Emotionales Erbe
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
GALIT ATLAS ist Psychoanalytikerin und klinische Supervisorin. Sie unterrichtet, hält Vorträge und betreibt zudem eine Privatpraxis in Manhattan. Sie ist Fakultätsmitglied des New York University Postdoctoral Program in Psychotherapy & Psychoanalysis. Dr. Galit Atlas hat drei Fachbücher sowie zahlreiche Artikel veröffentlicht, die sich vor allem mit Gender und Sexualität befassen. Sie ist führend auf dem Gebiet der relationalen Psychoanalyse und wurde mit dem André Françoise Research Award und d
Beiträge
Sehr spannende Thematik!
Da mich die Thematik unglaublich interessiert, habe ich mir „Emotionales Erbe - Eine Therapeutin, ihre Fälle und die Überwindung familiärer Traumata“ von Galit Atlas (Übersetzung: Monika Köpfer) gekauft. Ich möchte dieses Buch nicht mit Sternen bewerten, dazu fühle ich mich nicht in der Lage, sondern ausschließlich ein paar Gedanken dazu schreiben. Es geht in diesem Sachbuch um die Geheimnisse und Traumata, die uns nachweislich über Generationen vererbt werden. Dinge über die vielleicht niemals jemand spricht oder die nicht mal bekannt sind aber auch Dinge, die immer und immer wieder thematisiert werden. Eigentlich haben sie nichts mit uns zu tun und trotzdem - sie beeinflussen uns, unser Handeln, unsere Entwicklung und unser Leben, ohne dass wir es wissen. Die Epigenetik zeigt, dass unsere Gene ein „Gedächtnis“ haben und somit sowohl negative als auch positive Dinge aus den Erlebnissen unserer Vorfahren an uns weitergeben werden. Anhand von Beispielen aus der Praxis erzählt die Autorin auf welche Weise sich Traumata unserer Vorfahren in unserem Leben zeigen und auch, wie wichtig es ist, stellvertretend für diese Vorfahren ihre Traumata zu bearbeiten. Nur so kann dieser Kreis letztlich durchbrochen werden. Das Lesen war so spannend, dass ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen habe und zeitgleich hat es mich emotional aufgewühlt und viel mit mir gemacht, so dass ich dafür kaum Worte finde. Für mich haben sich durch das Lesen Puzzleteile meiner eigenen Geschichte zusammengesetzt und gleichzeitig mehr Fragen gestellt als jemals zuvor. Enormer Tiefgang ist nicht zu erwarten. Es geht hier um echte Fälle aus der Psychotherapie (teilweise sehr erschütternd), dem Leser wird selbst überlassen sich darin zu sehen oder auch nicht. Selbsthilfe findet man hier nicht. Eher ein paar generelle Gedankenanstösse zum Thema, die sehr wertvoll sein können.
So eine Wucht! Werde ich viel verschenken und selbst auch nochmal lesen!
Beim Lesen musste ich oft pausieren, um das Gelesene zu verarbeiten. Die Thematik der Epigenetik und des transgenerationalen Traumas ist so eindrücklich und nah dargestellt, dass der Text auf mich sehr dicht wirkte. Jedes beschriebene Schicksal fühlte sich für mich wie ein eigener kleiner Prozess an. Was mich in der aktuellen Situation an diesem Text auch sehr bewegte, sind die Beschreibungen des Aufwachsens in Israel mit all seinen Facetten. So eine Herausforderung, so eine Bürde. So schwer von außen nachzuvollziehen. Liebe ältere Generationen: bitte sagt mehr, bitte schweigt weniger 💕 Ich würde so gerne noch so viel zuhören, um zu verstehen.🙏

Zum Inhalt: "'Emotionales Erbe" von Galit Atlas ist eine tiefgründige Erforschung der komplexen Wechselwirkung zwischen unseren vergangenen und gegenwärtigen emotionalen Erfahrungen. Anhand faszinierender Fallbeispiele ihrer Patient*innen beleuchtet Atlas, wie unsere Familiengeschichte, kulturellen Hintergründe und persönlichen Traumata unser emotionales Leben prägen und unsere Beziehungen beeinflussen. Atlas einfühlsamer Umgang mit ihren Patient*innen ermöglicht es ihr, sich sensiblen emotionalen Themen mit Empathie und Verständnis zu widmen. Der Blick auf die „andere Seite der Couch“ war für mich definitiv interessant. Gleichzeitig gewährt uns Atlas aber auch Einblicke in ihre persönliche Familiengeschichte und macht den Inhalt damit greifbarer. Ihre Schreibweise ist verständlich und komplexe psychologische Konzepte erscheinen für Lesende nachvollziehbar. Mein Fazit: Ich finde das Thema sehr spannend und habe mich hinterher noch lange mit dem Gelesenen beschäftigt. Allerdings hätte ich mir mehr wissenschaftliche Tiefe erhofft bzw. gewünscht - in Form von Studien, Verweisen und wissenschaftlichen Belegen. Im Fokus stehen hier ganz klar die Erfahrungen der Psychoanalytikerin. Wer Bock auf das Thema hat und kein fundiertes Sachbuch erwartet - go for it! Aus dem Englischen von Monika Köpfer.

Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
GALIT ATLAS ist Psychoanalytikerin und klinische Supervisorin. Sie unterrichtet, hält Vorträge und betreibt zudem eine Privatpraxis in Manhattan. Sie ist Fakultätsmitglied des New York University Postdoctoral Program in Psychotherapy & Psychoanalysis. Dr. Galit Atlas hat drei Fachbücher sowie zahlreiche Artikel veröffentlicht, die sich vor allem mit Gender und Sexualität befassen. Sie ist führend auf dem Gebiet der relationalen Psychoanalyse und wurde mit dem André Françoise Research Award und d
Beiträge
Sehr spannende Thematik!
Da mich die Thematik unglaublich interessiert, habe ich mir „Emotionales Erbe - Eine Therapeutin, ihre Fälle und die Überwindung familiärer Traumata“ von Galit Atlas (Übersetzung: Monika Köpfer) gekauft. Ich möchte dieses Buch nicht mit Sternen bewerten, dazu fühle ich mich nicht in der Lage, sondern ausschließlich ein paar Gedanken dazu schreiben. Es geht in diesem Sachbuch um die Geheimnisse und Traumata, die uns nachweislich über Generationen vererbt werden. Dinge über die vielleicht niemals jemand spricht oder die nicht mal bekannt sind aber auch Dinge, die immer und immer wieder thematisiert werden. Eigentlich haben sie nichts mit uns zu tun und trotzdem - sie beeinflussen uns, unser Handeln, unsere Entwicklung und unser Leben, ohne dass wir es wissen. Die Epigenetik zeigt, dass unsere Gene ein „Gedächtnis“ haben und somit sowohl negative als auch positive Dinge aus den Erlebnissen unserer Vorfahren an uns weitergeben werden. Anhand von Beispielen aus der Praxis erzählt die Autorin auf welche Weise sich Traumata unserer Vorfahren in unserem Leben zeigen und auch, wie wichtig es ist, stellvertretend für diese Vorfahren ihre Traumata zu bearbeiten. Nur so kann dieser Kreis letztlich durchbrochen werden. Das Lesen war so spannend, dass ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen habe und zeitgleich hat es mich emotional aufgewühlt und viel mit mir gemacht, so dass ich dafür kaum Worte finde. Für mich haben sich durch das Lesen Puzzleteile meiner eigenen Geschichte zusammengesetzt und gleichzeitig mehr Fragen gestellt als jemals zuvor. Enormer Tiefgang ist nicht zu erwarten. Es geht hier um echte Fälle aus der Psychotherapie (teilweise sehr erschütternd), dem Leser wird selbst überlassen sich darin zu sehen oder auch nicht. Selbsthilfe findet man hier nicht. Eher ein paar generelle Gedankenanstösse zum Thema, die sehr wertvoll sein können.
So eine Wucht! Werde ich viel verschenken und selbst auch nochmal lesen!
Beim Lesen musste ich oft pausieren, um das Gelesene zu verarbeiten. Die Thematik der Epigenetik und des transgenerationalen Traumas ist so eindrücklich und nah dargestellt, dass der Text auf mich sehr dicht wirkte. Jedes beschriebene Schicksal fühlte sich für mich wie ein eigener kleiner Prozess an. Was mich in der aktuellen Situation an diesem Text auch sehr bewegte, sind die Beschreibungen des Aufwachsens in Israel mit all seinen Facetten. So eine Herausforderung, so eine Bürde. So schwer von außen nachzuvollziehen. Liebe ältere Generationen: bitte sagt mehr, bitte schweigt weniger 💕 Ich würde so gerne noch so viel zuhören, um zu verstehen.🙏

Zum Inhalt: "'Emotionales Erbe" von Galit Atlas ist eine tiefgründige Erforschung der komplexen Wechselwirkung zwischen unseren vergangenen und gegenwärtigen emotionalen Erfahrungen. Anhand faszinierender Fallbeispiele ihrer Patient*innen beleuchtet Atlas, wie unsere Familiengeschichte, kulturellen Hintergründe und persönlichen Traumata unser emotionales Leben prägen und unsere Beziehungen beeinflussen. Atlas einfühlsamer Umgang mit ihren Patient*innen ermöglicht es ihr, sich sensiblen emotionalen Themen mit Empathie und Verständnis zu widmen. Der Blick auf die „andere Seite der Couch“ war für mich definitiv interessant. Gleichzeitig gewährt uns Atlas aber auch Einblicke in ihre persönliche Familiengeschichte und macht den Inhalt damit greifbarer. Ihre Schreibweise ist verständlich und komplexe psychologische Konzepte erscheinen für Lesende nachvollziehbar. Mein Fazit: Ich finde das Thema sehr spannend und habe mich hinterher noch lange mit dem Gelesenen beschäftigt. Allerdings hätte ich mir mehr wissenschaftliche Tiefe erhofft bzw. gewünscht - in Form von Studien, Verweisen und wissenschaftlichen Belegen. Im Fokus stehen hier ganz klar die Erfahrungen der Psychoanalytikerin. Wer Bock auf das Thema hat und kein fundiertes Sachbuch erwartet - go for it! Aus dem Englischen von Monika Köpfer.








