Es braucht nicht viel
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Beschreibung
»Der Wechsel zu einem demokratischen, fairen und armutsfesten Sozialsystem ist weniger utopisch als manche denken. Er findet vor allem in unseren Köpfen statt«, so Helena Steinhaus, Gründerin und Vorstand des Vereins Sanktionsfrei. Zusammen mit der Autorin Claudia Cornelsen, ebenfalls im Vorstand von Sanktionsfrei, hält sie fest: Unser Sozialstaat steckt in der Krise. Während die einen Erbschaft und Karriere genießen, darben die anderen ohne Arbeit, ohne Wohnung, ohne Vermögen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen „Aufstocker“ brauchen trotz Arbeit staatliche Hilfe. Von Armut Betroffene werden ausgegrenzt und stigmatisiert. Auch das neue Bürgergeld ändert daran nichts. Ist das der Sozialstaat, den wir wollen?
Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen sagen: nein! Mit überraschenden Fakten und dem Wissen aus ihrer konkreten Arbeit demontieren sie die gängigen Erzählungen über Armut und Reichtum. Und sie zeigen, dass eine gar nicht mal so utopische Vision eines fairen und armutsfesten Sozialsystems möglich ist – wenn man an den richtigen Stellen ansetzt. Die gute Nachricht: Es braucht nicht viel, um das zu realisieren.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Helena Steinhaus, geboren 1987, ist Gründerin und Vorstand des Vereins Sanktionsfrei, der sich seit 2015 für eine menschenwürdige Grundsicherung einsetzt. Als Kritikerin von Hartz IV und Bürgergeld erhielt Helena Steinhaus große mediale Aufmerksamkeit. Sie lebt in Berlin-Brandenburg.
Beiträge
Soziale Gerechtigkeit, Armut und politischer Wandel
In „Es braucht nicht viel” analysieren Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen die Schwächen des deutschen Sozialstaats und zeigen auf, wie Armut nicht nur eine individuelle Herausforderung, sondern ein strukturelles Problem ist. Sie argumentieren, dass das bestehende System Menschen oft mehr belastet als unterstützt und dass es dringend eine Reform braucht – eine, die Würde, Teilhabe und soziale Sicherheit ins Zentrum stellt. Das Buch macht deutlich, wie bürokratische Hürden, Sanktionen und Stigmatisierung dazu beitragen, dass Armut in Deutschland verfestigt wird. Steinhaus, Gründerin der Organisation „Sanktionsfrei”, bringt Erfahrungen aus der Praxis ein und zeigt, welche Alternativen es bereits gibt. Gemeinsam stellen sie eine Vision eines Sozialstaats vor, der nicht auf Kontrolle und Bestrafung basiert, sondern darauf, Menschen tatsächlich zu unterstützen. „Es braucht nicht viel” ist ein eindringlicher Appell für einen Sozialstaat, der gerecht, demokratisch und armutsfest ist. Das Buch macht wütend, gibt Hoffnung und zeigt, dass Veränderung möglich ist, wenn der politische Wille vorhanden ist. Mit einer Bewertung von 5/5 jst „Es braucht nicht viel” ein Buch, das nicht nur die Probleme des Sozialstaats aufzeigt, sondern konkrete Wege zu einem faireren System skizziert.
Unglaublich wichtiger Beitrag zur Aufklärung von bürgerlichen Lügen rund um das Bürgergeld. Ist ein Must Read, wenn man hinter die menschenunwürdige Logik des Bürgergelds und seinen Sanktionen blicken will!
