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🤡🎈 Rezension: ES (It) – Stephen King 🤡🎈 Bewertung: ⭐⭐⭐⭐✨ (4,5/5 Sternen)
Ich habe mich endlich an diesen Koloss von einem Buch gewagt, und ich muss sagen: ES ist weniger ein Roman und mehr ein monumentales Leseerlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Das Meisterwerk des Horrors und der Freundschaft King demonstriert hier auf über 1500 Seiten seine unschlagbare Fähigkeit, nicht nur den blanken Horror zu inszenieren, sondern tiefgründige Charaktere zu schaffen, die man ins Herz schließt. Der wahre Star dieses Buches ist der „Klub der Verlierer“. Die Kindheitsszenen in Derry sind absolut Gold wert. Sie sind so lebendig, so echt und voller Wehmut und Witz geschildert, dass man sich wünscht, selbst Teil dieser eingeschworenen Gemeinschaft zu sein, die mit Fahrrädern gegen das Böse antritt. Die meisterhafte Verwebung der Zeitebenen – Kindheit in den 50ern und Erwachsenenleben in den 80ern – erzeugt eine unglaubliche Sogwirkung, die das Buch trotz seines Umfangs erstaunlich schnell werden lässt. King nutzt "ES" als Vehikel, um die hässlichen Wahrheiten über Amerikas Kleinstadtleben zu sezieren: Mobbing, Missbrauch, Rassismus und die trügerische Fassade, hinter der das pure Grauen lauert. Der Horror ist dabei vielschichtig. Er ist mal laut und blutig durch Pennywise, mal subtil und atmosphärisch durch die dunkle Historie von Derry selbst. Der Abzug – Die letzte Ecke Warum keine vollen 5 Sterne? Der halbe Stern Abzug begründet sich in der letzten Ecke des Buches, genauer gesagt, in der kontroversen Szene im Showdown zwischen dem "Klub der Verlierer" und dem titelgebenden Bösen. Nach über 1000 Seiten, in denen King eine philosophisch dichte Mythologie rund um die Ursprünge des Bösen und die Macht der Freundschaft aufbaut, fühlte sich diese spezifische, intime Passage in der Kanalisation unnötig und unpassend an. Sie unterbricht kurzzeitig den epischen Fluss des finalen Kampfes und ist meiner Meinung nach ein erzählerisches Misstep in einem ansonsten perfekten Manuskript. Man hätte das Ziel, die Gruppe enger zusammenzuschweißen, eleganter lösen können. Fazit Trotz dieser einen erzählerischen Schnurrigkeit am Ende ist ES ein Muss für jeden Stephen-King-Fan und jeden Liebhaber großer, epischer Romane. Es ist ein Buch über die magische Macht der Kindheit, das kollektive Trauma und die universelle Wahrheit, dass wir alle ein wenig verrückt sein müssen, um die wirklich bösen Dinge zu besiegen. Ein atemberaubendes Werk, das Horror- und Coming-of-Age-Elemente auf höchstem Niveau vereint. Lest es!
16. Dez. 2025
🤡🎈 Rezension: ES (It) – Stephen King 🤡🎈 Bewertung: ⭐⭐⭐⭐✨ (4,5/5 Sternen)
Ich habe mich endlich an diesen Koloss von einem Buch gewagt, und ich muss sagen: ES ist weniger ein Roman und mehr ein monumentales Leseerlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Das Meisterwerk des Horrors und der Freundschaft King demonstriert hier auf über 1500 Seiten seine unschlagbare Fähigkeit, nicht nur den blanken Horror zu inszenieren, sondern tiefgründige Charaktere zu schaffen, die man ins Herz schließt. Der wahre Star dieses Buches ist der „Klub der Verlierer“. Die Kindheitsszenen in Derry sind absolut Gold wert. Sie sind so lebendig, so echt und voller Wehmut und Witz geschildert, dass man sich wünscht, selbst Teil dieser eingeschworenen Gemeinschaft zu sein, die mit Fahrrädern gegen das Böse antritt. Die meisterhafte Verwebung der Zeitebenen – Kindheit in den 50ern und Erwachsenenleben in den 80ern – erzeugt eine unglaubliche Sogwirkung, die das Buch trotz seines Umfangs erstaunlich schnell werden lässt. King nutzt "ES" als Vehikel, um die hässlichen Wahrheiten über Amerikas Kleinstadtleben zu sezieren: Mobbing, Missbrauch, Rassismus und die trügerische Fassade, hinter der das pure Grauen lauert. Der Horror ist dabei vielschichtig. Er ist mal laut und blutig durch Pennywise, mal subtil und atmosphärisch durch die dunkle Historie von Derry selbst. Der Abzug – Die letzte Ecke Warum keine vollen 5 Sterne? Der halbe Stern Abzug begründet sich in der letzten Ecke des Buches, genauer gesagt, in der kontroversen Szene im Showdown zwischen dem "Klub der Verlierer" und dem titelgebenden Bösen. Nach über 1000 Seiten, in denen King eine philosophisch dichte Mythologie rund um die Ursprünge des Bösen und die Macht der Freundschaft aufbaut, fühlte sich diese spezifische, intime Passage in der Kanalisation unnötig und unpassend an. Sie unterbricht kurzzeitig den epischen Fluss des finalen Kampfes und ist meiner Meinung nach ein erzählerisches Misstep in einem ansonsten perfekten Manuskript. Man hätte das Ziel, die Gruppe enger zusammenzuschweißen, eleganter lösen können. Fazit Trotz dieser einen erzählerischen Schnurrigkeit am Ende ist ES ein Muss für jeden Stephen-King-Fan und jeden Liebhaber großer, epischer Romane. Es ist ein Buch über die magische Macht der Kindheit, das kollektive Trauma und die universelle Wahrheit, dass wir alle ein wenig verrückt sein müssen, um die wirklich bösen Dinge zu besiegen. Ein atemberaubendes Werk, das Horror- und Coming-of-Age-Elemente auf höchstem Niveau vereint. Lest es!
16. Dez. 2025







