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Es war einmal ein Land

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Über das Buch

»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!«

In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.

Erscheint im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

ISBN9783351042882
VerlagAufbau
Erscheinungsdatum11.02.26
Seitenzahl263

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

5 Rezensionen

3,9

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  • mrs_pike
    mrs_pike

    117 Follower

    3,5

    Hauptstadtjournalistin erklärt den Osten

    Jana Hensel war 13, als die Mauer fiel. Gemeinsam mit ihrer Mutter demonstrierte sie damals in Leipzig mit auf der Straße und sorgte so mit für die Wende. Später studierte sie Germanistik. Als sie in der Bibliothek saß und von ihrer Hausarbeit gelangweilt war, schrieb sie das Buch "Zonenkinder". Es erschien 2002. Heute ist Jana Hensel eine bekannte Journalistin, die in Berlin lebt, sich vor einigen Jahren von dem Vater ihres Kindes trennte und mit dem Rad rüber ins Regierungsviertel fährt, um Reportagen und Porträts über wichtige Personen zu schreiben. Angela Merkel hat sie schon mal angerufen, um über einen Artikel zu sprechen. Was das alles mit ihrem neuen Buch "Es war einmal ein Land", in dem es laut Untertitel darum geht, wie und warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet zu tun hat? Keine Ahnung, ist ja eigentlich privater stuff, steht aber trotzdem mit drinne. Ich habe mit JH nicht viel gemein. War nicht demonstrieren, weil auf dem Dorf nicht demonstriert wurde. Hab nicht studiert, sondern zwei Ausbildungen gemacht und arbeite heute in einem schlecht bezahltem Beruf in Thüringen, wo ich herkomme. Hab mich nie als "Zonenkind" gesehen und hasste damals beim Lesen jede Zeile. Heute bin ich überaus gern ostdeutsch, stolz darauf und hab trotzdem noch nie AfD gewählt, arbeite aber in einer Stadt, wo dies jeder zweite getan hat. In Teilen fand ich das Buch recht interessant. JH kann gut Zusammenhänge erklären, auch geschichtliche wie politische Verläufe klar und prägnant darstellen. Sie sagt viele kluge Sachen, denen ich inhaltlich voll zustimme und scheute nicht davor zurück, für das Buch Leute wie Chrupalla oder Krah zu interviewen. Leider kommt sie am Schluss nicht ohne den selbstzufrieden gereckten empörten Zeigefinger aus. Wird ihr Buch dafür sorgen, daß der Osten nicht von den Rechten übernommen wird? Ich fürchte nein.

    18. März 2026

  • loreads
    loreads

    17 Follower

    3,0

    "Es rührt daher, dass die Geschichte des Ostens bis hierhin nicht gut ausgegangen ist."

    Traurig aber wahr... Was ich aus diesem Buch mitnehme ist, die Tatsache, dass hinter der Wut, dem Zorn und der Abkehr von der Demokratie im Osten viele Verletzungen, Enttäuschungen und unerfüllte Wünsche stehen, sowie das Gefühl nicht gesehen und gehört zu werden und, dass die Afd 0% dazu beitragen würde, dass diese Wünsche in Erfüllung gehen, sondern lediglich noch mehr Leid und ein noch größeres Keil zwischen Ost und West hauen würde. Im ersten Teil des Buches beschreibt Hensel die konkreten Ursachen der Enttäuschungen die Ostdeutsche erlebt haben. Im zweiten Teil berichtet sie von Gesprächen mit Politikern die aus dem Osten kommen, Afdler und demokratischer Natur, die ihre Perspektiven auf die Lage der Nation beisteuern. Generell ist das Buch sehr faktenlastig und zäh aber mit etwas Disziplin schafft man es durchzukommen, weil es dann doch immer wieder spannend bleibt. Mir haben die Perspektiven von Menschen gefehlt, die nicht in der Politik sind. Über diese wird leider nur in der dritten Person erzählt.

    21. Apr. 2026

  • suzanne
    suzanne

    30 Follower

    5,0

    Wer wirklich daran interessiert ist, warum im Osten AfD gewählt wird, findet hier Antworten und historische Fakten und Einordnung. Ich wurde selbst 1980 im Osten geboren und habe oft das Gefühl, ganz viele Lücken mit Informationen füllen zu müssen, obwohl ich das alles damals erlebt habe. Das Buch hat mich sehr bewegt, mich aber auch sehr traurig gemacht, Hoffnung macht es nicht, aber warum sollte es mir anders gehen als der Autorin.

    6. Juni 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jana Hensel

Jana Hensel, geboren 1976, aufgewachsen in Leipzig, wurde 2002 mit »Zonenkinder« schlagartig bekannt. Seither arbeitet sie als Journalistin und veröffentlichte zahlreiche Bücher, die zu SPIEGEL-Bestsellern wurden. Sie wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und als Journalistin des Jahres für ihre Berichterstattung über Ostdeutschland geehrt. Sie ist für DIE ZEIT tätig und lebt in Berlin.

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