„Schauen Sie hin, wenn Ihnen jemand mit blumigen Worten Schönheit und Wohltaten verspricht. Machen Sie die Nagelprobe und Sie werden merken: »Niedriglohn« ist Ausbeutung. »Mitwirkungspflichten« sind eine Drohung. »Schonvermögen« ist die Vorstufe von bitterer Armut. Eine »Bedarfsgemeinschaft« ist Sippenhaft. Und »Bürgergeld« ist offener Strafvollzug.“ (Steinhaus, Cornelsen 2023, S. 236) Wer die letzten Monate politisch mitverfolgt hat, wird an den im Zuge der geführten Haushaltsdebatten des Bundes die unsäglichen Debatten zum Bürgergeld sicher mitbekommen haben. Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen (Mitglieder des Vereins Sanktionsfrei) haben mit „Es braucht nicht viel“ ein Buch vorgelegt, was einerseits die Beweggründe, die Geschichte zur Entstehung, die Aktionen und den Werdegang von Sanktionsfrei darlegt, andererseits den Fokus darauf liegt, mit Zahlen und Fakten die bürgerlichen Lügen und Mythen, die sich um Bürgergeld und um die Personen, die es beziehen, ringen, zu brechen. Auf einem „Abenteuertrip der extra Art“ (Steinhaus, Cornelsen 2023, S. 14) werden Leser*innen in die Welt des Bürgergelds mitgenommen. Einblick gefällig? 1. Was hat sich zum Beispiel an Regelungen seit Hartz IV verbessert? 2. Wer wird konsequent in jeden Krisen (bspw. Corona, Energie, Inflation) vergessen? Spoiler: 1. So gut wie gar nichts. 2. Bürgergeld-Bezieher*innen. Immer und immer wieder. Zwischen den Kapiteln befinden sich Ausschnitte von sozialstaatlichen Schikanen, man erfährt Beispiele von menschenunwürdiger Behandlung durch Jobcenter und möchte mit jedem Kapitel mehr nur lauter schreien. In einer maßlos überzogenen Art und Weise machen derzeit Konservative und Rechte Stimmung gegen Bürgergeld-Bezieher*innen, sind sich keiner Übertreibung zu schade und - wie im Zuge der Bäuer*innenproteste zu hören war - kennt auch ein Bundesfinanzminister Lindner keine Scham, über die Ärmsten der Gesellschaft herzuziehen und wie „toll“ eine Bundesregierung doch jetzt beim Bürgergeld und beim Asyl kürzt…und nennt das alles dann eine Frage der „Gerechtigkeit“. Mit einer gehörigen Portion wachsenden Ekel für und Wut auf bürgerliche Parteien bin ich durch die Lektüre geflogen und empfehle allen, einen Blick hinter die Fassaden unseres Sozialstaats zu werfen. Solidarität mit von Armut Betroffenen darf nicht nur eine Floskel bleiben, sondern wir sind dafür verantwortlich, die Solidarität mit Leben zu füllen und uns gegen den Status Quo zu wenden. Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen liefern dafür die besten Argumente, damit jetzt anzufangen: Es braucht insgesamt nicht viel. „Aber es braucht viele.“ (ebd., S. 238). Schaut auch auf die Website von Sanktionsfrei und wenn es euch möglich ist, unterstützt sie, bspw. als Hartzbreaker!
Beschreibung
»Der Wechsel zu einem demokratischen, fairen und armutsfesten Sozialsystem ist weniger utopisch als manche denken. Er findet vor allem in unseren Köpfen statt«, so Helena Steinhaus, Gründerin und Vorstand des Vereins Sanktionsfrei. Zusammen mit der Autorin Claudia Cornelsen, ebenfalls im Vorstand von Sanktionsfrei, hält sie fest: Unser Sozialstaat steckt in der Krise. Während die einen Erbschaft und Karriere genießen, darben die anderen ohne Arbeit, ohne Wohnung, ohne Vermögen. Jedes fünfte Kind wächst in Armut auf. Jede dritte Alleinerziehende ist auf Transferleistungen angewiesen. Millionen „Aufstocker“ brauchen trotz Arbeit staatliche Hilfe. Von Armut Betroffene werden ausgegrenzt und stigmatisiert. Auch das neue Bürgergeld ändert daran nichts. Ist das der Sozialstaat, den wir wollen?
Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen sagen: nein! Mit überraschenden Fakten und dem Wissen aus ihrer konkreten Arbeit demontieren sie die gängigen Erzählungen über Armut und Reichtum. Und sie zeigen, dass eine gar nicht mal so utopische Vision eines fairen und armutsfesten Sozialsystems möglich ist – wenn man an den richtigen Stellen ansetzt. Die gute Nachricht: Es braucht nicht viel, um das zu realisieren.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Helena Steinhaus, geboren 1987, ist Gründerin und Vorstand des Vereins Sanktionsfrei, der sich seit 2015 für eine menschenwürdige Grundsicherung einsetzt. Als Kritikerin von Hartz IV und Bürgergeld erhielt Helena Steinhaus große mediale Aufmerksamkeit. Sie lebt in Berlin-Brandenburg.
