 1973 geboren wurde (also mittlerweile 49 Jahre alt ist) und über drei Personen schreibt, die Mitte bis Ende Zwanzig sind (also eher so alt wie ich jetzt), verwundert es mich überhaupt nicht, dass ich mich nicht damit identifizieren kann. Vielleicht ist das eher für Personen geschrieben worden, die dieses Alter schon länger hinter sich haben. Wer weiß? Ich weiß, dass es für mich leider nichts war. [Rez.ex @goyaverlag]

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