Beiträge
Soziale Gerechtigkeit, Armut und politischer Wandel
In „Es braucht nicht viel” analysieren Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen die Schwächen des deutschen Sozialstaats und zeigen auf, wie Armut nicht nur eine individuelle Herausforderung, sondern ein strukturelles Problem ist. Sie argumentieren, dass das bestehende System Menschen oft mehr belastet als unterstützt und dass es dringend eine Reform braucht – eine, die Würde, Teilhabe und soziale Sicherheit ins Zentrum stellt. Das Buch macht deutlich, wie bürokratische Hürden, Sanktionen und Stigmatisierung dazu beitragen, dass Armut in Deutschland verfestigt wird. Steinhaus, Gründerin der Organisation „Sanktionsfrei”, bringt Erfahrungen aus der Praxis ein und zeigt, welche Alternativen es bereits gibt. Gemeinsam stellen sie eine Vision eines Sozialstaats vor, der nicht auf Kontrolle und Bestrafung basiert, sondern darauf, Menschen tatsächlich zu unterstützen. „Es braucht nicht viel” ist ein eindringlicher Appell für einen Sozialstaat, der gerecht, demokratisch und armutsfest ist. Das Buch macht wütend, gibt Hoffnung und zeigt, dass Veränderung möglich ist, wenn der politische Wille vorhanden ist. Mit einer Bewertung von 5/5 jst „Es braucht nicht viel” ein Buch, das nicht nur die Probleme des Sozialstaats aufzeigt, sondern konkrete Wege zu einem faireren System skizziert.
Unglaublich wichtiger Beitrag zur Aufklärung von bürgerlichen Lügen rund um das Bürgergeld. Ist ein Must Read, wenn man hinter die menschenunwürdige Logik des Bürgergelds und seinen Sanktionen blicken will!
„Schauen Sie hin, wenn Ihnen jemand mit blumigen Worten Schönheit und Wohltaten verspricht. Machen Sie die Nagelprobe und Sie werden merken: »Niedriglohn« ist Ausbeutung. »Mitwirkungspflichten« sind eine Drohung. »Schonvermögen« ist die Vorstufe von bitterer Armut. Eine »Bedarfsgemeinschaft« ist Sippenhaft. Und »Bürgergeld« ist offener Strafvollzug.“ (Steinhaus, Cornelsen 2023, S. 236) Wer die letzten Monate politisch mitverfolgt hat, wird an den im Zuge der geführten Haushaltsdebatten des Bundes die unsäglichen Debatten zum Bürgergeld sicher mitbekommen haben. Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen (Mitglieder des Vereins Sanktionsfrei) haben mit „Es braucht nicht viel“ ein Buch vorgelegt, was einerseits die Beweggründe, die Geschichte zur Entstehung, die Aktionen und den Werdegang von Sanktionsfrei darlegt, andererseits den Fokus darauf liegt, mit Zahlen und Fakten die bürgerlichen Lügen und Mythen, die sich um Bürgergeld und um die Personen, die es beziehen, ringen, zu brechen. Auf einem „Abenteuertrip der extra Art“ (Steinhaus, Cornelsen 2023, S. 14) werden Leser*innen in die Welt des Bürgergelds mitgenommen. Einblick gefällig? 1. Was hat sich zum Beispiel an Regelungen seit Hartz IV verbessert? 2. Wer wird konsequent in jeden Krisen (bspw. Corona, Energie, Inflation) vergessen? Spoiler: 1. So gut wie gar nichts. 2. Bürgergeld-Bezieher*innen. Immer und immer wieder. Zwischen den Kapiteln befinden sich Ausschnitte von sozialstaatlichen Schikanen, man erfährt Beispiele von menschenunwürdiger Behandlung durch Jobcenter und möchte mit jedem Kapitel mehr nur lauter schreien. In einer maßlos überzogenen Art und Weise machen derzeit Konservative und Rechte Stimmung gegen Bürgergeld-Bezieher*innen, sind sich keiner Übertreibung zu schade und - wie im Zuge der Bäuer*innenproteste zu hören war - kennt auch ein Bundesfinanzminister Lindner keine Scham, über die Ärmsten der Gesellschaft herzuziehen und wie „toll“ eine Bundesregierung doch jetzt beim Bürgergeld und beim Asyl kürzt…und nennt das alles dann eine Frage der „Gerechtigkeit“. Mit einer gehörigen Portion wachsenden Ekel für und Wut auf bürgerliche Parteien bin ich durch die Lektüre geflogen und empfehle allen, einen Blick hinter die Fassaden unseres Sozialstaats zu werfen. Solidarität mit von Armut Betroffenen darf nicht nur eine Floskel bleiben, sondern wir sind dafür verantwortlich, die Solidarität mit Leben zu füllen und uns gegen den Status Quo zu wenden. Helena Steinhaus und Claudia Cornelsen liefern dafür die besten Argumente, damit jetzt anzufangen: Es braucht insgesamt nicht viel. „Aber es braucht viele.“ (ebd., S. 238). Schaut auch auf die Website von Sanktionsfrei und wenn es euch möglich ist, unterstützt sie, bspw. als Hartzbreaker!





